Challenge: Indien

Meine Challenge des Monats führt mich kulinarisch nach Indien. Indien? Da stellt man sich erst einmal viele Leute…

Challenge: Indien

… und eine bunte Umgebung sich vor. Nun, damit liegt ihr schon einmal richtig!

Challenge: Indien

Vor 3 1/2 Jahren war ich in Mumbai, eingeladen zu einer Hochzeit und natürlich schaut man sich dann auch die Stadt an und probiert das ein oder andere. Indien ist soweit ich das gehört hab so: entweder man liebt es oder man hasst es. Einen Mittelweg gibt es nicht. Mich haben Land und Leute fasziniert, auch wenn ich die Unterschiede zwischen Arm und Reich übelst fand. Neben einem Hochhaus für Bessergestellte ein Slum. Zwischen einem Stadium und einem Hochhaus – genau, ein Slum! Schon allein beim Anflug auf Mumbai fällt einem, trotz Dunkelheit, ein riesiges Slum auf, was auch in der Nähe meines Hotels war. Wenn man ein, zwei Regeln beachtet, kommt man als Frau trotzdem gut durch. Der erste Tag mit dem Spaziergang alleine am Strand war zwar ziemlich anstrengend, aber man gewöhnt sich daran und bewegt sich auch anders. Nur allein Bahnfahren habe ich mich nicht getraut.

Beim Essen denken viele auch an Currys und Tandooris usw., dabei ist das indische Essen genauso vielfältig wie hierzulande. Es gibt verschiedene Regionen mit unterschiedlichen Vorlieben und Gerichten. Eine Gemeinsamkeit gibt es allerdings: es wird häufig vegetarisch gegessen. Mich als Fleischesser hat das nicht gestört. Im Gegenteil, ich hätte noch länger vegetarisch essen können, da die Gerichte variantenreich zubereitet werden. Auch ist es noch immer so, dass ich beim Inder gerne vegetarisch esse.

Die nordindische Küche ist hierzulande am bekanntesten. Sie verwendet viele Milchprodukte und hat auch einen hohen Anteil an Lamm- und Ziegengerichte. Bei den Gewürzen spiegelt sich der orientalische Einfluss wieder. Beispielsweise werden Kreuzkümmel und Nüsse gerne verwendet. Typisch sind Gerichte aus dem Lehmofen, Tandoori, sowie Samosas, die es auch in anderen Ländern Südostasiens gibt.

Die ostindische Küche ist bekannt für ihre Süßigkeiten und Desserts. Die Schärfe in den Gerichten ist wie im Norden zurückhaltend. Panch Phoron ist eine typische Gewürzmischung. Wenn ihr also Inder trefft, die nicht gerne scharf essen, kommen sie vermutlich aus diesen Teilen des Landes.

Im Gegensatz dazu wird im Süden sehr gerne scharf gegessen. Idlis, Dosas, Biryani, Rasams und Sambars sind typisch für diese Gegend. Auch wird im Süden gerne mit Tamarinde gekocht, was den Gerichten einen leicht säuerlichen Geschmack verpasst. Eine typische Beilage im Süden ist Reis. Wer in London ist, kann dort gut südindische Küche probieren. Hier in Deutschland ist sie leider weniger bekannt.

Mumbai hat Einflüsse aus dem Süden, auch wenn es ein paar Unterschiede gibt. Mumbai gehört, wie beispielsweise Goa, zur westindischen Küche, in der es eher Naan-Brote als Beilage gibt. Die westindische Küche ist sehr variantenreich. Am Meer werden auch Fischgerichte serviert, während es um Goa durch die dort ansäßigen Katholiken auch Schweinefleischgerichte, wie Vindaloo gibt. Hirse und kräftige Gewürze prägen ebenfalls diese Region. Auch Daals sind typisch für die westindische Küche.

Ihr seht schon, auch hier könnte man die indische Küche noch weiter untergliedern. Gehen wir über zu dem, was ich in Mumbai probiert und erlebt habe. Eine Überraschung für mich war das bekannte Bombay Grilled Sandwich, was wir bei einem Straßenstand probieren durften. Es ist natürlich vegetarisch, gefüllt mit einer Koriander-Paste, Salat, Tomaten, anderen Zutaten nach Belieben, wie Kartoffeln, und darüber gab es in der Deluxe-Ausführung noch Käse. Lecker! Ich sags euch! Dieses Sandwich habe ich einmal vorher nachgemacht und wollte es im Rahmen der Challenge nochmals versuchen.

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Natürlich waren meine Hände für die Hochzeit auch mit Henna verziert. Es gab extra eine Frauen-Veranstaltung, bei der jede bemalt wurde. Musik, Tanz und Essen durften ebenfalls nicht fehlen. Dort habe ich die ersten Masala Dosa probiert und könnte immer noch dafür sterben. Leider ist der Teig etwas aufwändiger, da die Hülsenfrüchte dafür fermentieren müssen. Aber ohhh, lecker!

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Beim Inder esse ich gerne verschiedene Naan-Brote und sonstige Brote. Leider sind die aus Mumbai unübertroffen.

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Das müsste eines der vielen Fischgeriche aus der Gegend sein. Ich weiß zwar nicht mehr was es war, aber es schmeckte lecker.

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So probierte ich sehr viele Gerichte, die ich aber nicht alle in Deutschland vorher ausprobierte. Eine Challenge wäre keine Challenge, wenn ich nicht was kochen und probieren müsste. So versuchte ich die Lücken zu schließen.

  • Masala Corn: lecker, werde ich sicherlich häufiger machen.Challenge: Indien
  • Paneer mit Mais in Tomatensauce: ohne Foto, aber äußerst lecker!
  • Bombay grilled sandwich: lecker! Einmal ohne und einmal mit Käse, wird auch noch verbloggt.

Schon früher auf meinem Blog veröffentlicht:

Der nächste Monat behandelt Frühlingskräuter! Seid also gespannt!

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