Kambodscha

Koh Rong Samloem

Landesinformationen

Quick Facts

  • Amtlicher Name: Königreich Kambodscha
  • Einwohner: 17,8 Millionen (Schätzung 2025)
  • Hauptstadt: Phnom Penh
  • Amtssprache: Khmer
  • Religion: v.a. Buddhismus
  • Währung: Riel (KHR) und parallel US-Dollar (USD)
  • Beste Reisezeit: November bis Februar (Trockenzeit)

Das Königreich Kambodscha liegt am Golf von Thailand zwischen den Nachbarländern Thailand, Laos und Vietnam. Die Hauptstadt Phnom Penh selbst befindet sich am Fluss Tonle Sap, der in den Mekong mündet. Das Landschaftsbild ist durch eine Zentralebene geprägt, die zumindest teilweise von Gebirgen umrahmt ist. Im Westen Kambodschas in der Nähe von Siem Reap, bekannt durch Angkor, liegt der See Tonle Sap.

Das Land Kambodscha ist aus dem Reich Kambuja hervorgegangen, welches seine Blüte vom 9. bis zum 15. Jahrhundert hatte. Seine Ruinen – neben Angkor auch Roluos, Banteay Srei, Preah Vihear und die noch älteren in Sambor Prei Kuk – wurden ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen und können von Siem Reap aus besichtigt werden.

Kambodscha kam 1863 unter französische Vorherrschaft und wurde anschließend ein Teil von Französisch-Indochina. Die Unabhängigkeit verlief zunächst ruhig, jedoch wurde das Land nach einem Militärputsch im Jahr 1970 in den Zweiten Indochinakrieg hineingezogen, gefolgt von der Schreckensherrschaft der Roten Khmer. Diese wurden 1979 von vietnamesischen Truppen entmachtet, woraufhin Kambodscha zehn Jahre von Vietnam besetzt wurde. Ab 1989 erfolgte der Neuaufbau staatlicher Strukturen, die 1993 in einer neuen Verfassung und der Wiederherstellung der Monarchie mündeten. Kambodscha wies vor dem Bürgerkrieg den höchsten Lebensstandard Südostasien auf, blieb jedoch trotz eines Aufschwungs eines der ärmsten seit dem Neuaufbau. Noch heute liegen viele Landminen versteckt im Boden.

Sehenswürdigkeiten und bekannte Orte

Angkor Wat

Das gefühlt beliebteste Touristenziel ist Angkor, was viele Menschen zunächst mit Angkor Wat gleichsetzen, auch wenn Angkor Wat „nur“ die bekannteste Tempelanlage in der Region Angkor ist. Auf einer Gesamtfläche von über 200 km² – des UNESCO-Weltkulturerbe sieht etwa 400 km² – wurden nacheinander verschiedene Hauptstädte mit jeweils einem Haupttempel im Zentrum errichtet. Angkor wurde im Jahr 1992 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen und die wichtigsten Haupttempel werden üblicherweise in zwei Rundwegen besichtigt. Als Ausgangspunkt eignet sich die Stadt Siem Reap, die neben Angkor noch weitere Dinge wie das APOPO Visitor Center und den Tonle Sap in der Nähe zu bieten hat.

Die Hauptstadt Phnom Penh bietet die Gelegenheit, mehr über die Schreckensherrschaft der Roten Khmer zu erfahren. Ein Besuch des Tuol-Sleng-Genozid-Museums und der Killing Fields von Choeung Ek werden häufig gemeinsam als Tour angeboten.

Ferner ist Battambang als drittgrößte Stadt des Landes ein eher ländliches Ziel mit Bamboo Train und der Beobachtung von Fledermäusen. Sihanoukville ist Ausgangspunkt für Fahrten auf die Inseln Koh Rong, Koh Rong Samloem oder die weniger besuchten wie Koh Ta Kiev und Bamboo Island.

Meine Route durch Kambodscha kannst du hier nachlesen.

Kulinarisches

Die kambodschanische Küche ist ähnlich wie in den Nachbarländern von frischen Kräutern, Reis und Gewürzen geprägt, aber im Vergleich weniger scharf, eher etwas säuerlich. Natürlich ist ein Einfluss aus der französischen Besatzungszeit sowie aus der Zeit unter vietnamesischer Herrschaft bemerkbar. Reis ist ein Grundnahrungsmittel, aber auch Baguettes und Nudeln können gekauft werden.

Krabbe als Gericht

Besonders bekannt ist Amok, ein Currygericht, welches beispielsweise mit Fisch oder Huhn zubereitet wird. Mir persönlich in guter Erinnerung ist Beef Lok Lak, Rindfleischstreifen oder -würfel mit Salat, fein gewürzt. Prahok (und irgendwie auch Mam und Toek Trei) ist das Äquivalent zur vietnamesischen Fischsauce, Kapi ist eine fermentierte Shrimpsauce, daneben gibt es weitere fermentierte Saucen. An der Küste in und um Kep werden u.a. auch Krabben serviert. In der Umgebung von Kampot werden, wie der Name es vermuten lässt, Kampot Pfeffer und andere Pfefferarten angebaut und verarbeitet. Die Cardamom Mountains sind bekannt für ihren wilden Kardamom. Zum Frühstück hatte ich mehrfach Omelette und frisches Obst.

Fortbewegungsmittel

Das klassischste Fortbewegungsmittel zwischen Orten ist der Bus. Mit Virak Buntham Express machte ich gute Erfahrungen, andere Reisende waren von Giant Ibis überzeugt, den ich allerdings nicht testete. Zu den Inseln vor Sihanoukville gelangt man mit Fähren. In den Orten selbst sind Tuk Tuks beliebte Fortbewegungsmittel.

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