Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Ich habe schon länger vor, euch einen Einblick in meine Küche zu gewähren. Die Idee liegt schon ewig zurück, sogar noch vorm Blogumzug, aber wie so häufig kamen andere Sachen dazwischen. Jetzt, mit dem neuen Blogdesign habe ich mir überlegt irgendwann eine eigene Seite über Selbstgemachtes zu erstellen, da ich genau das gerne und schon ewig mache. Irgendwann (hoffentlich noch in dem Jahr) realisiere ich das sowie eine Seite über Gemüse- und Obstsorten, die ich ausprobiert habe.

Bei mir in der Küche gibts keine gekauften Brühen, genausowenig wie ich jemals Knödel mit Knödel-fix hergestellt hätte. Nö, für was auch? Das kann man ja selbst machen und so weiß man wenigstens, was man ißt. Zumal ich nicht alle produzierten Lebensmittel vertrage bzw. nicht in unendlicher Menge. Also muss Frau einfach paar Sachen ändern bzw. selbst machen. Anfangs warens nur ein, zwei Sachen, aber es hat auch Spaß gemacht Sachen selbst herzustellen und so auch den Geschmack mitzubestimmen. So bin ich mit einigem vorgegangen, wie auch Puddings. Andere Sachen habe ich ausprobiert, aber nie weiter verfolgt oder ich warte auf eine größere Küche.

Bevor es nun die eigene Seite und die Verlinkung zu passenden Beiträgen gibt, möchte ich euch einen Überblick darüber geben, was ich so selbst mache. Fangen wir mal mit den üblichen Sachen an, die es immer gibt.

Eine der ersten Sachen, war Gemüsebrühe. Rindsbrühe folgte nur kurz darauf. Meine Mutter fing eigentlich damit an, Gemüsebrühepulver selbst zu machen, aber mir wurds zu blöd die Masse im Backofen zu trocknen und anschließend zu zermahlen. Ich habe zunächst eingesalzenes Gemüse verwendet, dann Gemüsepaste, woraufhin ich wieder zu eingesalzenem Gemüse gewechselt bin, da es fast unschimmelbar ist und auch nicht so viel mehr Aufwand benötigt wie Gemüsepaste. Der erste Beitrag zu Gemüsebrühe selbst haltbar machen stammt übrigens von 2013! Und hier noch der Beitrag zum eingesalzenen Suppengemüse.

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Wer Gemüsebrühe selbst herstellen kann, kann auch Kräuter trocknen, und Gewürzmischungen herstellen! Beim letzten Umzug beschwerten sich die Helfer über die Unmengen an Döschen. Keine Ahnung, wieso… Hier eine Übersicht über ein paar Gewürzsalze, die ich habe.

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Nicht weit entfernt sind haltbargemachtes Obst und Gemüse. Ich erinner mich noch an einen Herbst im Studium, wo ich alles mögliche aus selbst gepflückten Heidelbeeren machte, wie Likör, Saft (kaltgepresst, warm), Wein auf finnische niedrigprozentige Art, Essig, Chutney (mit Thymian!), Heidelbeer-Marzipan-Marmelade und vieles mehr. Im Blog findet ihr natürlich auch ein Rezept für Kimchi, den ihr hier oben seht. Zusätzlich gibts:

Klar geht auch mal was schief, wie das Kimchi-Gemüse was garantiert auch in hundert Jahren noch so ausschaut wie jetzt, weil es zu salzig eingelegt wurde…

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Wenn ich bei mir grille, gibt es natürlich auch selbst gemachte Grillsaucen. Die Tomaten-Zwiebelmarmelade kam letztes Jahr besonders gut an. Im Jahr davor war es das Bananenketchup. Wer eine schnelle Sauce haben will, kann Backofenknobi zermatschen, ihn mit Joghurt und ein wenig Mayo mischen und mit frischen Kräutern und ein wenig Salz abschmecken. Wem Tzatziki zu langweilig wird, gibt frische gehackte Minze hinzu.

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Marmeladen und Gelees gehören ebenfalls zum Sortiment. Im Bild habe ich die Orangenmarmelade ohne Geliermittel hergestellt. Apfelschalen und Zitruskerne versuche ich aktuell stärker anstelle von Geliermittel einzusetzen und zu experimentieren. Ein Klassiker ist die Preiselbeermarmelade. Mir ist die gekaufte Preiselbeermarmelade zu süß und hat zu wenig Geschmack. Daher habe ich sie als Kind nie gerne gegessen. Geändert hat sich das erst durch selber machen. Mit Fichtenspitzen hat meine Mum angefangen; ich war sofort begeistert und habe einen Likör angesetzt. Hier habe ich alle möglichen Sachen aus Fichtenspitzen zusammengefasst. Eingelegte Fichtenspitzen kommen irgendwann auch noch dazu. Andere Brotbelage, wie das Salted Caramel Spread gibts natürlich auch. Und ich merke, ich sollte mal das Powidl-Rezept verbloggen. Das wird einfach im Backofen eingeköchelt, kommt in Gläser mit einer Schicht Rum und wird dann nochmals eingeweckt im Backofen. Gelierzucker und ähnliches kommt gar nicht vor.

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Nudelsaucen kann man übrigens auch gut haltbarmachen, entweder (weniger sicher) durch heißes Einfüllen oder durch Einwecken. Das mach ich gerne mit der Nudelsauce mit Whisky und der Nudelsauce mit Zucchini, wenn ich gerade zu viele Tomaten (und Zucchini) habe oder ich sie günstig herbekomme. So ist für die nächste Zeit genug Sauce daheim, um schnell Nudeln nach der Arbeit zu machen. Gewürzt werden kann diese mit der Chilipaste. Insgesamt stelle ich gerne Würzpasten her, da sie in kleine Gläser passen, recht frisch bleiben und dem Essen einen Pfiff verleihen können. So verwende ich auch die Knobipaste und die Bärlauchpaste. Ich frage mich gerade, warum ich nur ein Pesto vorgestellt habe. Das Pesto aus Radieserlblätter ist wirklich lecker und kann auch für Möhrengrün angewandt werden, aber es gibt ja noch mehr Sorten. Bei Senf habe ich vor einiger Zeit angefangen, aber so viel verbrauche ich davon auch nicht. Hier habe ich einen Senf mit Ahornsirup und Kurkuma vorgestellt. Süßer Senf (evtl. mit Bier) und noch ein paar andere Sorten werden sicherlich folgen. Vom Gewürzessig Pique bin ich begeistert, genauso wie vom Chiliöl. Hier wird es sicherlich auch noch weitere Beiträge geben. Kräuterbutter darf ebensowenig fehlen: Löwenzahnbutter und Kräuter-, Knoblauch, Whisky- und Lavendelbutter.

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Leider ist mir irgendwann mein Sauerteig dann doch eingegangen. Ab und zu backe ich aktuell noch Semmeln, aber ich hoffe auf einen neuen Ofen, da mein aktueller nur noch miserable bäckt. Mit einem neuen gehts wieder ans Brot backen.

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Von Essen alleine kann man auch nicht leben. Nachfolgend stelle ich ein paar Getränke vor. Ähnlich wie Sauerteig kann man Milchkefir züchten. Ich mag den Milchkefir entweder als Brotzutat, als Marinade für Hähnchen, im Dressing oder ab und zu einfach als Getränk.

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Vom Wasserkefir habe ich aktuell genug, also steht er gut geparkt im Kühlschrank. Mit Wasserkefir kann man eine Art Limo herstellen. Mit den richtigen Zutaten schmeckt diese ähnlich wie Schweppes und passt gut zu Cocktails.

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Mit der Likörherstellung habe ich vor etwa 11 Jahren angefangen, als es auf ein Studententreffen ging und wir von der Hochschule zum ersten Mal dabei waren. Ich kannte ein paar Leute schon vorab und diese meinten n Likör hätt was zum mitbringen. Also habe ich die Familientradition angenommen und meine ersten Liköre selbst hergestellt. Hier auf dem Blog habe ich zu meinem Entsetzen nur 3 Liköre bisher vorgestellt:

Das wird sich sicherlich noch ändern! So geht das nicht 😀

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Hier im Bild seht ihr den Ansatz für Holundersirup. Sirup stelle ich auch aus beispielsweise Waldmeister, Johannisbeerblättern und Beeren her. Ebenso gibts ein paar Tees aus getrockneten Kräutern und Beeren, Holunderblütentee und Saft.

Kaltgepresster Heidelbeersaft

Gericht Eingemachtes, Getränk
Länder & Regionen Regional

Zutaten

  • 2,5 kg Heidelbeeren
  • 1,5 l Wasser
  • 2,5 kg Zucker
  • 50 g Zitronensäure
  • 1 Päckchen Einmachhilfe

Anleitungen

  1. Alle Zutaten bis auf Einmachhilfe in ein großes Gefäß umrühren, 24 h stehen lassen. Umrühren, 24 h stehen lassen. Am 3. Tag Flüssigkeit abseihen, Heidelbeeren nicht ausdrücken.
  2. Flüssigkeit erwärmen, Einsiedehilfe dazu, abfüllen, kühl und dunkel lagern. Mindestens 18 Monate haltbar - wenn sauber gearbeitet wurde.

Rezept-Anmerkungen

Das kann man natürlich auch mit anderen Beeren machen, wobei der Anteil an Zitronensäure variiert. Beispielsweise benötigen Johannisbeeren etwas weniger. Bei Erdbeeren werden auf 3 kg Erdbeeren etwa 25 g Zitronensäure und 2 kg Zucker hinzugegeben.

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Wieder zurück beim Essen. Gnocchi und Knödel habe ich noch nie fertig gekauft, bei Nudeln bin ich noch zu faul.

Ich merke gerade, dass ich die selbst gemachten Schupfnudeln nie vorgestellt habe. Schande auf mein Haupt.

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Pudding stelle ich seit dem Studium ohne Puddingpulver her. Zu meiner Schande muss ich feststellen, dass ich das Rezept hier auch nie vorgestellt habe.

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Ich habe bisher einmal selbst gebeizten Lachs gemacht und würd ihn auch nicht mehr fertig kaufen. Kaum Aufwand und schmeckt besser.

Zusätzlich habe ich ein paar Sachen ausprobiert, die ich entweder aktuell nicht mehr mache oder einfach nur probieren wollte.

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Darunter fällt Eis. Ich hatte ein paar Jahre eine eigene Eismaschine, die ich intensivst nutzte bis sie kaputt ging. Ich habe dann einen Eiskurs besucht, der mir sehr gut gefiel. Wenn ich mal eine Küche mit mehr Platz habe, gibts eine gscheide Eismaschine. Solange muss ich mit Steckerleis überleben.

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Ich besuche gerne Kochkurse bei der VHS, da sie verhältnismäßig günstig sind und man doch einiges lernen kann. Einer der Kurse ging um die Käseherstellung. Daheim habe ich auch ein, zwei Mal Käse hergestellt, aber danach war mir die Ausbeute zu gering und es gibt guten Käse zu kaufen.

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Beim Räuchern schlug ebenfalls das Platzproblem zu. Der geräucherte Fisch, die Zwiebeln und das Ei haben mir gefallen, aber wo hinstellen?

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Dazu habe ich zwei Braukurse besucht und auch mal selbst ausprobiert. Ebenfalls: Platz sowie Zeit. Vielleicht mal wieder… An anderen Getränken gabs Kwas (naja) und Fruchtwein. Fruchtwein und Met würde ich gern wieder herstellen, wenn mehr Platz vorhanden ist. So macht das aktuell wenig Sinn.

Hinter den Kulissen: Selbst gemacht

Zu guter Letzt kommt das Wursten, wo ich einmal zugeschaut habe. Wenn mehr Platz in der Küche ist und ich eine Küchenmaschine mein Eigen nennen kann, werde ich das auch angreifen. Aber so bleibt das erst einmal eine schöne Erinnerung.

Ich denke die Aufzählung zeigt, dass ich einiges selbst mache. Natürlich bin auch einmal zu faul und wenn ich gute Qualität, z.B. bei Brot, erhalte, dann kaufe ich auch gerne die Lebensmittel. Trotzdem finde ich es gut, wenn man weiß, wie was hergestellt wird. Wenn es für daheim zu kompliziert ist, schadet auch eine Betriebsbesichtigung nicht. So war ich in München u.a. bereits bei einer Bäckerei, einer Kaffeerösterei, einer Mühle, der Großmarkthalle und einem Fettverarbeiter.

Du magst vielleicht auch

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.