Island

Island

Landesinformationen

Quick Facts

  • Amtlicher Name: Island
  • Einwohner: knapp 400.000 (2026)
  • Hauptstadt: Reykjavik
  • Amtssprache: Isländisch
  • Religion: Evangelisch-lutherisch
  • Währung: Isländische Krone (ISK)
  • Beste Reisezeit: ganzjährig je nach Aktivität

Als Entdecker Islands gilt der schwedische Wikinger Gardar Svavarsson, der um das Jahr 870 in Húsavík überwinterte. Flóki Vilgerðarson fuhr aus, um mit Hilfe dreier Raben die Insel. Besiedelt (schriftlich festgehalten) wurde Island im späten 9. und frühen 10. Jahrhundert durch Auswanderer aus Norwegen und anderen skandinavischen Ländern sowie durch keltische Siedler. Es existieren jedoch frühere archäologische Entdeckungen.

Das Althing war als Versammlung gleichgestellter Goden zusammen mit dem färöischen Løgting eines der ersten parlamentarischen Systeme in Europa. Die Versammlung fand jährlich in Þingvellir statt. Das eigentliche Entscheidungsorgan war die Lögrétta, die Versammlung der Goden, in der nach zuvor stattgefundenen Diskussionen Gesetze bestimmt und Recht gesprochen wurden. Das Godentum endete erst mit der Unterwerfung durch die Norweger im Jahr 1262.

Im Jahr 1380 kam Norwegen unter dänische Herrschaft, war damit Mitglied der kurz darauf entstandenen Kalmarer Union und wurde später reformiert. Lange blockierten die jeweiligen Herrscher die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Im Jahr 1904 gewährte Dänemark den Isländern die Autonomie. Die Souveränität folgte 14 Jahre später nach einem Referendum.

Nach der Besetzung Dänemarks besetzten britische Truppen im Mai 1940 Island unter Verletzung seiner Neutralität. Dies hatte das Ziel, die befürchtete Invasion durch das Deutsche Reich zu vereiteln. Die Briten bauten den Reykjavík Flughafen, der heute noch als Inlandsflughafen genutzt wird. Noch vor dem Kriegseintritt der USA wurden die Britten von Truppen der U.S. Army verstärkt und letztlich ersetzt. Diese errichteten den Flughafen Keflavík, der international genutzt wird. Am 17. Juni 1944 wurde die Republik Island ausgerufen, während Dänemark noch unter deutscher Besatzung stand.

Sehenswürdigkeiten und bekannte Orte

Island

Þingvellir als traditioneller Versammlungsort des Althing wurde im Jahr 1928 zum Nationalpark und im Jahr 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Stätte gehört zu dem bei Besuchern beliebten Golden Circle, die einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands als Tagestour von Reykjavik abdeckt. Neben Þingvellir werden der Wasserfall Gullfoss und das Geothermalgebiet in Haukadalur mit seinen Geysiren besucht. Island verfügt über drei weitere Nationalparks: Snæfellsjökull-Nationalpark am gleichnamigen Gletschervulkan in Westisland, Vatnajökull-Nationalpark im Süden und der Jökulsárgljúfur-Nationalpark im Nordosten.

Vulkane und Gletscher – wie Fire and Ice – sind nicht nur wegen Sperrungen des Luftraumes bekannt, sondern auch bei Besuchern beliebt. Geographisch gehört Island zu Nordeuropa, geologisch zugleich zu Europa und Nordamerika, was eben auch das Fire auslöst. Neben dem bereits erwähnten Snæfellsjökull-Nationalpark können der Mývatn-See um den nördlichen Vulkan Krafla und die Gletscherschilde Langjökull, Vatnajökull und Mýrdalsjökull besucht werden. Zwischen Keflavík Airport und Grindavík auf der Halbinsel Reykjaness liegt die künstliche Blaue Lagune (Bláa Lónið) in einem Lavafeld. Wer will, kann in Lavahöhlen klettern. In der Seltún Geothermal Area zeigt sich ebenfalls deutlich, dass die Vulkane noch aktiv sind.

Im Hochland kann das bunte Gestein von Landmannalaugar und Kerlingarfjöll bestaunt werden, mehrere Pässe überqueren und den Ausblick genießen und beispielsweise in den West- und Ostfjorde wandern gehen. Im Winter kann man bei Ísafjörður und Neskaupstaður Ski fahren. Zudem hat man (noch) einen Vorteil: weniger Touristen.

Tierbeobachtungen sind an mehreren Orten möglich. Walbeobachtungen sind v.a. von Reykjavík und Húsavík aus möglich. Polarfüchse leben im ganzen Land, wobei um den Berg Ingólfsjall im Süden besonders viele leben. Rentiere leben im östlichen Hochland auf den Hochebenen. Der Mývatn-See und Vogelfelsen wie Látrabjarg in den Westfjorden sind besonders geeignet für Vogelbeobachtungen. Im Winter können bei passenden Bedingungen auch Polarlichter beobachtet werden. Von Reykjavik aus werden verschiedene Touren angeboten, teils mit der Möglichkeit, am nächsten Tag es nochmal zu versuchen, sollte man Pech gehabt haben.

Zu guter Letzt bietet die Hauptstadt Reykjavik auch Kultur und Sehenswürdigkeiten: Hallgrimskirja, Reykjavík Maritime Museum, The Settlement Exhibition, Perlan, Konzerthaus Harpa, Insel Viðey und das Höfði-Haus, in dem sich Ronald Reagan und Michail Gorbatschow trafen, um ein paar Beispiele zu nennen.

Kulinarisches

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Der Inselstaat befindet sich südöstlich von Grönland, westlich von Norwegen und nordwestlich von Färöer, Großbritannien und Irland. Das Land ist von Meer (Grönlandsee, Nordmeer und Nordatlantik) umgeben, wodurch Fisch und Meeresfrüchte wichtige Lebensmittel darstellen. Ein Beispiel hierfür ist der Fischeintopf Plokkfiskur. Humar bezeichnet den isländischen Hummer oder Kaisergranat, den ich wie im Foto zu sehen als Suppe genoss. Harðfiskur ist plattgedrückter Fisch, der auf Holzgestellten getrocknet und in Supermärkten und selbst in Tankstellen (als Snack) verkauft wird. Etwas gewöhnungsbedürftig ist Hákarl, fermentiertes Haifleisch, den man als Tourist mit Brennivin (Schnaps) probieren kann, wobei Skata, also fermentierter Rochen schlimmer stinkt.

Aufgrund des warmen Golfstroms ist das Klima in Island milder als man es für diese Breitengrade vermuten würde. Die Winter sind vergleichsweise mild und die Sommer eher kühl. Dies hat natürlich Auswirkungen auf die Vegetation und damit auf die Küche des Landes. Traditionell baut die Küche neben Fisch auf Lammfleisch (z.B. als kräfte Suppe Kjötsúpa) und Milchprodukte, wie den inzwischen auch in Deutschland erhältlichen Skyr und leckeres Eis. Auch typisch ist das süßliche Roggenbrot Rúgbrað. Um Weihnachten kann man zudem Laufabrauð, eine Art Blattbrot, (und Malt og Appelsin) probieren.

Durch Erdwärme aufgeheiztes Wasser wird auch für Gewächshäuser genutzt, wodurch mehr und verschiedeneres Obst (u.a. Bananen) und Gemüse angebaut werden kann. Wie in anderen nördlichen Ländern wird in Island gerne Kaffee getrunken. Häufig konnte ich noch Filterkaffee kostenlos nachgeschenkt bekommen. Dazu passen Gebäck oder Pfannkuchen, wie Lummur.

Fortbewegungsmittel

Ich nutzte v.a. Tourbusse und normale Busse. Beliebt ist die Rundreise mit eigenem Fahrzeug. Zudem können öffentliche Verkehrsmittel (Busse), Flugzeuge und Schiffe genutzt werden.

Berichte

Hier findet ihr meine Berichte dazu: