Landesinformationen
Quick Facts
- Amtlicher Name: Französische Republik
- Einwohner: 69 Millionen (Schätzung 2026)
- Hauptstadt: Paris
- Amtssprache: Französisch
- Religion: am ehesten katholisch
- Währung: Euro
- Beste Reisezeit: das ganze Jahr über
Aus der Altsteinzeit sind in der Höhle von Lascaux Felsmalereien erhalten geblieben. Ab 600 v. Chr. gründeten phönizische und griechische Händler Stützpunkte an der Mittelmeerküste. Währenddessen besiedelten Kelten vom Nordwesten her das Land (Gallien). Zwischen 58 und 51 v. Chr. eroberte Caesar im Gallischen Krieg die Region. Anschließend wurden die römischen Provinzen Gallia Belgica, Gallia cisalpina und Gallia Narbonensis (siehe Hauptstadt Narbo, heutiges Narbonne) eingerichtet. Ab dem 5. Jahrhundert wanderten vermehrt germanische Völker nach Gallien ein, die nach dem Zerfall des Römischen Reiches eigene Reiche (Westgoten, später Merowinger, nach später Karolinger) gründeten. Karl der Große wurde im Jahr 800 zum Kaiser gekrönt. Im Jahr 843 wurde das Frankenreich unter Karls Enkeln geteilt. Aus dem westlichen Teil entwickelte sich das Königreich Frankreich.
Ab dem Jahr 1226 wurde Frankreich zu einer Erbmonarchie. Im Jahre 1250 war Ludwig IX. einer der mächtigsten Herrscher des Abendlandes. Frankreich war im Spätmittelalter das bevölkerungsreichste Land Europas und um das Jahr herum 1300 die politische Vormacht im Westen. Die Auseinandersetzungen mit England führten zum Hundertjährigen Krieg (vgl. u.a. Jeanne d’Arc). Danach gab es weitere Auseinandersetzungen mit verschiedensten Ländern, was letztlich die Vormacht untermalte. Unter Ludwig XIV., dem Sonnenkönig, erreichte der Absolutismus seinen Höhepunkt. In dieser Zeit wurde das Schloss Versailles in der Nähe von Paris errichtet. Die Kriege, die Hofhaltung und Missernten führten finanziellen Problemen. Dadurch sah sich König Ludwig XVI. gezwungen, die Generalstände einzuberufen. Die Nationalversammlung arbeitete eine Verfassung aus, beschränkte die Macht des Königs und beendete damit das Ancien Régime. Dies half nicht viel. Die sich weiter verschlechternden Lebensbedingungen des Volkes führten im Jahr 1789 zur Französischen Revolution. Danach folgte die Terrorherrschaft unter Robespierre. Napoleon Bonaparte ergriff in dieser Situation mit einem Staatsstreich die Macht. Sein Russlandfeldzug wurde jedoch ein Fehlschlag; die Völkerschlacht bei Leipzig besiegelte die Niederlage der französischen Truppen. Napoleon kam aus seinem Exil in Elba zurück und regierte weitere hundert Tage. Nach der Niederlage in der Schlacht bei Waterloo (vgl. Belgien) wurde er endgültig verbannt. Ruhig blieb es jedoch nicht.
Während der Dritten Republik (1871-1940) dehnte sich das französische Kolonialreich auf eine Fläche von 7,7 Millionen Quadratkilometer aus. Zwischen Frankreich und dem Vereinigten Königreich kam es zu einem Wettlauf um Afrika. Nach dem Ersten Weltkrieg war Frankreich zwar auf der Siegerseite, jedoch war Nordfrankreich weitgehend verwüstet. Zudem wüstete die Spanischen Grippe 1918/19. Im Zweiten Weltkrieg wurde Frankreich in eine besetzte (zone occupée) und eine unbesetzte Zone (zone libre) geteilt. In der von den Alliierten durchgeführten Operation Overlord wurde Nordfrankreich ab dem 6. Juni 1944 (siehe u.a. Omaha Beach), der Süden des Landes im Rahmen der Operation Dragoon ab dem 15. August 1944 zurückerobert.
Sehenswürdigkeiten und bekannte Orte
Die Römer haben architektonischen Spuren in Frankreich, v.a. in Südostfrankreich, hinterlassen. Als Beispiele können das Amphitheater von Nîmes und Lyon oder die Pont du Gard genannt werden. Aus dem Mittelalter sind vor allem Sakralbauten wie St-Sernin de Toulouse und Festungsstädte wie Carcassonne erhalten geblieben. Der Louvre und das Schloss Versailles sind bekannte Beispiele aus der Zeit des Absolutismus. So findet man aus der Geschichte mehrere Sehenswürdigkeiten. Als mit neuen Baumaterialien experimentiert wurde, entstanden Monumente wie der Eiffelturm oder die Pariser Markthallen. Viele der Pariser Metrostationen sieht man die Art déco Zeit an.
Daneben ziehen Paris, aber auch andere Städte sowie Küstenregionen die Besucher an. In der Normandie findet man Landungsstrände vom D-Day, in der Provence Lavendelfelder, im Süden u.a. an der Côte d’Azur Badebedingungen oder in den Alpen Möglichkeiten zum Wandern oder Ski fahren.
Wenn ich es endlich schaffe, meine letzten Reisen zu verbloggen, findet sich hier auch ein Überblick über meine Route im Süden des Landes.
Kulinarisches
Die französische Küche gilt seit der frühen Neuzeit als einflussreichste Landesküche Europas. Dies wurde 2010 als immaterielles Weltkulturerbe von der UNESCO anerkannt. Baguette gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Daneben sind Käse, Wein, Cidre und Champagner berühmt. Als Gerichte möchte ich Bouillabaisse, Boeuf bourguignon, Ratatouille, Quiche Lorraine und Soupe à l’oignon nennen.
Fortbewegungsmittel
Alle Straßen führen nach Rom, ähm, Paris. Zwischen den Städten kann man sich mit Auto und Zug gut fortbewegen. In den größeren Städten gibt es eine Metro oder Straßenbahnen.
Berichte
Hier findet ihr die Berichte dazu:




