Liechtenstein

Vaduz

Landesinformationen

Quick Facts

  • Amtlicher Name: Fürstentum Liechtenstein
  • Einwohner: 41.000 (2025)
  • Hauptstadt: Vaduz
  • Amtssprache: Deutsch
  • Religion: Römisch-katholisch
  • Währung: Schweizer Franken (CHF)
  • Beste Reisezeit: ganzjährig, je nach Aktivität

Archäologische Funde zeigen, dass das heutige Gebiet Liechtensteins seit der Jungsteinzeit besiedelt wurde. An Talerhebungen entstanden erste Siedlunggsstätten, wie am Burghügel Gutenberg in Balzers oder am Eschnerberg. Im Jahr 15 v. Chr. eroberten die Römer unter Augustus das Gebiet und errichteten die Provinz Raetia. Im 1. Jahrhundert wurde die Heeresstraße Mailand-Bregenz errichtet, die durch Liechtenstein lief. So entstanden während der Zeit Gutshöfe und Kastelle wie in Schaan.

Mit dem Zerfall des römischen Weltreichs begann die Zuwanderungen der Alemannen. Nachfolgend kam das Gebiet ins fränkische Reich, dann ins alemannische Herzogtum und nachfolgend ins Deutsche Reich. Nach mehreren Verkaufen und Aufteilungen entstanden die Grafschaft Vaduz und die Herrschaft Schellenberg. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurden beide immer wieder Schauplatz von Kriegen und Plünderungen – und Hexenverfolgungen.

Bei einem weiteren Verkauf kamen Vaduz (1712) und Schellenberg (1699) an Fürst Hans Adam von Liechtenstein. Anschließend erteilte Kaiser Karl VI. ein Diplom, das beide Herrschaftsgebiete vereinigte und zu einem neuen Reichsfürstentum mit dem Namen Liechtenstein erhob. Die Herrscherfamilie residierte weitere 200 Jahre in ihren Schlössern und Palais in Österreich und Böhmen. Die Verwaltung von Liechtenstein, was zu dieser Zeit nur aus Bauerndörfern bestand, wurde vorerst in Feldkirch (Österreich) im Palais Liechtenstein eingerichtet.

Während der Koalitionskriege wurde Liechtenstein wiederholt von fremden Truppen besetzt, wodurch die Bevölkerung zunehmend verarmte. Beim Wiener Kongress 1814/15 wurde die Unabhängigkeit Liechtensteins bestätigt. Einen wirtschaftlichen Aufschwung brachte der im Jahr 1852 geschlossene Zollvertrag mit dem Kaisertum Österreich. Die enge Anbindung zu Österreich blieb bis zum Ersten Weltkrieg bestehen. Mit der konstitutionellen Verfassung aus dem Jahr 1862 konnte der Fürst nicht mehr uneingeschränkt herrschen.

Im Ersten Weltkrieg blieb Liechtenstein neutral, zumal die eigene Armee aus Kostengründen im Jahr 1868 aufgelöst wurde. Die Textilindustrie kam trotzdem völlig zum Erliegen, da die Alliierten die Garnzufuhr über die Schweiz verboten. Damit ging eine Verarmung der Bevölkerung einher. Nach Kriegsende wurde der Zollvertrag mit Österreich aufgelöst. Mit der Annäherung an die Schweiz wurde im Jahr 1923 der bis heute bestehende Zollvertrag mit der Schweiz geschlossen. Damit gehört das Fürstentum zum Schweizer Zollgebiet. Ein Jahr später wurde der Schweizer Franke als Landeswährung eingeführt.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich entschied sich der neu regierende Fürst Franz Josef II. seinen Wohnsitz auf das Schloss Vaduz in Liechtenstein zu verlegen. Wie im Ersten Weltkrieg blieb Liechtenstein im Zweiten Weltkrieg neutral. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges konnte sich Liechtenstein zu einem Wirtschaftsstandort entwickeln.

Sehenswürdigkeiten und bekannte Orte

Vaduz

Mit rund 5.800 Einwohnern ist Vaduz eine knuffige Hauptstadt. Highlight für mich war der Blick aufs Schloss Vaduz und von dort ein Blick auf das Rheintal, wie man an dem Foto merkt. Das Innere des Schlosses kann nicht besichtigt werden. In der SchatzKammer Liechtenstein kann die fürstliche Sammlungen bestaunt werden. Im Liechtensteinischen LandesMuseum wird die Geschichte und Kultur des Landes dargestellt.

Die ältesten Bauzeugen in Liechtenstein sind die Überreste der römischen Villen in Nendeln und Schaanwald und des römischen Kastells in Schaan. Das Mittelalter brachte mehrere Burgen hervor, darunter das eben genannte Schloss Vaduz und die Burg Gutenberg in Balzers. Fünf Burgen und Schlösser in Liechtenstein und der Schweiz können mit der Fünf-Schlösser-Tour per Rad erkundet werden.  Die Kapelle Maria zum Trost auf Dux in Schaan ist vollständig im barocken Stil erhalten. Die Alte Rheinbrücke, im Jahr 1901 komplett aus Holz gebaut, verbindet Vaduz mit dem Schweizer Ort Sevelen.

In den Alpen lohnt sich natürlich auch die Natur. Das Bergdorf Malbun auf rund 1.600 m Höhe bietet Wanderwege und ein Skigebiet. Der Fürstensteig ist einer der bekanntesten Wanderwege Liechtensteins, der Wanderer mit einem schönen Panorama belohnt. Die Drei Schwestern sind eine Bergformation im Rätikon-Gebirge und natürlich bei Wanderern beliebt. Wer keine Lust auf Wandern hat, kann mit der Sareis-Sesselbahn auch einen Ausblick und Hüttenessen genießen.

Kulinarisches

Liechtenstein ist ein am rechten Rheinufer in den Alpen gelegener Kleinststaat, umgeben von der Schweiz und Österreich. Das Land kann man in ein Oberland (alpines Gebirge) und ein Unterland (großteils Rheintalebene) gliedern. Die Küche ist entsprechend bodenständig, alpenländisch und von der Nachbarschaft zur Schweiz und zu Österreich geprägt. Zu den typisch Speisen zählen Käsknöpfle mit Apfelmus oder Kartoffelsalat, Hafalääb, Hafersuppe und Ribel mit Milch, Milchkaffee, Zucker oder Sauerkäse. Für Ribel wird Rheintaler Ribelmais, eine einheimische Maissorte, verwendet. Kratzete oder Tatsch wird mit Kompott oder Apfelmus gegessen. Zu den Süßspeisen gehören Fasnachtsküachle, Zwätschgaknedl, Vermicelles aus Maroni sowie Nusstorten. Liechtenstein Marketing bietet direkt die passenden Rezepte an.

Fortbewegungsmittel

Der öffentliche Verkehr besteht großteils aus Bussen, die auf den ersten Blick überraschend häufig verkehren. Alternativ kann natürlich das Auto genutzt werden.

Berichte

Hier findet ihr meine Berichte dazu: