Bier: Lemke Berlin

Bier: Lemke Berlin

In diesem Jahr verschlug es mich auch beruflich nach Berlin. Praktischerweise wurde das gemeinsame Abendessen im Brauhaus Lemke am Alex veranstaltet, was mich schon längere interessiert. Bevor es an die Bierprobe ging, musste natürlich etwas zum Essen bestellt werden. Nachdem ich schon so begeistert von der Dortmunder Currywurst war und den Vergleich zur Berliner Currywurst wollte, fiel mir die Entscheidung leicht. Die Kartoffelchips anstelle von Pommes haben mir sehr gut gefallen. Die Sauce fand ich nur Currylastig und leicht scharf, aber ohne weiteren Geschmack. So gesehen bleibt Dortmund und das Ruhrgebiet mein Favorit. Biere wurden natürlich auch probiert. Der Gründer des Brauhauses, Oli Lemke, hat ein BWL-Studium abgebrochen und ein Brauereistudium abgeschlossen, als er beschloss, eine eigene Brauerei ins Leben zu rufen. Ein heruntergekommener S-Bahn-Bogen am Hackeschen Markt wurde nach einigen Stationen zu einem Brauhaus umgebaut, welches am 21.11.1999 seine Pforten öffnete. 1999, das war noch vor der Zeit des Craft-Bier-Booms. 2004 kam das Brauhaus am Alex hinzu. Das Weizen zu Beginn mundete mir sehr gut. Das Pils fand ich ganz ok und vom Spree Coast IPA zum Schluss war ich ganz begeistert: ein leicht bitteres und zugleich süffiges West Coast IPA. Das Black Rye IPA hätte mich noch interessiert, aber dafür dauerte […]

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Urlaub: Eat the World Berlin Friedrichshain

Urlaub: Eat the World Berlin Friedrichshain

Vor kurzem habe ich eine ehemalige Kollegin in Berlin besucht. Nachdem ich die meisten üblichen Sehenswürdigkeiten schon längst kenne, kam sie u.a. auf die Idee eine Fresstour zu machen. Ich liebe ja essen und was würde besser passen? Genauer gesagt wollte sie Eat the world ausprobieren und ich war natürlich begeistert. Die Tour führte uns in den Stadtteil Friedrichshain. Friedrichshain ist, soweit ich es mir merken konnte, eher ein Arbeiterviertel im Osten Berlins. Vom sozialistischen Prachtboulevard, die ehemalige Stalinallee, ging es zum „Kiez“, der „Partymeile“ Simon-Dach-Straße und weiteren Ecken. Neben Essen lernten wir einiges von der Geschichte kennen. Die erste Station servierte uns Falafel. Das Lokal Fatoush hält sich schon ein paar Jahre in der Simon-Dach-Straße und liefert auch seine Ware. Die Falafel mit Sesamkruste waren zwar kleinwenig trocken, aber geschmacklich überzeugten sie. Dazu gab es Fladenbrot, Tahini und Salat mit Granatapfelsirup. Die obligatorische Currywurst durfte natürlich nicht fehlen. Diese gab es im Curry 66, deren Betreiber wir kurz kennen lernen durften. Die Wurst wird wahlweise mit Pommes oder Kartoffelsalat und einer Sauce bis zu Schärfegrad 10 serviert. Wir bekamen Schärfegrad 1 und 4 zu probieren, wobei 4 der letzte Schärfegrad ist, der noch in der Küche hergestellt werden kann. […]

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Ausflug: Schloss Ludwigsburg kulinarisch

Ausflug: Schloss Ludwigsburg kulinarisch

Eigentlich bin ich ja kein großer Schlossfan. Ich höre Metal, mag Burgen und Mittelalterfeste und trinke gerne Met. Schlösser erscheinen mir zu edel, verbinde ich mit wallenden Kleidern und gehobener Gesellschaft. Nichtsdestotrotz schaue ich mir auch mal Schlösser an und technische Spielereien, wie das Tischlein deck dich im Schloss Herrenchiemsee und in Linderhof, und die prachtvollen Gärten faszinieren mich. Bevor ich Stuttgart verließ und nach München zog, besichtigte ich noch das Residenzschloss Ludwigsburg mit einer Führung. Neben den großen prächtigen Kronleuchtern war ich begeistert von den Informationen zur Schlossküche. Die Hofküche mit Verwaltung bestand aus 36 Personen, die eng mit Hofkellerei und dem Servierdienst zusammenarbeitete. Eine ganze Menge an Leuten, wenn man es sich einmal überlegt. Für die königliche Tafel waren drei Mundköche zuständig, unterstützt von zwei Bratenmeistern, einem Salzkoch und einem weiteren Koch. Für die Marschallstafel waren ein Ritterkoch und drei weitere Köche beschäftigt. Küchenpersonal war hierarchisch unterteilt. Vor der Einführung der Gasbeleuchtung war die Hofküche übrigens auch für die Beleuchtung im Gebäude zuständig. Natürlich gab es noch allerlei Süßes, wofür die eigenen Orangen und Ananas aus der Orangerie verwendet wurden. Nicht von ungefähr kam der Leibesumfang mancher Herrscher und Untergebenen. Als besonders Schick wurde es im 18. Jahrhundert empfunden, seinen Gästen […]

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Restaurant: Siegburger Brauhaus

Restaurant: Siegburger Brauhaus

In dem Jahr war ich einmal beruflich in Bonn unterwegs und landete zufällig in Siegburg. S-Bahnen sind ausgefallen und der Hunger machte sich bemerkbar. Was machen? Irgendwie landeten ein Kollege und ich schließlich im Siegburger Brauhaus – und haben den Abend sichtlich genossen. Auf der Speisekarte waren neben den Speisen auch mehrere Biere vermerkt. Als Bayerin sehr wichtig 😉 Beim Essen konnte ich mich zunächst nicht entscheiden, da einfach zu viele Gerichte interessant klangen. Schlussendlich entschied ich mich für Himmel und Äd, was ich schon länger vorhatte zu verkosten. Der Kartoffelbrei schmeckte und von den Blut- und Leberwürsten, die angebraten waren, war ich begeistert. Die Zwiebeln harmonierten perfekt. Ok, das Apfelmus wurde meine Nachspeise, muss ich zugeben. Nach dem Essen war ich pappsatt. Aber da war ja auch noch das Bier, was auf der Karte stand. Mein Plan war jedes Bier einmal zu probieren. Bei 4 aktuellen Sorten und den kleinen Gläschen war das zum Glück keine Schwierigkeit. Das Siegburger ist das Originalbier, praktisch ein Pils. Dann gibts noch ein Weizen, ein Märzen (ANNO) sowie ein Alt (Michel). Das ANNO und das Weizen mundeten mir am besten, wobei auch die anderen beiden Biere schmeckten. Der Service war freundlich und auf […]

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Ausflug: Spreewald und mehr

Ausflug: Spreewald und mehr

Letzte Woche habe ich euch von Wittenberg erzählt. Als zweites Ausflugsziel wurde der Spreewald auserkoren. Wir fuhren direkt nach Lübbenau (niedersorbisch Lubnjow/Błota), wo wir eine der bekannten Kanufahrten machten. Lübbenau bietet den größten Hafen für Kanufahrten im Spreewald an und gefühlt jeder Einheimischer hat tatsächlich auch eines. Die Kähne bestehen traditionell aus Holz, aber vermehrt wird Aluminium eingesetzt. Allerdings waren wir faul und ließen uns fahren. Man kann sich aber auch einfach ein Kanu ausleihen und selbst rumfahren. Mit dem Kanu wurde uns Lübbenau, deren Geschichte, ein paar Bräuche und die dortige Feuerwehr mit dem Kanu erklärt. Landschaftlich ist Lübbenau durchaus schön und lädt zum Verweilen ein. Den Stopp in der Mitte nutzten wir für den Besuch in das Freilichtmuseum Lehde, wo die Geschichte und das Brauchtum gut dargestellt sind. Neben mehreren Bauernhöfen aus der Spreewaldregion wird ein großes Familienbett anno 1850, die älteste Kahnbauerei im Dorf und die historische Dorffeuerwehr dargestellt sowie viel über Spreewaldgurken und Meerrettich und Tracht erklärt. Mit Glück kann man auch alltägliche Aufgaben ausprobieren. In der Pause reichte es auch noch für ein Lübbenauer Babben Bier (Prädikat lecker-süffig) und ein belegtes Brot. Bad Muskau Eigentlich mit dem einfachen Ziel einmal kurz in Polen gewesen zu […]

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Ausflug: Lutherstadt Wittenberg

Ausflug: Lutherstadt Wittenberg

Bei Wittenberg denkt man vermutlich erst an Luther, nicht umsonst heißt der Ort auch Lutherstadt Wittenberg. Auch wenn in dem Jahr die Luther-Bibel und alles um die Reformation groß gefeiert wird, war ich eigentlich nicht deshalb ein Wochenende in der Nähe. Aber wenn man schon da ist, kann man sich auch die Stadt anschauen (und das Durchschnittsalter senken). Direkt am Hauptbahnhof begrüßt einen die große Bibel, in die man auch hineingehen kann. Der Weg in die Altstadt ist gepflastert mit Infos zu 500 Jahre Reformation. In der Altstadt gehören die Stadtkirche St. Marien, die Schlosskirche, das Lutherhaus und das Melanchthonhaus zum UNESCO Welterbe. Natürlich führte der erste Weg zu Luthers 95 Thesen an der Schlosskirche, wobei ich die Tür mir größer vorgestellt hatte. Das Innere der Kirche ist beendruckend. Weitere Höhepunkte waren die Cranach-Höfe, das Lutherhaus, Melanchthonhaus, die Stadtkirche, das alte Rathaus und das Parnorama-Bild Luther 1517. Beeindruckend fand ich das Röhrwasser. Im 16. Jahrhundert wurde die Versorgung mit frischem Wasser immer wichtiger, zumal die Brunnen verschmutzt waren. Mit dem Röhrwasseranschluss hatten die Bürger auf einmal Zugang zu frischem Wasser den ganzen Tag über. Ende des 19. Jahrhunderts verlor das Röhrwasser seine Bedeutung, ist aber inzwischen das einzige noch verbliebene […]

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