Urlaub: Amsterdam

Amsterdam

Während ich mich gerade im Berliner Hotel aufwärme (juhuu, es ist schön und warm, es gibt einen Frühstücksraum), bekommt ihr meinen Bericht aus Amsterdam zu lesen. Dort war das Hotel so ziemlich das Gegenteil von meinem jetzigen: Rotlichtbezirk, kein offizielles WLAN, kalt, Bettwanzen, Frühstück im Irish Pub – der letzte Teil war eindeutig das Beste daran. Ich durfte beruflich wieder in die niederländische Hauptstadt. Nachdem ich heute nach Berlin flog und eigentlich gerne noch das ein oder andere Museum anschauen wollte, blieb ich gleich über das Wochenende in Amsterdam. Zunächst erzähle ich euch vom leckeren Essen, was ich beim Dinner Event hatte, bevor der private Teil zu Amsterdam folgt.
Leberkassemmel und mehr: Grachten in Amsterdam

Beruflich in Amsterdam – Dinner im Ramada Apollo Hotel

Im Rahmen der Veranstaltung gab es ein gemeinsames Dinner im Ramada Apollo Hotel Amsterdam, dessen Restaurant und Bar im 17. Stock einen schönen Überblick über die Stadt bietet. Bevor wir die leckeren Speisen kredenzen durften, ging es erst einmal in die Bar.

Es gibt übrigens auch gutes Bier im Nachbarland, wie von der Mikrobrauerei Brouwerij’t ij, von der ich neben ein dunkles Bier probierte.

Langsam kam das Essen. Dabei wurde auf die verschiedenen Unverträglichkeiten und Wünsche eingegangen.
Kleines Häppchen mit Leber und anderen Zutaten:
Leberkassemmel und mehr: Häppchen im Ramada 17 floor Restaurant in Amsterdam
Oktopus auf Karotte mit Chorizo und Zitrus – genial!
Leberkassemmel und mehr: Oktopus im Ramada 17 floor Restaurant in Amsterdam
Frischer Fisch auf Kohl mit noch der ein oder anderen Zutat:
Leberkassemmel und mehr: Fisch im Ramada 17 floor Restaurant in Amsterdam
French Toast mit frischen Früchten und einer leckeren Karamell-Creme
Leberkassemmel und mehr: French Toast im Ramada 17 floor Restaurant in Amsterdam
Ich weiß nicht, wie viel das kostete, aber Essen und Aussicht waren bemerkenswert.

Privat in Amsterdam – 1. Abend

Da ich schon einen Tag vor der Veranstaltung nach Amsterdam anreisen musste und sah, dass der buddhistische He Hua Tempel in der Nähe meiner Unterkunft liegt, machte ich einen kurzen Ausflug.
Leberkassemmel und mehr: He Hua Tempel in Amsterdam
Beim Spaziergang entdeckte ich (neben einigen Eigenheiten im Rotlichtviertel) wieder den Imbiss Tokoman mit Essen aus Surinam, bei dem ich schon das letzte Mal war. Diesmal gönnte ich mir eine Nudelbox mit Bohnen und Schweinefleisch für 6,50 Euro.
Leberkassemmel und mehr: Nudeln vom Imbiss Tokoman

1. privater Tag in Amsterdam – Kunst und Getränke

Nach der Veranstaltung widmete ich den ersten Sightseeing-Tag zu Kunst und Getränken um. Erster Stopp war das van Gogh-Museum, welches mich am meisten faszinierte. Zum Glück war ich bereits um kurz nach 9 Uhr vor Ort, so dass ich ohne Schlange zu stehen rein kam. Als ich das Gebäude verließ, standen die Leute an.
Leberkassemmel und mehr: I amsterdam
Nächster Stopp: Heineken Experience. Auch wenn ich bereits einige Brauereien gesehen habe und auch schon in einem Braukurs war, wollte ich mir die Besichtigung trotzdem anschauen.
Leberkassemmel und mehr: Braukessel bei Heineken Experience
Neben Braukesseln, Pferden und den Zutaten zum Angucken und Probieren, gab es noch eine Erlebniswelt, in der man Fotos machen, Rugby ausprobieren und Karaoke singen kann. Viel Marketing – mir wurds fast zu viel.
Leberkassemmel und mehr: Bierprobe bei Heineken Experience
Zum Abschluss, bevor man durch den Laden muss, gibts noch Bier. Zunächst eine offizielle Probe, bei der man zusätzliche Gläser durch Fragen beantworten gewinnen kann. Wenn, dann sagt die Antwort ja laut genug. Ich hab zweimal als erster geantwortet, aber nichts abbekommen. Später kann man noch die zwei Coins am Armband einlösen: entweder ein Extra Cold Heineken mit 0,35l oder zwei normale Heineken a 0,25l. Im Nachbarbarraum kann man alternativ die zwei Coins für ein selbst gezapftes Bier inklusive Diplom tauschen. Nachdem eine Frau am Tisch nichts trinken wollte, bekam ich ein weiteres Bier geschenkt.

Die Heineken Experience ist ganz nett gemacht, aber viel Werbung und nicht ganz billig. Ich habe leider erst später mitbekommen, dass man auch in der Mikrobrauerei eine Führung mitmachen kann, die deutlich günstiger ist (8,75 statt 18 Euro).
Nach dem Bier brauchte ich was zu Essen: Hotdog. Hotdog-Stände habe ich fast überall bei Touristenpunkten entdeckt. Mir kams gerade recht.
Leberkassemmel und mehr: Hotdog in Amsterdam
Weiter gings zur nächsten Experience: Bols. Bols kennt ihr sicherlich. Liköre und Schnäpse, die häufig zum Mixen verwendet werden. Zunächst gab es verschiedenste Geruchsproben, die man erraten sollte.
Leberkassemmel und mehr: Geruchsprobe bei Bols Experience in Amsterdam
Nach ein paar weiteren Ausstellungsobjekten gings in die Bols Bar, wo man sich aus 4 verschiedenen Geschmacksrichtungen seinen Lieblingscocktail wählen und ausdrucken konnte. Mit dem Zettel gings zur gut bestückten Bar.
Leberkassemmel und mehr: Bols Bar
Bei mir wurds ein Red Fruit: ok, fruchtig, aber nicht wirklich komplex, und ich hatte schon bessere Cocktails.
Leberkassemmel und mehr: Red Fruit Cocktail bei Bols
Dazu gabs zwei Geschmacksproben, die man aus einer langen Liste an Likören und Schnäpsen auswählen konnte. Ich entschied mich für einen Butterscotch Likör und einen Whisky.
Leberkassemmel und mehr: Tasting bei Bols
Praktischerweise gibts im Museumsviertel, wo neben dem van Gogh Museum auch Bols Experience steht, einige Essensstände, zu denen auch Einheimische hingehen. Der Burger tat nach dem ganzen Alkohol gut!
Leberkassemmel und mehr: Burger im Museumsviertel in Amsterdam
Dazu noch eine frisch gemachte Waffel mit Puderzucker. Beides preislich in Ordnung und geschmacklich top!
Leberkassemmel und mehr: Waffel mit Puderzucker im Museumsviertel in Amsterdam
Den Abschluss des Tages bildete das Rijksmuseum, ein Nationalmuseum mit Schwerpunkt Kunst und Geschichte. Viele niederländische Meisterwerke aus dem goldenen Zeitalter sind hier ausgestellt: Künstler, wie Rembrandt, Vermeer und viele mehr. Nach dem van Gogh Museum in der Früh wurds mir fast zu viel Kunst – Buffer overflow. Zudem ist das Gebäude recht verwinkelt, so dass man manche Wege doppelt gehen muss, um alles zu sehen.
Leberkassemmel und mehr: Innenhof vom Rijksmuseum in Amsterdam
Sehr schön, aber anschließend war ich zu erschlagen, um noch was zu unternehmen.

2. privater Tag in Amsterdam – Jüdische Geschichte

Für den zweiten Tag nahm ich mir vor neben dem Anne Frank Haus auch die jüdischen Museen mir anzuschauen. Also ging es zeitig zum Anne Frank Haus, nachdem ich sogar 2 Wochen im Voraus kein Online-Ticket mehr bekam. Das Wetter spielte noch mit.
Leberkassemmel und mehr: Westkirche bei Sonnenschein in Amsterdam
Noch? Bis ich anstand. 20 Minuten vor Türöffnung hat sich schon eine beträchtliche Schlange gebildet, in der ich insgesamt 1 Stunde stand. Gleichzeitig zog der Nebel auf und es wurde ziemlich frisch.
Leberkassemmel und mehr: Warteschlange vorm Anne Frank Hausl in Amsterdam
Das Haus ist an sich wirklich interessant und zeigt neben den damaligen Räumen (inklusive Verdunkelung) auch Filmmaterial, Fotos und Schriften. Leider steht man im Haus selbst auch häufig Schlange.

Mehr oder weniger gegenüber vom Anne Frank Haus befindet sich das Käsemuseum, was eigentlich ein Verkaufs- und Probierraum mit einem Schauraum im Untergeschoss ist. Praktisch, wenn man etwas Käse probieren will.
Leberkassemmel und mehr: Käsemuseum in Amsterdam
Zudem brauchte ich eine kurze Pause und einen Kaffee, hier direkt am Blumenmarkt. Nachdem ich wieder aufgewärmt war, machte ich einen kurzen Abstecher zum Begijnhof, einer früheren Wohnanlage für Beginen.
Leberkassemmel und mehr: Starbucks Kaffee beim Blumenmarkt in Amsterdam
Weiter gings zu Fuß über so manche interessante Brücke.
Leberkassemmel und mehr: Brücke in Amsterdam
Einen Blick in den Innenhof der Hermitage musste ich werfen. Die Hermitage in Amsterdam zeigt Kunst aus der Hermitage in St. Petersburg.

Der Kunst wollte ich mich aber an dem Tag nicht widmen, also ging es weiter in das frühere jüdische Viertel, in dem die Portugisische Synagoge mein erstes Ziel bildete.
Leberkassemmel und mehr: Portugisische Synagoge in Amsterdam
Auch wenn ich kein Fan von Audioguides bin, war ich von dem positiv überrascht. Es werden viele zusätzliche Geschichten erzählt, die man jederzeit abbrechen und auswählen kann. Die Angestellten waren allesamt sehr freundlich und haben teils von sich aus ein paar Geschichten erzählt.

Neben dem alten Herren an der Kasse der Portugisischen Synagoge, fiel mir das beim jüdischen historischen Museum auf. Hier hatte ich beim zweiten Anlauf Glück einen der 10 Plätze bei der kostenlose Probierrunde zu ergattern. Wenn ihr im Museum seid, schaut, dass ihr sowas mitmacht. Die Verkostung findet im Café statt und man kann neben Mazze-Brot eine Dattelpaste mit Tamarinde, Meerrettich mit Rote-Beete-Saft (ohhh), gelbe eingelegte Silberzwiebeln (ohhhh), Fladenbrot, gefilte Fisch und Bolus (wenn ich mich recht erinnere) probieren.
Leberkassemmel und mehr: Mazze, Dattelpaste und Meerrettich bei der Probierrunde des Jüdischen Historischen Museums in Amsterdam
Typisch: Taschen und Rucksäcke müssen im Schließfach bleiben, während man das Museum besichtigt. Dabei habe ich leider vergessen den Geldbeutel mitzunehmen und ich war zu faul ihn zu holen. Also gabs nicht noch weitere Köstlichkeiten von dem Café.
Im Museum selbst hat mich vor allem die temporäre Fotoausstellung mit Bildern aus den 50er Jahren fasziniert.

Mit dem Ticket des jüdischen Viertels kann man sich noch eine Gedänkstätte anschauen, aber um ehrlich zu sein reichten mir die Eindrücke. Zu Fuß ging es, vorbei am Imbiss mit Köstlichkeiten aus Surinam, zurück zum Hotel. Ach ja, diesmal gab es eine Teigtasche mit Kochbanane und Chili, zusammen mit eine Tripel der Mikrobrauerei Brouwerij de Prael. Ebenfalls lecker!
Leberkassemmel und mehr: Tripel-Bier einer Mikrobrauerei und Teigtasche in Amsterdam
In der Nähe des Hotels fand ich mehrere Restaurants, die ich eigentlich ausprobieren wollte. Im Endeffekt aß ich allerdings nur in einem: Dabka, einem eher kleinen libanesischem Restaurant. Besonders interessierte mich hier die libanesische Pizza. Pizza, wie langweilig? Ich war einfach zu neugierig und nachdem mein Libanese daheim sowas nicht anbietet, griff ich zu. Genauer gesagt zu einer Variante mit Spinat und Feta. Nicht übel! Das muss ich mir merken.
Leberkassemmel und mehr: Libanesische Spinatpizza vom Restaurant Dabka in Amsterdam
Am Tag der Abreise machte ich noch einen kleinen Spaziergang zu Nemo und dem Museumshafen. Das Schifffahrtsmuseum sowie Nemo inklusive Dachterrasse gönne ich mir beim nächsten Besuch
Leberkassemmel und mehr: Museumsschiff und Schifffahrtsmuseum in Amsterdam

Allgemeine Infos zu Amsterdam:

  • Tickets Online: Anne Frank Haus, van Gogh Museum und weitere Museen bieten Online-Tickets an, bei denen man eine Zeit aussuchen kann. Leider ist der Vorrat begrenzt. Wenn man so ein Ticket ergattert hat, kann man aber leicht eine Stunde Wartezeit vermeiden.
  • Tickets über I amsterdam: wer sich viele Museen ansehen will, ist ggf. mit der I amsterdam Karte günstiger dabei. Ich dachte nicht, dass ich in so viele Museen gehen werde. Im Nachhinein betrachtet hätte ich mir mit der Karte Geld sparen können.
  • Besuchermagneten: am besten Früh dran sein, hat zumindest mir beim van Gogh Museum geholfen.
  • Tickets über Ticketschalter: in der Nähe von vielen Sehenswürdigkeiten gibts zudem offizielle Ticketschalter, bei denen man sich kleinere Euro-Beträge sparen kann.
  • Fortbewegung: ich hatte ein Mehrtagesticket von Tram/Bus/Bahn. Nachdem man vieles in Amsterdam gut zu Fuß erreichen kann, hätte es das bis auf den beruflichen Teil nicht mal gebraucht. Tickets kann man übrigens auch in der Tram selbst kaufen. Die typischen Hop-on-Busse sind im Gegensatz zu den Öffentlichen teurer.
  • Essen: gibts überall, keine Sorge. Leider habe ich es wieder einmal nicht geschafft indonesisch zu essen, aber das Essen aus Surinam faszinierte mich zu sehr. Auch Lobster & Burger, sowie das Irish Pub, in dem es vom Hotel aus das Frühstück gab, müssen auf den nächsten Besuch warten.

Mitbringsel diesmal: Tulpenzwiebeln, zwei Magnete aus dem van Gogh Museum, Pfefferminzdrops, geräucherter Käse und ein kleines Fläschchen von Bols – wenig Essbares im Vergleich zu sonst.

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