Landesinformationen
Quick Facts
- Amtlicher Name:
- Einwohner: (Schätzung xxxx)
- Hauptstadt: Port-au-Prince
- Amtssprache:
- Religion:
- Währung: Ausgeschrieben (Abk.)
- Beste Reisezeit:
Die indigene Bevölkerung Hispaniolas setzte sich bis ins 15. Jahrhundert (also bevor die Insel entdeckt wurde) vor allem aus Angehörigen der Ciboney und der Arawak zusammen. Nachdem Christoph Kolumbus die Insel entdeckt und für Spanien beansprucht hatte, wurde die indigene Bevölkerung innerhalb weniger Jahrzehnte durch eingeschleppte Krankheiten und Zwangsarbeit fast vollständig ausgerottet. Im späten 17. Jahrhundert wurde die Insel vor allem durch Sklaven aus Westafrika wieder bevölkert. Die Sklaven wurden vor allem zur Produktion von Zucker eingesetzt. Spanien trat im Jahr 1697 das westliche Drittel der Insel an Frankreich ab. Dieses wurde ab dann Saint-Dominque genannt. Im 18. Jahrhundert stieg Saint-Dominique wegen der Baumwoll- und Zuckerrohr-Plantagen zur profitabelsten französischen Kolonie in Amerika auf.
Im Jahr 1791 kam es zu einem blutigen Aufstand, die letztlich zur Unabhängigkeit von Haiti im Jahr 1804 führte. Das Land litt lange unter einem internationalen Embargo. Zudem verlangte Frankreich weitreichende Entschädigungen für ehemalige Plantagenbesitzer. Durch Aufteilung der Plantagen brach die Produktivität ein. Ein weiteres Problem ist, dass Haiti häufig unter Gewaltherrschern und Kleptokraten litt. Während der US-Militärintervention in Haiti zwischen den Jahren 1915 und1934 wurde das Land vom U. S. Marine Corps besetzt, das die Gendarmerie d’Haïti aufstellte. Es wurden Anstrengungen unternommen, Reformen durchzuführen, die allerdings die Bräuche und Traditionen nicht berücksichtigten und daher scheiterten.
Ab dem Jahr 1957 gelang es dem ehemaligen Landarzt François „Papa Doc“ Duvalier mit einem anti-US-amerikanischen Programm, die Macht zu erlangen. Er machte sich sieben Jahre später zum Präsidenten auf Lebenszeit und installierte eine Diktatur. Jean-Claude „Baby Doc“ Duvalier folgte ihm im Jahr 1971 im Alter von 19 Jahren in der Regierung. Im Jahr 1986 wurde „Baby Doc“ aus dem Land vertrieben. Danach folgten mehrere Putsche. Nach Vorwürfen der Misswirtschaft und Korruption kam es zu landesweit zunehmenden Widerständen gegen die Regierung, gegen die Todesschwadronen eingesetzt wurden. Unter bürgerkriegsähnlichen Zuständen kam es schließlich zum Zusammenbruch innerstaatlicher Ordnung, die zu einer militärischen Intervention der UN führte. Auch in den nachfolgenden Jahren blieb es nicht ruhig. Am Anfang des Jahres 2010 forderte ein Erdbeben im südlichen Teil Haitis bis zu 316.000 Tote. Während der Hilfe der UNO am Laufen war, kam es zu einer Cholera-Epidemie. Anschließend verschlechterte sich die Lage im Land weiter.
Sehenswürdigkeiten und bekannte Orte
Haiti gehört zu den Großen Antillen. Das Land teilt sich mit der Dominikanischen Republik die Insel Hispaniola. Durch Unruhen kann es sein, dass das nicht alle Sehenswürdigkeiten und schöne Orte besucht werden können, sollte man in das Land reisen wollen.
In der Hauptstadt Port-au-Prince gibt es mehrere Museen, wie das Musée Panthéon National. Cap-Haïtien (damals Cap Francais) war lange Zeit Hauptstadt der französischen Kolonie Saint-Domingue. Nach dem Erdbeben von 2010 ist Cap-Haïtien wohl die letzte Stadt Haitis, die noch über sehenswerte Architektur aus der französischen Kolonialzeit verfügt. Fort Liberté, auch Fort St. Joseph genannt, besitzt mehrere Befestigungsanlagen. Gonaives war wichtiger Ausfuhrhafen für Baumwolle und Kaffee. Auch hier könnte sich Kolonialarchitektur finden. Im Süden der Stadt Jérémie zeugen die Ruinen des Fort Télémaque von der kolonialen Vergangenheit. Der Küstenstreifen Les Arcadins nordwestlich von Port-au-Prince zwischen den Orten Arcahaie und Montrouis ist das Touristenzentrum des Landes. In Limbé zeigt ein ein kleines Geschichtsmuseum Funde aus der Indianerzeit und aus der Moderne. In der Nähe von Petite Rivière de l’Artibonite befindet sich das Palais des 365 Portes, ein weiteres Schloss von Henri I., der Palais des 365 Portes, welches 1816 erbaut wurde. Anscheinend verfällt es seit dem Jahr 2002.
Kulinarisches
Die haitianische Küche ist bezeichnend für die karibische kulturelle Verschmelzung, eine Mischung aus französischen und afrikanischen Traditionen. Sie ähnelt dabei der Küche ihrer spanischsprachigen karibischen Nachbarn, ist jedoch durch die ausgeprägte Verwendung von Gewürzen einzigartig.
Zu den bekannten Gerichten gehören Diri ak djon-djon (Reis mit Pilzen), Poulet creole (Hähnchen in pikant gewürzter Sauce), Griot (gedünstetes Schweinefleisch in Limonensaft), Gruau (mit frischem Piment scharf angebratenes Schweinefleisch), Brouchette de Fillet (Rindfleisch-Zwiebel-Spieß), Langouste à la creole (mit Gemüse gedünstete Languste) und Lambi (pikant gekochtes Fleisch der Conchmuscheln). Zu vielen Gerichten wird eine Sauce, wie die scharfe Sauce Ti-Malice oder die Kokossauce Sauce Coquimol gereicht. Übliche Nachspeisen sind Bananes frites à la Haitienne (frittierte Bananenscheiben) oder eine Schale Assiette de Fruits (tropische Fruchtstücke). In Haiti findet man Guaven, Ananas, Mangos, Bananen, Melonen, Brotfrucht und Zuckerrohr. Taffia ist ein Gebräu aus Zuckerrohrsaft mit Rinden und Kräutern. Haitischer Rum ist zudem bekannt.
Fortbewegungsmittel
Für die Mobilität im Land ist ein Auto notwendig. Für kleinere Abschnitte können an der Küste auch Boote genutzt werden. Theoretisch könnte man auch Tap-taps, eine Art Busersatz, und Minibusse nutzen, wäre das Land etwas friedlicher.
Berichte
Zugegeben habe ich mit Royal Caribbean Labadee Beach und der Kayaktour bis zum Ort Labadee nie geschützte, recht sichere Gebiete verlassen. Nichtsdestotrotz findest du hier meinen Berichte:


