Urlaub: East London Food Tour

Gestern ging es bereits um Smack Lobster Roll in London. Heute wird es noch foodiger: East London Food Tour. Ich wollte unbedingt in London eine Food Tour mitmachen. Bei meiner Recherche stieß ich auf Free Tours by Foot, die u.a. eine East London Food Tour anbieten. Die Tour an sich ist kostenlos, aber man zahlt fürs Essen und kann/sollte dem Guide ein Trinkgeld geben. Mit dabei sind:
  • The history of the East End
  • French immigration and influence on food
  • The history of British classics like fish & chips and pie & mash
  • The ‘Curry Mile’ and the UK’s love of Indian food
  • An overview of the high end dining options in the area
  • The hot new trends of food trucks and craft beer
  • Jewish immigration and the local love of salt beef beigels
  • Modern American influence on tasty treats
Genau die Tour buchte ich.
Startpunkt war der Mc Donalds bei der Liverpool Street Station, wo dieses Denkmal für die alleinreisenden Kinder im 2. Weltkrieg steht. Witzigerweise hat sich zur selben Zeit eine zweite Tour hier getroffen, so dass es anfangs lustige Verwechslungen und Gespräche gab.
Urlaub: East London Food Tour
Unser Guide stammte selbst aus Polen, lebt aber seit Jahren in London und nachdem er die Stadt sowie das Essen mag, gibt er die Führungen. Die Zusammensetzung der Gruppe war bunt gemischt: junge Ausländer, eine Familie im Urlaub und einheimische Frauen.
Unser erster Stopp war der Old Spitalfields Market, der eher durch Glück bewahrt wurde. Der Laden direkt im Bild verkauft Pies, die inzwischen eine Renaissance erleben. Leider wars noch zu früh, um hier zu probieren.
Urlaub: East London Food Tour
Der erste Essensstopp war ein indischer Laden, der auch Chicken Tikka Rolls verkauft. Dabei wurde uns erklärt, dass Chicken Tikka Masala eigentlich kein ursprünglich indisches Gericht ist, sondern dass es für die Kolonialherren kreirt wurde, indem Tomaten etc. hineinkamen, um die Schärfe zu mildern.
Die Rolle musste ich natürlich probieren. Schon allein die Idee von einer Rolle gefällt mir.
Geschmacklich top, aber natürlich – wenn es extra schärfereduziert ist – für mich zu wenig scharf.
Keine Ahnung, was das war, aber es schmeckte ebenfalls lecker.
Nett, nicht?
Der nächste Stopp war Poppies, die angeblich die besten Fish & Chips in London servieren. Die Station ließ ich aus, nachdem mir ein ganzes Fish & Chips zu groß war. Die Teilnehmer neben mir probierten Essigeier und -zwiebeln. Von den Eiern waren sie eindeutig mehr angetan. Wieder etwas, was ich daheim ausprobieren werde.
Über einen Hinterhof, wo mehrere Foodtrucks standen – und wo mich die Figuren faszinierten, ging es weiter zu einer Institution in Storeditch.
Beigel Bake hat rund um die Uhr geöffnet und verkauft verschiedene jüdische Bagels, Gebäck und Brot. Der absolute Renner ist Hot Salt Beef Bagel, aber es gibt auch Varianten mit Lachs, Käse und anderen Leckereien. Die Verkäuferinnen sind ziemlich direkt, aber herzhaft.
Ich gönnte mir den Klassiker mit Senf, aber ohne Pickles. Saulecker! Das nächste Mal in London muss ich unbedingt wieder dort hin.
Durchs Schaufenster kann man übrigens zuschauen, wie das Fleisch geschnitten wird.
Der vorletzte Stopp führte uns zu Dark Sugars, wo verschiedenste Schokiprodukte zum Verkauf stehen. Die Trüffel sahen auch wirklich gut aus. Unser Guide berichtete zudem von einer heißen Schoki, die ich unbedingt probieren wollte.
Schoki mit etwas Milch verrührt, bei Bedarf mit Gewürzen (bei mir Chili), mit weiterer Milch aufgefüllt und dann noch tonnenweise abgeschabte Schoki! Ich war im Schoki-Himmel!
Last but not least, war ein Donutladen (Dum Dum Dunotterie) auf dem Programm. Auch wenn die Donuts gut aussahen, war ich viel zu satt, um noch einen zu probieren.
Die Food Tour fand ich insgesamt sehr gelungen und ich habe viel probiert. Beim nächsten Besuch werde ich sicherlich das ein oder andere wieder besuchen. Insgesamt gefiel mir auch das In-Viertel Storeditch sehr gut. Viele kleinere Läden, Foodtrucks und eine nette Atmosphäre machen auch ein Regenwetter annehmbar.
Morgen gibt es den letzten Bericht von meinem London-Urlaub. Und zwar bekommt ihr nicht, wie üblich an einem Freitag, Bier serviert, sondern Gin!

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