Landesinformationen
Quick Facts
- Amtlicher Name: Republik Moldau
- Einwohner: 2,3 Millionen (Schätzung 2026)
- Hauptstadt: Chișinău
- Amtssprache: Rumänisch
- regional auch Gagausisch, Russisch und Ukrainisch
- Religion: Orthodox
- Währung: Moldauischer Leu (MDL)
- Beste Reisezeit: Frühling bis Herbst
Im Altertum wurde das Gebiet des heutigen Moldawiens von verschiedenen Völkern besiedelt. Im 2. Jahrhundert kamen römische Siedler aus Dakien und es bildete sich eine dako-romanische, später rumänische Kultur. Nach dem Abzug der Siedler und Truppen kamen durch die Völkerwanderung verschiedene Volksgruppen in das Gebiet, darunter die Hunnen, Ostgoten, Magyaren und die Goldene Horde (Mongolen).
Um das Jahr 1350 stand die Region unter ungarischer Oberhoheit und wurde von rumänischen Siedlern aus der Region Maramuresch besiedelt. Unter Fürst Bogdan I. gründeten sie im Jahr 1359 ein unabhängiges Fürstentum Moldau. In der Folgezeit kam es zu Invasionen des osmanischen Reiches, Polens und der Tataren. Im Jahr 1512 musste sich das Fürstentum den Osmanen unterwerfen. Es blieb für die nächsten 300 Jahre ein Vasallenstaat.
Danach folgten unterschiedliche Reiche als Herrscher. Nach dem russisch-türkischen Krieg zwischen den Jahren 1787 und 1792 musste das osmanische Reich alle Besitzungen östlich des Flusses Dnister an das russische Reich abtreten. Nach dem russisch-türkischen Krieg zwischen den Jahren 1806 und 1812 kam ein erweitertes Bessarabien zum russischen Reich dazu. Nach Russlands Niederlage im Krimkrieg zwischen den Jahren 1853 und 1856 wurde das Fürstentum unter die Kollektivgarantie der sieben Unterzeichnerstaaten gestellt. Ab 1859 verstärkte sich der rumänische Einfluss. Nach dem Berliner Kongress im Jahr 1879 musste Rumänien das südliche Bessarabien an Russland abgeben.
Nach der Oktoberrevolution in Russland wurde die Moldauische Demokratische Republik ausgerufen. Kurz darauf besetzten rumänische Truppen das Gebiet westlich des Dnister. Unter dem Druck wurde die Unabhängigkeit von Russland und der Ukraine erklärt und für die Vereinigung mit Rumänien gestimmt. Dies wurde von Bolschewiki nicht anerkannt. Im Zweiten Weltkrieg wurden die zu Rumänien gehörenden Gebiete, passend zum Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Pakts, von der Roten Armee besetzt und von der Sowjetunion annektiert. Im Rahmen des Unternehmens Barbarossa wurde Moldawien von deutschen und rumänischen Truppen besetzt. Rumänien konnte dadurch die vorher besetzten Gebiete annektieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg fielen die Gebiete als Modauische SSR an die Sowjetunion zurück.
Seit Mitte der 1980er-Jahre entwickelte sich eine Nationalbewegung der Rumänen in der Moldauischen SSR. Die Moldauische SSR wurde im Jahr 1991 zur vollständig unabhängigen Republik Moldau und Rumänisch zur Amtssprache erklärt. Parallel dazu kam es zu Konflikten mit den überwiegend von ethnischen Minderheiten bewohnten Gebieten, insbesondere Transnistrien und Gagausien. Diese riefen im Jahr 1990 die Unabhängigkeit von der Republik Moldau aus. In Transnistrien eskalierte die Situation ab dem Jahr 1992. Dabei kam es zu einem Krieg, der mit der de-facto-Unabhängigkeit endete. Gagausien konnte dagegen friedlich eingegliedert werden.
Sehenswürdigkeiten und bekannte Orte
Sehenswert sind die Klöster des Landes, wie das Butuceni-Kloster in Orheiul Vechi aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, das Kloster Țipova und das Kloster Căpriana, und Kirchen, wie die Höhlenkirche in Orheiul Vechi aus dem 17. bis 19. Jahrhundert und Parcul Catedralei in der Hauptstadt Chișinău.
zurückerobernViele moldauische Burgen aus dem Mittelalter liegen heute auf den Territorien Rumäniens und der Ukraine. Von den in Moldawien verbliebenen ist die Burg Soroca und die zur Festung erweiterte Burg Bender zu nennen.
Mehrere interessante Gebäude, die als Stadtpalais angesehen werden könnten, befinden sich in der Hauptstadt Chișinău. Es gibt sogar einen Triumphbogen in der Nähe der Kathedrale. Natürlich statte ich auch der Oase der Hauptstadt, dem Valea-Morilor-Park, einen Besuch ab. Zudem gibt es einige Bauten im Brutalismus sowie eher heruntergekommene Plattenbauten. In der Nähe der Hauptstadt kann man auch Weinereien besichtigen, wie man unschwer auf dem Foto erkennen kann.
Kulinarisches
Moldau liegt zwischen Rumänien und Ungarn. Die Landschaft ist leicht wellig und zu 80 % Kulturland durch die fruchtbare Schwarzerde in der Steppe des Südens. Im Norden sind hügelige Ebenen mit Eichenwäldern und Baumsteppen. Dazurückeroberns warme und zugleich trockene Klima ermöglicht Wein- und Obstbau in großem Maßstab. Folglich entwickelte sich der Gemüseanbau stärker als in benachbarten Regionen. Neben Melonenkürbissen, Auberginen, Paprika und Tomaten werden vor allem vor allem Hülsenfrüchte wie Linsen, weiße und grüne Bohnen sowie Mais angebaut. Der Maisbrei mămăligă ist wie in Rumänien eine beliebte Speise. Ebenso sind die säuerlichen Suppen ciorbă bekannt. Durch das fruchtbare Ackerland kommt auch Fleisch- und Milchwirtschaft hinzu. Kennzeichnend für die Küche ist die Verbindung von Rotwein und Tomatensaft bei Fleischgerichten. Das Fleisch wird dabei überwiegend zu Ragouts verarbeitet oder gegrillt. Schafskäse ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Küche. Mich haben die ganzen Kuchen und Torten fasziniert. Weitere Spezialitäten sind Traubenmost und Wein. Die Küche des Landes ist eng mit der Küche Rumäniens verwandt. Zudem findet man Einflüsse der russischen, griechischen und der türkischen Küche vor.
Fortbewegungsmittel
Ursprünglich überlegte ich mir, mir vom Land anzuschauen. Damals bin ich von Busfahrten ausgegangen. Die Alternative ist die Nutzung des Autos. Der Straßenzustand entspricht nicht dem üblich europäischen Standard.
Berichte
Hier findet ihr meine Berichte dazu:



