Urlaub: London – Sehenswürdigkeiten

In letzter Zeit bin ich wieder einmal kaum zum Schreiben gekommen. Genug zu tun in der Arbeit, dann noch krank. Nun, dann nutze ich die Zeit, um euch vom London-Urlaub zu erzählen. In London war ich vor wenigen Wochen und die Stadt hat mir gleich gefallen. Die Flughäfen um London habe ich schon vorher kennen gelernt, aber immer reichte die Zeit nicht nach London zu fahren. Also beschloss ich gleich ein paar Tage dort zu verbringen.
Ich hatte Glück und das Wetter spielte zum Großteil mit. Die Flüge waren übrigens mit Easyjet und ein Zimmer mit Gemeinschaftsdusche, aber auch kostenlosem WLAN und Frühstück buchte ich bei LSE Rosebery Hall. Das eigentliche Studentenwohnheim bietet zu einem vernünftigen Preis einfache Zimmer an und ist dabei noch praktisch gelegen, so dass man eigentlich alle zentralen Sehenswürdigkeiten zu Fuß abgehen kann. Aber auch Bushaltestelle und andere öffentlichen Verkehrsmittel sind in der Nähe.
Heute zeige ich euch, was ich mir an den Tagen so angeschaut hatte. Die nächsten Tage folgen dann noch einzelne Empfehlungen, wie Restaurants und Märkte sowie ein Bericht über eine Foodtour.

1. Tag: Spaziergang in London und mehr sehen als vorgehabt

 Nach der Anreise und einem netten Gastspiel des Bahnchaos machte ich mich auf dem Weg London zu Fuß zu erkunden. Um die Thames herum gibt es Wege, die meist direkt am Wasser führen und wodurch man einen tollen Ausblick genießen kann.
Über St Pauls Cathedral ging es also an die Thames Richtung Tower Bridge. Neben dem Tate Modern, vielen Hallen und einem Abstecher zum Borough Market (unbedingt die Öffnungszeiten beim Besuch beachten, So ist der Markt geschlossen) sah ich die HMS Belfast, die ich am letzten Tag auch noch von innen betrachtete. Wer einmal ein Kriegsschiff aus dem 2. Weltkrieg sehen möchte, ist da genau richtig. Weiter ging es zur Tower Bridge.
Urlaub: London - Sehenswürdigkeiten
Den Spaziergang auf der höheren Ebene ließ ich aus und ging gleich weiter zum Tower of London.
Von der gegenüberliegenden Flussseite kann man einen guten Blick auf The Shard werfen. Shard bietet angeblich auch einen guten Ausblick, aber mir war dann der Preis zu hoch. Kostenlos, aber mit Voranmeldung ist ein Besuch im Sky Garden möglich.
Beim Tower of London hatte ich das Glück ohne große Schlangen rein zu kommen und dann auch noch die letzte Yeowarden Tour des Tages zu erwischen – mit dem einzigen weiblichen Beefeater. Die Tour ist kostenlos und ich kann sie nur weiter empfehlen. Man bekommt einen guten ersten Eindruck vom Tower und erhält dabei noch viele Infos. Zum Schluss gab es noch eine Fragerunde und es blieb genug Zeit den Tower alleine zu erkunden.
Der Tower bietet neben den Kronjuwelen viele Ausstellungsstücke, z.B. auch über Kriegskunst. Die Ritterrüstung von Henry VIII wird wohl jeder erkennen, der etwas über seine Bettgeschichten gehört hat.

2. Tag: Westminster Abbey, Big Ben, War Room, Buckingham Palace, Hyde Park und Läden

Der zweite Tag fing mit einem Spaziergang an der Thames bis zum Big Ben an. Dabei schön im Blick: London Eye. London Eye hatte ich für den 3. Tag geplant, genauso wie ein paar andere eher teure Sehenswürdigkeiten. Mehrere weitere Spaziergänge folgten.
Westminster Abbey (oder ein Teil davon) von außen. Ich war überrascht, wie schnell die Schlange in der Früh anwächst und hab mich kurzerhand entschlossen mir das Innere nicht anzuschauen.
Big Ben und Westminster Palace waren natürlich auch auf der Liste der Gebäude, die ich von außen sehen wollte.
Neugierig machte mich der Churchill War Room, der in der Nähe von 10 Downing Street liegt. In dem kleinen Museum erfährt man, wie Churchill und seine Angestellten den 2. Weltkrieg insbesondere während der Luftangriffe der Deutschen erlebten, wie gearbeitet wurde und wo sie untergebracht waren. Wer sich für Geschichte interessiert, wird vom War Room begeistert sein.
Ein weiterer Spaziergang führte zum Buckingham Palace. Auf dem Weg natürlich Eichhörnchen. Zum einen hat London eine gute Population an Eichhörnchen, zum anderen werden sie von allen möglichen Leuten – inklusiver meinereiner – fotografiert. Sie sind dadurch alles andere als scheu, schauen aber trotzdem putzig aus.
Mich begeisterten die Blüten und Blumen.
Auch wenn ich gut 40 Minuten vor der Wachablösung am Buckingham Palace ankam, waren schon überraschend viele Leute dort. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es Treppen, von wo man einen guten Überblick hat, wenn nicht eine größere Gestalt vor einem steht. Habe ich schon einmal gesagt, dass Selfiesticks bei solchen Veranstaltungen verboten gehören? Sie waren fast ein größeres Problem… Nun denn, die Wachablösung ist nett einmal gesehen zu haben.
Nach dem langen Rumstehen war ein weiterer Spaziergang recht. Also ging es Richtung Hyde Park, wo neben Blumen und viel Grün auch ein paar freche Eichhörnchen mich erwarteten. Während ich eines fotografieren wollte, ist mir ein weiteres fast an mir hochgeklettert.
Im Hyde Park kann man gefühlt stundenlang gehen, ohne dass man sich im Kreis bewegt. Ich lief nur einen kleinen Teil ab. Mein Weg führte über den Speaker’s Corner, den mein Englischlehrer lang und breit erklärte, aber in Wirklichkeit ziemlich langweilig aussah, zu den Geschäften. Oxford Street, New Bond Street, Brook Street, Regent Street und alle benachbarten Straßen sind voll davon.
Schaut lecker aus, oder?
Eines meiner Ziele war das M&M world, wo es 22 verschiedene Farben an M&Ms gibt. Vermutlich werden es eher mehr als weniger. Auch sonst findet man massig Merchandising Produkte, die mich weniger interessierten.
Eine Tüte M&Ms ging natürlich mit. Ach ja, die Farben und Mischungen kann man selbst zusammen mischen.
In der Nähe von M&M liegt auch das Chinatown von London, was ich mir auf jeden Fall anschauen wollte. Leider finde ich es nicht ganz so beeindruckend wie das in Den Haag, aber trotzdem findet man hier was zu Essen.

3. Tag: die teuren Sehenswürdigkeiten in London

Der dritte Tag diente dazu die teuren Sehenswürdigkeiten mir anzuschauen. Zum Glück spielte in der Früh beim Besuch des London Eye das Wetter noch mit. Später schüttete es ohne Ende.
Bei London Eye empfiehlt es sich, wenn man kein Fast Track Ticket hat, wieder eine halbe bis dreiviertel Stunde früher da zu sein. Die kürzeste Schlange war gleich in der Früh. Ich hatte Glück und kam dadurch in die zweite Kapsel des Tages. Den besten Blick hat man von den Sitzplätzen Richtung Thames.
Mehrere weitere teure Sehenswürdigkeiten liegen gleich neben dem London Eye, wie Shrek Adventure, Sea Life und Dungeons. Ich entschied mich für Dungeons. Die Show war nicht schlecht, die Geschichte drehte sich um London im Mittelalter und bezog damalige Straftäter, wie Jack the Ripper ein. Das Publikum wurde miteinbezogen, was mir gut gefiel. Nur fand ich die Gruppe etwas groß. Zum Abschluss konnte man ein Getränk in der Taverne genießen. Meine Wahl fiel auf Ale, wobei das Holunderblütengetränk auch gut ausschaute.
Nach einem leckeren Mittagessen (Beitrag folgt) und einem Spaziergang im Regen landete ich im Madam Tussauds. Die Schlangen waren hier nicht kleiner und zudem war es innen auch sehr voll. Aber mei, ins Wachsfigurenkabinett schaut man auch nur 1-2 Mal im Leben. Am besten gefiel mir die Star Wars Sonderausstellung, für die man natürlich noch zusätzlich zahlen musste.
Die restlichen Tage verbrachte ich mit einer Food Tour, einem Gin Tasting und einfach die letzten sonnigen Stunden im Freien genießen. Die Museen und Greenwich müssen halt auf den nächsten Besuch warten.
Morgen berichte ich über den Borough Market.

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