Niederlande

Amsterdam

Landesinformationen

Quick Facts

  • Amtlicher Name: Niederlande
  • Einwohner: 18 Millionen (2026)
  • Hauptstadt: Amsterdam
  • Amtssprache: Niederländisch
    • regional auch Westfriesisch (Provinz Friesland), Papiamentu (Bonaire) und Englisch (Sint Eustatius und Saba)
  • Religion: –
  • Währung: Euro
  • Beste Reisezeit: ganzjährig je nach Aktivität

Nach der Aufteilung des Frankenreiches gehörten die niederen Lande zum ostfränkischen Königreich und anschließend zum Heiligen Römischen Reich. Unter Kaiser Karl V. umfasste das Land auch das heutige Belgien und Teile Nordfrankreichs und Westdeutschlands. Nach der Abdankung Karls fiel das Gebiet an die spanischen Habsburger. Im Jahr 1566 kam es zu mehreren Aufständen, die religiöse, politische und wirtschaftliche Ursachen hatten. Philipp II. versuchte mit dem Herzog von Alba den Aufstand zu unterdrücken, was misslang. Wilhelm von Oranien erhielt durch diese Maßnahmen mehr Zulauf. In den folgenden Jahren schlossen sich die anderen niederländischen Provinzen dem Aufstand an. Der Graben zwischen spanientreuen Katholiken und radikalen Calvinisten war jedoch zu tief. die calvinistischen Provinzen von Holland, Zeeland und Utrecht schlossen sich im Jahr 1579 zum Verteidigungsbündnis Utrecher Union zusammen. Zwei Jahre später erklärte die Union ihre Unabhängigkeit von der spanischen Krone. Nach einem 80-jährigen Krieg wurde diese von Spanien anerkannt. Diese Anerkennung am 15. Mai 1648 gilt als Geburtstag der heutigen Niederlande. Die südliche Niederlande, was heutzutage Belgien ist, blieb hingegen bei Spanien.

In der Folge wuchsen die Niederlande zur größten Handels- und Wirtschaftsmacht des 17. Jahrhunderts. Während dieser Zeit wurden von zwei Aktiengesellschaften Handelsposten auf der ganzen Welt errichtet. Beispiele sind Nieuw Amsterdam (dem heutigen New York), Niederländisch-Indien (heute Indonesien) und Suriname. Zugleich beteiligte sich die Niederlande am Sklavenhandel. Das goldene Zeitalter ging einher mit einer kulturellen Blütezeit, die Maler wie Rembrandt van Rijn und Johannes Vermeer, Philosophen und Wissenschaftler hervorbrachte.

Die Niederlande wurde im Jahr 1810 von Napoleon Bonaparte einverleibt. Drei Jahre später erhielt es seine Unabhängigkeit wieder. Im Wiener Kongress kam zudem das heutige Belgien zu den Niederlande, welches nach einer Revolution im Jahr 1830 seine Unabhängigkeit erhielt.

Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs versuchte Niederlande zunächst neutral zu bleiben, jedoch befahl Hitler die Okkupation Belgiens und der Niederlande. Ausschlaggebend für die Aufgabe der Niederlande war das Bombardement auf Rotterdam. Nach der Invasion kam es zu Judenverfolgungen. Das bekannteste Beispiel dürfte Anne Frank sein. Während des Weltkriegs verlor die Niederlande auch Indonesien.

Sehenswürdigkeiten und bekannte Orte

Kinderdijk

Ungefähr die Hälfte des Landes liegt weniger als einen Meter über dem Meeresspiegel. Rund ein Viertel des Landes liegt sogar darunter. Daher ist die Entwässerung dieser Gebiete so wichtig. Früher wurden hierfür Windpumpen wie in Kinderdijk (siehe Foto, UNESCO-Welterbe) eingesetzt. Windmühlen wie in Zaanse Schans wiederum mahlten Korn oder wurden für andere Zwecke eingesetzt. Die flachen Gebiete werden meist durch Deiche vor Sturmfluten geschützt. Entsprechend der langen Küstenlinie gibt mehrere Natursehenswürdigkeiten, wie die Fluss- und Sumpflandschaft De Hollandse Biesbosch, und genug Strände, die für Sommerurlauber von Interesse sind. Keukenhof ist einer der größten Frühlingsgärten der Welt, in dem Millionen von Tulpen, Narzissen und Hyazinthen blühen.

Daneben haben sich mehrere Städte entwickelt. Die Hauptstadt Amsterdam ist weltberühmt für ihr Grachtensystem aus dem 17. Jahrhundert, welches zum UNESCO-Welterbe zählt. Zudem sind das Anne-Frank-Haus, das Rijksmuseum, das Van-Gogh-Museum und der Bloemenmarkt weitere wichtige Sehenswürdigkeiten. Ich kann zudem die portugiesische Synagoge und das Joods Historisch Museum empfehlen. Ein ähnliches Grachtensystem, nur in kleiner und mit deutlich weniger Touristen, hat Utrecht. Rotterdam ist bekannt für seine moderne Architektur, die auch auf die Markthalle zutrifft. Als Regierungssitz beherbergt Den Haag den Binnenhof und das Museum Maritshuis. Chinatown kann ich in Den Haag empfehlen. Direkt an der Küste liegt Scheveningen mit Strand und Seebrücke. Zwischen Den Haag und Rotterdam liegt Delft, bekannt als Produktionsstandort der blauweißen Delfter Keramiken. In der Oude Kerke wurde Jahnnes Vermeer beerdigt. In der Nieuwe Kerk liegen Gräber des Königshauses Oraniens.

Kulinarisches

 

Amsterdam

Ursprünglich unterscheidet sich die niederländische Küche nicht so stark von der deutschen. Kartoffeln, Gemüse und Würste spielten (und spielen noch) eine große Rolle. Zudem sind Milch, Butter, Käse, Fleisch und Fisch wichtige Bestandteile der Küche. Natürlich gibt es auch hier regionale Besonderheiten basierend auf der geografischen Lage.

Am bekanntesten sind frieten oder patat mit verschiedenen Soßen, wie Mayonnaise und Erdnusssoße mit Zwiebeln. Mit dem Zugang zum Meer sind bspw. Matjes und Kibbeling beliebt. Eintöpfe, Suppen und frittierte Speisen finden sich immer. Zudem gibt es verschiedene Käsesorten, wie Gouda, und Süßspeisen, wie Stroopwafels, Poffertjes und Vla.

Beim Frühstück im Hotel kann man bspw. Erdnussbutter (pindakaas, schmeckt anders als in Deutschland) und (Schoko)streusel und -flocken (hagelslag und vlokken) wählen. Mittags, zumindest bei meinen Terminen, gab es üblicherweise Sandwiches. Das Abendessen fiel dafür herzhafter aus. Ein Abendbrot gibt es wohl eher in ländlich geprägten Regionen.

Durch die Kolonialvergangenheit kamen kulinarische Einflüsse der ehemaligen Kolonien ins Land. Dies ist bspw. in Amsterdam stark zu sehen. Während Projektkollegen in die indonesischen Restaurants zogen, bevorzugte ich einen Imbiss mit Essen aus Suriname. Fertige Sataysauce kann im Supermarkt in großen Größen erstanden werden. Zudem entstand Fusion Küche, wie an nasibal oder bamibal, also Nasi Goreng bzw. Bami Goreng in Frikadellenform zu sehen.

Fortbewegungsmittel

Ich nutzte vor Ort öffentliche Verkehrsmittel, d.h. zwischen den Orten Züge und innerorts Busse, Straßenbahnen und teils Boote. Mit OV-Chipkaart und inzwischen OVpay ist das Bezahlen der Tickets sehr einfach.

Berichte

Hier findet ihr meine Berichte dazu: