Landesinformationen
Quick Facts
- Amtlicher Name: Vereinigte Staaten von Amerika
- Einwohner: 341 Millionen (2025)
- Hauptstadt: Washington, D.C.
- Amtssprache: Englisch
- Religion: am ehesten christlich
- Währung: US-Dollar (USD)
- Beste Reisezeit: ganzjährig, je nach Aktivität
Erste menschliche Spuren von vor 12.000 bis 14.000 Jahren finden sich in Alaska. Durch die Weißen eingeschleppte Krankheiten dezimierten die Bevölkerung in großem Maßstab. Zudem wurde die Bevölkerung durch die vielen Kriege, die verschiedene Nationen gegen sie führten, reduziert. Vor allem die Kämpfe unter Cochise (1861-1874), der Sioux (1862), der Lakota (1866-1867) und der Apachen (bis 1886) und einzelne Schlachten, wie die am Little Bighorn oder das Massaker von Wounded Knee (1890), sind bekannt. Der Pelzhandel wirkte sich auf die Stämme, die als Jäger und Anbieter auftraten, und deren Nachbarn durch den Erwerb von Waffen und die Entwicklung von Handelsmonopolen der in der Nähe der Handelsstützpunkte aus.
Die erste europäische Siedlung wurde im Jahr 1565 von den Spaniern in St. Augustine, Florida gegründet. Die Ankunft des Auswandererschiffs Mayflower in Plymouth im Jahr 1620 gilt als symbolisches Datum. Außer den Briten konnten nur Franzosen und Spanier dauerhafte politische Bedeutung erringen, wobei sich die Spanier v.a. auf Mittel- und Südamerika konzentrierten und Florida mehr eine strategische Rolle spielte und Frankreich v.a. im heutigen Kanada vertreten war. Nach den Kriegen mit Frankreich fielen die meisten Territorien an Großbritannien. Spanien musste Florida abtreten und erhielt zum Ausgleich das französische Gebiet westlich des Mississippi.
Die britische Regierung forderte, dass die Kolonisten einen höheren Anteil an den Kosten der Nachkriegsordnung tragen sollten. Die Kolonisten wehrten sich dagegen. Mehrere als ungerecht empfundene Steuern wie der Sugar Act und eine Teesteuer ärgerten die Kolonisten. Es kam zu Boykotten und Widerstandsaktionen, wie der Boston Tea Party. Britische Soldaten lösten im Jahr 1775 den Unabhängigkeitskrieg aus, als sie ein koloniales Waffenlager aushoben. Am 4. Juli 1776 verkündeten die ehemaligen Kolonien die Unabhängigkeit. Frankreich unterstützte die Aufständischen mit Waffen, was mit dazu führte, dass die USA siegte und das britische Empire die Unabhängigkeit anerkannte. Im Jahr 1787 wurde in Philadelphia die zweite Verfassung der Vereinigten Staaten unterzeichnet. Sie ist die zweitälteste noch gültige republikanische Staatsverfassung (die Verfassung von San Marino aus dem Jahr 1600 ist älter). Erster Präsident wurde Washington, der General des Unabhängigkeitskrieges.
Die Entwicklung wurde nachfolgend v.a. von einem raschen territorialen Wachstum und der weiteren Landnahme zu Lasten der Indianer und von der Auseinandersetzung um die Sklaverei bestimmt. Die Indianerpolitik wurde ab dem Jahr 1820 aggressiver. Mit dem Indian Removal Act und dem darauf folgenden Pfad der Tränen begann eine Jahrzehnte dauernde gewaltsame Landnahme und Besiedlung. Erst im Jahr 1924 erhielten die First Nations volle Bürgerrechte. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- (traditionell Plantagen) von den Nordstaaten, was letztlich zum Sezessionskrieg (1861–1865) führte, in dem die Nordstaaten als Sieger hervorgingen und die Sklaverei gesetzlich abgeschafft wurde. Dies sorgte für eine Industrialisierung des Landes.
Sehenswürdigkeiten und bekannte Orte
Die USA ist zu groß, um jede Sehenswürdigkeit zu nennen. Neben bekannten Routen wie der Route 66 und dem Oregon Trail gibt es über 60 Nationalparks, wie den Acadia National Park, den Everglades National Park (wo das Foto entstand), den Glacier National Park, den Grand Canyon National Park, den Redwood National Park, den Yellowstone National Park und den Yosemite National Park.
Zum UNESCO-Welterbe zählen einige der Nationalparks (u.a. Yellowstone, Mesa Verde, Grand Canyon, Everglades und Redwood), die Independence Hall, die staatliche Geschichtsstätte Cahokia Mounds, La Fortaleza und die historische Stätte San Juan in Puerto Rico, die Freiheitsstatue, mehrere Stätte mit der Chaco-Kultur, Monticello und die Universität von Virginia in Charlottesville, Taos Pueblo, der internationale Friedenspark Waterton Glacier, Papahānaumokuākea, die Monumentale Erdwerke von Poverty Point, die Missionsstationen in San Antonio, die zeremoniellen Erdwerke von Hopewell und das nationale Wildtierschutzgebiet Okefenokee.
Bekannte Städte sind New York, Boston, San Francisco, San Diego, Dallas, Houston, Miami, Orlando, Washington, Honolulu und Chicago. Diese und weitere Städte haben entsprechende Sehenswürdigkeiten, wie die Freiheitsstatue in und Ellis Island bei New York.
Die Kreuzfahrt mit Start in Montréal führte mich bis nach New York:
Kulinarisches
Die Fastfood-Küche mit Hamburgern, Pommes Frites und literweise Coca Cola, alternativ mit Pizza und Cola, markiert das untere Ende dessen, was das Land in kulinarisch zu bieten hat. Die Faustregel, dass das Angebot an interessanten Lebensmitteln und Restaurants umso größer ist, je mehr Ausländer, Akademiker und Reiche an einem Ort leben, kann helfen, seine Reise zu gestalten. Die USA sind darüber hinaus ein Einwanderungsland, wodurch man die Küche anderer Länder auch probieren kann. Chinatowns bilden hierbei nur eine Möglichkeit von mehreren. Aus der jüdischen Tradition fanden Bagels Eingang in die Frühstücks- und Snackküche. Weitere Gerichte v.a. fürs Abendessen sind Mac’n’Cheese, Fettuccine Alfredo, Buffalo Wings, Salisbury Steak, Pulled Pork und Sloppy Joe. Die BBQ-Tradition darf natürlich nicht fehlen.
Es gibt auch Regionalküchen wie Southern Cuisine. Typische Zutaten der Südstaatenküche sind Mais, Reis, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Kürbis, Auberginen, Okraschoten, Bohnen, Tomaten, Pfefferschoten, Brombeeren, Himbeeren und Erdnüsse. In den Südstaaten wird traditionell auch Grits (heißer Porridge aus Maisgrütze) zum Frühstück gegessen. Innerhalb der Südstaatenküche unterscheidet man zudem Louisiana Creole Cuisine und Cajun Cuisine. Unter Soul Food wird die traditionelle Küche der in den Südstaaten lebenden Afroamerikaner verstanden. Charakteristisch für die Regionalküche von Neuengland ist die Verwendung von Meeresfrüchten, Milchprodukten, Kartoffeln, Ahornsirup und Cranberrys. Die berühmteste Spezialität der Region ist New England Clam Chowder. Über verschiedene Regionen des Ostens verteilt leben rund 85.000 Pennsylvania Dutch, die meist von der Landwirtschaft leben und keine Lebensmittelkühlung kennen. Ihr Brot (und Käse) sind bekannt. Typisch für die Küche des Mittleren Westens sind einfache, aber herzhafte Gerichte wie Kartoffel- oder Nudelauflauf, Kasserolen und Hackbraten. Die Küche des amerikanischen Südwestens, bspw. Tex-Mex, ist deutlich von der mexikanischen Küche beeinflusst.
Ich persönlich nutzte eine Mischung aus Whole Foods, Chinatown, Steakrestaurants und ausgewählte Restaurants. Nachgekocht habe ich einen Süßkartoffel-Auflauf mit Marshmallows, Cinnamon Roll Pancakes, ein Pineapple Hotdog, fermentierte Tomatensalsa, Coconut Shrimps, Pulled Pork, einen Pilz-Reis-Eintopf mit Hackfleisch, einen Chili-Cheese-Burger, Nutella stuffed Pancakes, Philly Cheesesteak und ein wenig was aus der Cajun-Küche.
Fortbewegungsmittel
In vielen Gebieten kommt man ohne Auto kaum auskommen. Mit Amtrak kann man in 46 der 50 Bundesstaaten langsam reisen. Alternativ fahren Busse, wie die von Greyhound.
Es gibt Städte mit einem ausgebauten Nahverkehrssystem. Tendenziell haben Städte im Norden und Osten sowie an der Küste besseres ÖPNV. Busse haben in den USA einen notorisch schlechten Ruf.
Berichte
Hier findet ihr meine Berichte zu den USA:
- Urlaub: 70.000 tons of Metal

- Urlaub: New York – Kreuzfahrt

- Urlaub: Boston – Kreuzfahrt

- Urlaub: Bar Harbor – Kreuzfahrt

- Urlaub: Miami – Bier

- Urlaub: Miami – Ausflüge

- Urlaub: Miami – Essen

- Urlaub: Cleveland Teil 3: Butcher and the Brewer

- Urlaub: Cleveland Teil 2: Urban Farmer Steakhouse

- Urlaub: Cleveland Teil 1




