Ausprobiert: Bittergurke

Bittergurke, auch Bittermelone genannt, habe ich zum ersten Mal in Mumbai bei den Marktständen entdeckt. Nachdem ich das Gemüse nicht kannte, wurde es mir kurz von meinen indischen Begleitern erklärt. Bittergurke wird in Indien gerne gegessen, es soll eine blutreinigende Wirkung haben und eben bitter schmecken. Das Bild habe ich später in Malaysia aufgenommen.

Ausprobiert: Bittergurke

Bittergurke ist ein Kürbisgewächs und außerhalb von Indien und Malaysia beispielsweise in Japan und China bekannt. Die Bittergurke ist etwa Handlang, länglich und mit Rippen oder Warzen bedeckt. In Asien werden vor allem unreife Früchte in der Küche verwendet (also grün gefärbt anstelle von gelb-orange). Vor der Zubereitung wird zunächst der Samen entfernt, bevor das Fruchtfleisch eingesalzen wird. Dies erfolgt, um die Bitterstoffe zu reduzieren.
Indirekt von meiner Reise habe ich auch ein Rezept für ein Curry mitgebracht (Pavakkai Pitla), in dem Bittergurke vorkommt. Selbst habe ich das Gericht (sowie das Gemüse) nicht vorher probiert, aber andere schwärmten davon.

Ausprobiert: Bittergurke

Nachdem ich anfangs keine Bittergurken bekam (inzwischen kenne ich einen Laden), kaufte ich mir eine Konservendose mit einer bereits entkernten und eingesalzenen Bittergurke (ja, eine Gurke in einer Dose). Somit sollte zumindest die Bitterkeit etwas reduziert sein. Anstelle von verschiedenen Dhals, machte ich ein Dhal aus roten Linsen, was ich verwendete.

Pavakkai Pitla

Ausprobiert: Bittergurke
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Bittergurken-Curry
Ausprobiert: Bittergurke
Menüart Beilage, Vegetarisch
Küchenstil Indisch
Portionen
Portionen
Zutaten
Menüart Beilage, Vegetarisch
Küchenstil Indisch
Portionen
Portionen
Zutaten
Ausprobiert: Bittergurke
Anleitungen
  1. Zunächst das Dhal ohne viele Gewürze und Zutaten zubereiten.
  2. In der Zwischenzeit die Bittergurke vorbereiten, d.h. die Enden der Bittergurke sowie die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch einsalzen. Kurz vor der weiteren Verwendung das Salz auswaschen.
  3. 1 TL Öl in einer Pfanne erhitzen und darin Pfeffer, Chilis und Senfkörner anbraten. Achtung, Senfkörner können hüpfen. Die Gewürze in einem Mörser zu einer Paste verarbeiten.
  4. 1 TL Öl in einem Topf erhitzen und darin die Stücke der Bittergurke anbraten. Tamarindenpaste, Curryblätter, Salz und etwas Wasser hinzugeben und das Ganze etwa 5 Minuten köcheln lassen.
  5. Anschließend das Dhal zum Curry geben und 5 weitere Minuten das Gericht köcheln lassen. Abschließend die Gewürzmischung und die Kokosflocken dazu geben. Das Curry erneut 5 Minuten köcheln lassen. Bei Bedarf Wasser hinzugießen.
  6. Das Curry kann mit Reis oder Pita-Broten serviert werden.
Ausprobiert: Bittergurke

Nachdem die Kokosflocken bei uns etwas trockener sind, könnte vielleicht Kokosmilch sinnvoller sein. Ansonsten verstehe ich jetzt warum Bittergurke den Zusatz BITTER trägt… Naja, mit einem schön hopfigen Craft Beer ist alles… hust… äußerst bitter… Anscheinend kann man auch anderes Gemüse in das Curry schnipseln, was vielleicht nicht die schlechteste Idee ist. Im Sommer kann ich mir das Curry sogar einigermaßen vorstellen, aber mir war das um ehrlich zu sein fast zu bitter. Die erste kleine Schale ging noch…

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6 Kommentare

  1. Bittergurken richtig zuzubereiten ist eine Kunst.. Ich kenne sie aus Nepal und ein nepalesischer Bekannter hat sie auch mal für mich gekocht. Allerdings nur als BEILAGE zu vielen anderen Gerichten. Man nimmt nur wenig davon zum Rest des Menüs. Als Hauptspeise kann ich sie mir wirklich nicht vorstellen.
    Liebe Grüße,
    Ela

  2. Hallo Ela,
    als Beilage kann ich sie mir auch etwas besser vorstellen. Wie wird sie in Nepal zubereitet? So fand ich das Gericht etwas zu bitter. Ich habe später noch Zucker und Chili hinzugefügt, so dass es ein wenig erträglicher wurde, aber auch nicht viel.
    Viele Grüße,
    Daniela

  3. hallo,
    danke für die rezept-anregung.
    ich kenne bittergurke aus indien, im curry mit mehreren anderen gemüsestücken. ich glaube, es war weißkohl mit dabei.
    beim nachkochen deines rezeptes stand ich plötzlich ohne kokosraspel da. habe also dafür reichlich hafermilch, eine prise zucker und etwas kürbiskernöl genommen. am schluss habe ich noch 1 frische tomate in stückchen dazugegeben. und fand es dann recht lecker.
    nun, die bittergurken im indischen curry waren weniger bitter als bei meinem nachgekochten. vielleicht haben sich die bitterstoffe mehr rausgekocht und verteilt, es war recht brühig wie ich mich zu erinnern glaube.
    sehr lecker fand ich den duft der gewürz-paste 🙂
    viele grüße

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