Landesinformationen
Quick Facts
- Amtlicher Name: England
- Teil des Vereinigten Königreichs
- Einwohner: 57 Millionen (2024)
- Hauptstadt: London
- Amtssprache: Englisch
- Religion: Am ehesten evangelisch
- Währung: Pfund Sterling (GBP)
- Beste Reisezeit: ganzjährig, je nach Aktivität
Die Geschichte des Landes beginnt mit der Abtrennung der Insel vom Kontinent durch den gestiegenen Meeresspiegel während der letzten Eisschmelze. In der Jungsteinzeit begannen Ackerbau und Viehzucht. Etwa ab dem Jahr 3200 v. Chr. wurden auf den Inseln zahlreiche Henges (bspw. Woodhenge, Durrington Walls und Avebury) und Steinkreise (Castlerigg und Stonehenge) als Megalithstrukturen errichtet. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen begannen die Römer unter Kaiser Claudius mit der dauerhaften Eroberung Englands. Das nach dem Rückzug der Römer um das Jahr 410 n. Chr. entstandene Machtvakuum nutzten schottische Völkergruppen, und später Angeln, Jüten und Sachsen. Mit den angelsächsischen Völker kam auch die germanische Religion auf die Insel. Überbleibsel aus der Zeit sind u.a. die Namen Sussex (Südsachsen), Middlesex (Mittelsachsen) und Essex (Ostsachsen).
Die dänischen Wikinger segelten Ende des 8. Jahrhunderts für Raubzüge nach England. Später errichteten sie auch eigene Dörfer und forderten Tributzahlungen. Der ständige Kampf gegen die Wikinger wirkte als Katalysator zur weitgehenden Einigung Englands unter dem König von Wessex. Im Jahr 1002 heiratete Æthelred die normannische Herzogstochter Emma in Erwartung normannischer Unterstützung gegen die Wikinger, womit er einen Grundstein für die spätere normannische Eroberung Englands legte.
Die Einführung des Lehnssystems durch der Normannen (Wilhelm der Eroberer), sorgte dafür, dass eine kleine normannische Oberschicht den eingesessenen Adel fast vollständig ersetzte. Es folgte die Eintreibung von Steuern der gesamten Bevölkerung. Das so entstandene Regierungssystem ist der Vorgänger des heutigen englischen Parlamentarismus. Im Spätmittelalter gab es, kurz zusammengefasst, mehrere Kriege, Probleme und Auseinandersetzungen. In diese Zeit fällt auch die Regierungszeit von Heinrich VIII., der sich von der römischen Kirche lossagte (ja, der mit den vielen Ehefrauen). Nach der Wachstumsphase des Früh- und Hochmittelalters prägte zu dieser Zeit die Pest die Entwicklung. Als die Pest überstanden war, wuchsen insbesondere die Städte.
Elisabeth I. bestieg im Jahr 1558 den Thron. Die protestantische Königin wurde vom Volk begeistert aufgenommen. Mehrfach forderten Parlamente sie auf zu heiraten, mit dem Ziel, einen männlichen Thronfolger zu erhalten. Sie sorgte (stattdessen) die Durchsetzung der Reformation und einen wachsenden Einfluss auf Schottland. In dieser Zeit gab es eine kulturelle Blütezeit (Shakespeare). Danach folgte die Stuart-Epoche, bevor durch Ergebnisse des Bürgerkriegs kurzfristig die Diktatur eingeführt wird.
Anschließend verliert England zwar seine Kolonien in Amerika durch den Unabhängigkeitskrieg, aber erfährt ein Wachstum durch die steigende Industrialisierung. Zugleich ziehen immer mehr Leute in die Städte, wodurch die Lebensbedingungen sinken. Durch mehrere Zusammenschlüsse entsteht schließlich das Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland, in dem neben Irland und England auch Schottland enthalten ist. Unter Königin Victoria erreicht England den Höhepunkt seiner Macht als weltweites Empire. Zwar kämpft England siegreich in beiden Weltkriegen, aber verliert anschließend schrittweise seine Kolonien.
Sehenswürdigkeiten und bekannte Orte
Die bekanntesten Orte in England lassen sich in Kulturmetropolen, historische Stätten und Naturlandschaften unterteilen.
Bei den (Kultur-)metropolen ist London als Hauptstadt natürlich vertreten. Highlights sind der Tower of London, der Buckingham Palace, der Big Ben, das London Eye (im Foto zu sehen) und das British Museum. Mir persönlich gefielen die Churchill War Rooms und Märkte besonders gut. Die beiden Universitätsstädte Oxford und Cambridge sind weltbekannt durch ihre jahrhundertealte Colleges, Bibliotheken und dem traditionellen Punting. Bath ist berühmt für seine antiken römischen Bäder aus dem 1. Jahrhundert, welche auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe stehen. Liverpool und Manchester sind dagegen bekannt durch Musik, Fußball und Industrie.
Geschichtlich ist Stonehenge ein beliebtes Ziel, zumal der prähistorische Steinkreis auf der Salisbury Plain als Ausflug von London angeschaut werden kann. Schloss Windsor ist das älteste und größte durchgehend bewohnte Schloss der Welt. Der Hadrianswall ist die antike Grenzmauer der Römer im Norden Englands nahe an der Grenze zu Schottland.
Zudem können Reisende Nationalparks und weitere Naturlandschaften genießen. Der Lake District ist Englands größter Nationalpark mit Seen und Bergen (Scafell Pike), die auf Wanderwegen bestaunt werden können. Der Lake District gehört zudem zum UNESCO-Welterbe. Cotswolds zeichnen sich durch sanfte Hügel und historische Dörfer aus. In Cornwall sind schroffe Klippen, subtropische Gärten und Fischerdörfer. Die Seven Sisters sind als Kreidefelsen an der Südküste bekannt.
Kulinarisches
England besteht zum größten Teil aus Tiefebenen, die von Gebirgs- und Hügelketten durchzogen werden und an Meere grenzen. In England herrscht durch die unterschiedlichen Luftströme abwechslungsreiches Wetter. Die englische Küche nutzt traditionell Obst und Gemüse, welches auf der Insel wächst. Hinzu kommen Fleisch, Fisch und Milchprodukte sowie Kartoffeln (oder Yorkshire Pudding) als Sättigungsbeilage. Einige Käsesorten, wie Cheddar, Red Leicester und Wensleydale, sind auch hierzulande beliebt. Hinzu kommen Speisen und Gewürze durch die Kolonien, insbesondere Tee und die angepasste indische Küche (Chutneys, Pickles etc.). Durch die Seewegen entwickelten sich auch einige der typischen englischen Biersorten. Daneben sind Gin und Cider bekannt.
Bei Besuchern beliebt sind Full English Breakfast (Spack, Würstchen, Tomaten, Pilze, Eier und je nach Variante auch mehr, bspw. Baked Beans und Hash Browns), Fish and Chips sowie Salt Beef, was jüdische Wurzeln hat. Zudem gibt es mehrere Schmorgerichte und Pasteten, wie auch Sandwiches als kalte Mahlzeit. Mit Blick auf Asterix und Obelix möchte ich neben der Worcestershiresauce auch die Minzsauce (bspw. zu Lamm) hervorheben. Bei den Nachspeisen sind Apfelkuchen, Eton Mess, Crumbles, Christmas Pudding und Mince Pies erwähnenswert.
Fortbewegungsmittel
Zwischen Orten nutzte ich meist den Zug. Alternativ kann man Fernbusse nutzen. Innerhalb von London war es eine Mischung aus allen möglichen öffentlichen Verkehrsmitteln und einmal ein Taxi.
Berichte
Hier findet ihr meine Berichte zu England:









