Landesinformationen
Quick Facts
- Amtlicher Name: Italienische Republik
- Einwohner: knapp 59 Millionen (Schätzung 2026)
- Hauptstadt: Rom
- Amtssprache: Italienisch
- Religion: Katholisch
- Währung: Euro
- Beste Reisezeit:
- Süditalien: Herbst bis Frühling, wobei Winter nicht immer/überall praktisch ist
- Mittelitalien: Frühling und Herbst
- Norditalien: ganzjährig (je nach Aktivität)
- Baden: Sommer
Die Besiedelung Italiens startete bereits sehr früh. Durch schriftliche Quellen ist erst die Besiedlung durch italische Völker belegt. Neben ihnen erlebte die Kultur der Etrusker um 600 v. Chr. ihre Blütezeit. Einzelne Überreste aus der Zeit der Etrusker finden sich auch heutzutage noch, bspw. in Benevento. Im 8. Jahrhundert v. Chr. begann die griechische Kolonisation von Süditalien, während an der Westküste Siziliens Phönizier (siehe Karthago im heutigen Tunesien) siedelten. Ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. expandierte Rom. Beispielsweise wurden Korinth und Karthago zerstört, der Mittelmeerraum und später Teile von Mittel- und Nordeuropa erobert. Sizilien und Sardinien wurden durch Kaiser Diokletians Gebietsreform dem Mutterland Italien angegliedert. Die Halbinsel bildete damit das Zentrum des Römischen Reiches, welches mehr oder weniger bis zum Untergang Westroms um das Jahr 476 bestehen blieb. Das Christentum setzte sich im 4. Jahrhundert als Staatsreligion durch. Überbleibsel der Anfangszeit des Christentums in Italien und des damals gut ausgebauten Straßennetzes finden sich u.a. in Rom.
Nach dem Einfall der Goten und der Langobarden grob am Anfang des Frühmittelalters zersplitterte das Land in viele Herrschaftsgebiete. Im 8. und 9. Jahrhundert dominierten die Franken, auch wenn sich schließlich ein eigenes Königreich Italien entwickelte. Seit Otto dem Großen gehörte Italien überwiegend zum Heiligen Römischen Reich. Der Süden blieb lange byzantinisch, bevor die Araber diese Gebiete eroberten. Doch auch der Norden blieb nicht verschont. Hier eroberten Normannen Teile des Landes. Durch den Aufschwung von Handel und Verkehr gewannen die Städte Norditaliens zunehmende Selbstständigkeit. Nach dem Untergang der Staufer konnte die Reichsgewalt in Italien nicht erneuert werden. Der Süden wurde von der französischen Dynastie der Anjou beherrscht, während der Norden in mehrere selbstständige Städte mit Umland zerfiel. Im 14. und 15. Jahrhundert entstanden schließlich mächtige Stadtstaaten, wie das Herzogtum Mailand, die Republiken Venedig und Florenz und das Königreich Neapel.
Der Niedergang Italiens begann nach der Entdeckung Amerikas, wodurch sich der Handel in die Überseekolonien verlagerte. Zugleich übernahm das osmanische Reich zunehmend die Kontrolle über das Mittelmeer. Italien wurde anschließend der politische Spielball anderer Mächte. Zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert stand der Großteil Italiens unter Fremdherrschaft. Der italienischen Nationalbewegung gelang in drei Unabhängigkeitskriegen zwischen 1848 und 1870 die Vereinigung Italiens. Rom wurde im Jahr 1870 eingenommen und im Jahr darauf die Hauptstadt des Landes.
Nach dem Ersten Weltkrieg, abwechselnd auf beiden Seiten der Kriegsparteien, übernahm Benito Mussolini nach dem Marsch auf Rom die Macht des nun totalitären Staates. Im Zweiten Weltkrieg stellte sich Italien bis zum Italienfeldzug der Westallierten auf die Seite von Deutschland. Die folgende Besetzung Italiens durch das Deutsche Reich erfolgte durch Widerstände v.a. in Norditalien. Nach dem Kriegsende verlor Italien mehr oder weniger schnell alle Kolonien.
Sehenswürdigkeiten und bekannte Orte
Der Großteil Italiens liegt auf der Apenninenhalbinsel, die an einen Stiefel erinnert. Der Stiefel ist auf drei Seiten vom Mittelmeer umgeben. Die gesamte Küstenlänge beträgt 7600 km, was zum Baden einlädt und für mehrere schöne Küstenabschnitte (z.B. Amalfiküste) sorgt. Zudem sind Rom, Neapel und die italienischen Inseln wie Sizilien beliebte Reiseziele. Nördlich davon liegt die Po-Ebene, die den Hauptteil der dicht besiedelten norditalienischen Tiefebene mit mehreren bekannten Städten wie Turin, Verona, Mailand, Padua oder Parma ausmacht. Im Norden liegen die Alpen mit Möglichkeiten zum Wandern und Wintersport und mehrere Seen, bspw. der Gardasee. An mehreren Stellen wird die Geschichte des Landes sichtbar, bspw. in Rom, Pompeji, in der Toskana (bspw. die mittelalterliche Stadt Siena) oder in Venedig.
Kulinarisches
Pizza, Pasta und Wein kann jeder nennen, jedoch bietet Italien mehr, inklusive regionaler Spezialitäten. In Benevento fand ich häufiger die Kombination aus Mortadella und Pistazien, wie im Foto zu sehen, aber auch regionalen Käse. In Rom kann man in wenigen Restaurants noch Innereien essen und Neapel ist für seine Pizza und gebackene Meeresfrüchte bekannt. In der Toskana findet man weiße Bolognese, während Südtirol eher herzhaft mit bspw. Speckknödeln und Vinschgauer unterwegs ist.
Traditionell bei großen Festen gibt es eine mehrteilige Menüfolge, bestehend aus Antipasti wie Bruschetta, Carpaccio oder Burrata, Primo Piatto wie Pasta oder Risotto, Secondo Piatto mit Fisch oder Fleisch, und Dolce und Caffè (Espresso) und Verdauungsschnaps. Weitere Klassiker sind Polenta, Minestrone, Ossobuco oder Saltimbocca.
Fortbewegungsmittel
Auf meinen Reisen nutzte ich v.a. Züge. In Rom kam ich zu Fuß, mit Metro (aufpassen auf Taschendiebe) und Bus voran.
Berichte
Hier findet ihr die Berichte dazu:









