Landesinformationen
Quick Facts
- Amtlicher Name: Hellenische Republik
- Einwohner: etwa 10,5 Millionen (2021)
- Hauptstadt: Athen
- Amtssprache: Griechisch
- Religion: Griechisch-orthodox
- Währung: Euro
- Beste Reisezeit: je nach Aktivität
- Sightseeing und Natur: Frühling und Herbst
- Baden: Sommer
Das antike Griechenland, das über das Gebiet des heutigen Staates hinaus reichte, wird als Wiege Europas angesehen. Nach der Eroberung Konstantinopels durch Kreuzfahrer im Vierten Kreuzzug im Jahr 1204 war die Macht des byzantinischen Staates gebrochen. Das Gebiet zerfiel anschließend in zahlreiche Nachfolgestaaten, wie das Königreich Thessaloniki und das Fürstentum Achaia. Die Rückeroberung erzielte nur einen Teilerfolg. Durch die Schwäche des Byzantinischen Reiches konnten Truppen des Osmanischen Reichs zwischen zwischen den Jahren 1359 und 1451 den größten Teil Griechenlands erobern. Der Fall von Mistras zementierte die Macht.
Im Jahr 1821 kam es zur griechischen Revolution. Sechs Jahre später bildete sich eine erste griechische Regierung, die die Inselstadt Ägina zu ihrer Hauptstadt machte. Wieder zwei Jahre später zog die Regierung nach Nafplio um. Durch das Londoner Protokoll (1830) wurden Zentralgriechenland, der Peloponnes und die Kykladen zum selbstständigen Staat Griechenland erklärt. Im Jahr 1832 wurde der bayerische Prinz Otto erster König Griechenlands. Vielleicht kann sich der ein oder andere denken, woher der Ort Ottobrunn bei München seinen Namen hat. Seine Herrschaft wurde 30 Jahre später durch einen Aufstand beendet. Das osmanische Reich musste zudem im Jahr 1881 Thessalien an Griechenland abtreten. Kreta erklärte im Jahr 1908 die Union mit Griechenland, was allerdings nicht sofort überall anerkannt wurde. Die meisten Inseln, Epirus und Makedonien mit Thessaloniki gingen erst nach beiden Balkankriegen an Griechenland. Der griechisch-türkische Krieg nach dem Ersten Weltkrieg endete mit einer deutlichen griechischen Niederlage. Ein Bevölkerungsaustausch war die Folge. Nachfolgend kam es zu mehreren Umsturzversuchen, die letztlich mit dafür sorgten, dass die Monarchie abgeschafft wurde.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Griechenland von Italien angegriffen. Zunächst konnte das Land die italienischen Truppen schlagen und zurückdrängen. Mit dem Eingreifen der deutschen Wehrmacht über Jugoslawien und Bulgarien wurde der griechische Widerstand gebrochen. Griechenland hatte von allen besetzten Ländern die höchsten Besatzungskosten pro Kopf zu zahlen. Der wirtschaftliche Zusammenbruch und der Mangel an Lebensmittel führten zu einer Hungerkatastrophe. Der Zweite Weltkrieg ging in Griechenland direkt in einen Bürgerkrieg über. Zwischen den Jahren 1967 und 1974 herrschte zudem eine Militärdiktaktur im Land.
Sehenswürdigkeiten und bekannte Orte
Griechenland bietet eine Vielfalt an antiken Stätten, beeindruckender Natur und malerischen Inseln.
Fangen wir mit den antiken Stätten an. Akropolis, das Wahrzeichen der Hauptstadt Athen, thront auf einem Felshügel über der Stadt. Mich persönlich hat das Akropolis-Museum fasziniert. Das war natürlich nicht alles. Parthenon, Agora, Olympieion und viele kleinere Stätten sieht man, wenn man durch Athen geht. Das Orakel von Delphi liegt am Hang des Parnass-Gebirges. Der Geburtsort der olympischen Spiele mit Stadion und Museum findet sich auf der Peloponnes-Halbinsel. Als Ausflug (ggf. mit Übernachtung) von Thessaloniki ist die Besichtigung der Meteora-Klöster möglich. Diese mittelalterlichen Klöster thronen auf steilen Sandsteinfelsen.
Santorini dürfte inzwischen die berühmteste Insel Griechenlands sein. Sie ist bekannt für die weiß-blauen Häusern und die Caldera-Steilküste – und Touristenmassen. Ein weiteres beliebtes Ziel ist Kreta. Das ist die größte Insel, die für den minoischen Palast von Knossos, der Lagune von Balos und die Samaria-Schlucht bekannt ist. Rhodos besticht durch die mittelalterliche Altstadt von Rhodos-Stadt, die zum UNESCO-Welterbe zählt, und den Großmeisterpalast
Kulinarisches
Aufgrund der geographischen Lage zählt die griechische Küche zur mediterranen Küche. Wie so ziemlich überall existieren regionale Unterschiede. Griechenland liegt am östlichen Mittelmeer und setzt sich aus dem griechischen Festland am südlichen Ende des Balkans, der Halbinsel Peloponnes und zahlreichen Inseln zusammen. Durch die Lage am Meer sind Fisch und Meeresfrüchte ein fester Bestandteil der Küche in den Küstenregionen. Obst und Gemüse gedeihen im Süden mit milden Wintern gut. Die griechische Küche ist daher geprägt vom Verzehr von reichlich Gemüse, Meeresfrüchten und Oliven sowie Gewürzen und Kräutern. Beim Gemüse werden v.a. Tomaten, Auberginen, Kartoffeln, Bohnen, Okraschoten, Paprikaschoten und Zwiebeln genutzt. Im Gegensatz zu anderer mediterranen Küche werden Oregano, Minze, Knoblauch, Zwiebeln, Dill, Kumin und Lorbeerblätter häufiger zum Würzen verwendet. Ferner werden Käse, andere Milchprodukte, Olivenöl, Joghurt und Zitronensaft häufig eingesetzt. Viele Hauptgerichte werden im Ofen zubereitet oder die Speise wird gegrillt.
Zu den bekannten Vorspeisen zählen Zaziki, Taramosalata (Fischrogenpaste), Bauernsalat (wobei es viele verschiedene Salate gibt), Saganaki (frittierter Käse), Kalamarakia tiganita und Dolmadakia (gefüllte Weinblätter). Moussaka, Stifado, Bifteki, Gyros, Souvlaki-Spieße und Gemista (gefüllte Paprika) dürften die bekanntesten Hauptgerichte sein. Auch Kebabspieße wie im Foto findet man auf Speisekarten. Allgemein werden gerne Pommes Frites, Reis oder Kritharaki als Sättigungsbeilage angeboten. Im Winter werden Suppen gerne gegessen. Bei den Nachspeisen fallen mir sofort Joghurt mit Honig und Galaktobouriko ein. Loukoumi, Muhallebi, Loukoumades, Kok, Revani und getrocknete bzw. kandierte Früchte konnte ich vor Ort ebenfalls testen. Mastix ist eine Zutat, die bspw. bei Desserts eingesetzt wird und für einen leicht harzigen Geschmack sorgt. Man kann sogar Mastix-Kaumgummi kaufen. Ein besonderer Wein ist Retsina: ein trockener Weißwein mit Harz. Zudem dürften Ouzo und Metaxa bekannt sein.
Fortbewegungsmittel
In Athen nutzte ich die Metro, in Thessaloniki Busse. Durch die Berge hat der Zugverkehr eine geringe Priorität. Zwischen den Inseln und zum Festland verkehren zudem Schiffe und Flugzeuge.
Berichte
Hier findet ihr meine Berichte dazu:





