Marktspaziergang in Riga

Marktspaziergang in Riga

Mein Markt? Tja, das ist fast langweilig. Nach dem Umzug kann ich direkt in meinem Stadtteil nur noch unter der Woche Vormittags auf einen Markt gehen. Und wo bin ich zu der Zeit normalerweise? Genau, in der Arbeit! Falls ich mittlerweile auf einen Markt gehe, um einzukaufen, dann ist es der Viktualienmarkt – einer der wohl am besten beschriebensten Märkte der Welt. Laaangweilig. Aber ich war vor kurzem im Urlaub in einen Markt, der mich stark beeindruckt hat. Nur leider hatte ich keine Küche zur Hand, ansonsten hätte ich gleich zum Kochen angefangt. Aber das kann Frau natürlich nachholen. Zuerst zeige ich euch aber den Markt…. in Riga. Als die Hallen 1930 eröffnet haben, war das zudem der größte Markt Europas. Leider habe ich von Innen fast keine Fotos, aber ich versuche euch das mal zu beschreiben. Außen bei den Hallen verkaufen viele Bauern ihre Ernte. Aktuell insbesondere Erdbeeren, Kirschen, die ersten Heidelbeeren sowie Gurken und Tomaten. Die Schale Erdbeeren, die ich mir kaufte, war köstlich. Im Frühjahr sollten Birkensaft und frischer Quark mit Kräutern besonders beliebt sein. Im Herbst findet man eher Pilze und Pflaumen. Die linke Halle ist voll mit Fischständen. Hier habe ich mir ein Appartment mit Küche […]

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Ausprobiert: Curuba

Ausprobiert: Curuba

Es passiert nicht häufig, dass ich Obst sehe – noch dazu im Supermarkt – was ich noch nicht kenne. Vor kurzem habe ich allerdings in Taufkirchen bei München Curuba gesehen und die Frucht sagte mir rein gar nichts. Wer gerne Veltins trinkt, mag Curuba als Zutat schon begegnet sein. Curuba zählt zu den Passionsblumenarten und wird teils auch als Bananen­-Passionsfrucht bezeichnet. Die Frucht ist tatsächlich etwas länglich, aber das ist die einzige Gemeinsamkeit mit der Banane. Vom Fruchtfleisch her erinnert Curuba stärker an Maracuja und Passionsfrucht. Es schmeckt aber deutlich süßer und intensiver als Maracuja, aber (finde ich zumindest) säuerlicher als Passionsfrucht. Sie ist reich an Vitamin A und C. Sie stammt wie auch die Passionsfrucht ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Besonders in den kolumbischen Anden und in Peru gibt es eine lange Anbautradition. Curuba hat, nachdem sie das ganze Jahr per Luftfracht zu uns kommt, immer Saison, aber im Februar und März gibts Angebotsspitzen. Sobald sie reif ist, riecht sie intensiv und genau dann sollte man sie essen.

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Quick and Dirty: Kirschstrudel

Quick and Dirty: Kirschstrudel

Ich wollte schon seit Ewigkeiten Strudel selbst machen und der Kirschstrudel im Kochbuch Süßes Belgrad** lachte mich einfach zu sehr an. Zugegeben: ich habe wie im Rezept einen fertigen Teig verwendet. Das machte die Sache deutlich einfacher und die Kirschen kommen super rüber. Das nächste Mal werde ich allerdings den Teig selbst machen und Quark zu den Kirschen geben. Ich bin schon gespannt. Ihr seht, das Dessert hat mir gefallen. Außerhalb der Kirschsaison kann man einfach ein Glas eingemachte Sauerkirschen verwenden. Drucken Kirschstrudel Gericht Nachspeise, Süßes Länder & Regionen Balkan Zutaten 1 Strudelteig im Rezept: Filoteig 1 Glas Sauerkirschen 100 g Zucker 1 TL Zimt 1 Vanilleschote aufgeschnitten Puderzucker Anleitungen Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Eine Gratinform einfetten. Den Strudelteig auf ein Geschirrtuch auslegen. Die Kirschen ohne Saft mit Zucker, Zimt und dem abgestreiften Vanillemark mischen und in die Teigmitte geben, sodass rundum genug Rand zum Zuklappen frei bleibt. Zuerst die schmale Seite, dann die Längsseiten über der Füllung einschlagen und den Strudel in die Auflaufform geben. Hier tut man sich mit dem Geschirrtuch am einfachsten. Mit etwas Öl und Milch bepinseln. Kirschstrudel im Ofen 30 Min backen. Mit Puderzucker bestäuben und warm oder lauwarm servieren. ** Alle Links zu Amazon […]

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Quick and Dirty: Orangensalat

Quick and Dirty: Orangensalat

Natürlich kann ein Salat zum leckeren Weihnachtsessen nicht schaden. Was fruchtiges und passendes zu den restlichen Bestandteilen des Essens stand mir im Sinn. So kam ich auf den Orangensalat mit Oliven und Granatäpfeln aus dem Kochbuch Die jüdische Küche* **, wobei ich die Variante Orangensalat mit Oliven eigentlich nur um Granatapfel ergänzte. Insgesamt gefällt mir der Salat sehr gut: fruchtig, erfrischend und leicht. Genau passend für Weihnachten, aber auch Winter allgemein. Nur leider passten die Oliven nicht wirklich rein. Ich mag ja salzige Salate mit Orangen, aber Oliven gehören bei mir nicht dazu. Nächstes Mal kommt stattdessen eine kleine rote Zwiebel dazu. Drucken Orangensalat mit Oliven und Granatäpfel Gericht Salat, Vegetarisch Länder & Regionen Israel Vorbereitungszeit 15 Minuten Portionen 4 Personen Zutaten 5 Orangen 1/2 Bund Petersilie alternativ getrocknete Petersilie 2 Zehen Knoblauch 300 g Kalamata-Oliven oder weglassen oder durch eine Zwiebel ersetzen 1/2-1 Granatapfel 1 cm Ingwer 1 EL Olivenöl 1 Prise Salz 1 Prise Pfeffer Anleitungen Orangen großzügig schälen, vierteln und in Scheiben schneiden. In eine Schüssel geben.Orangenabfall auspressen. Blätter von den Petersilienstängel zupfen. Knoblauch schälen und zerdrücken. Oliven vierteln. Ingwer schälen und reiben. Granatapfelkerne herauslösen. Alles zu den Orangen geben, Orangensaft und Olivenöl darüber träufeln. Mit Salz […]

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Quick and Dirty: Ambasauce – Mango-Sauce

Quick and Dirty: Ambasauce - Mango-Sauce

Ich liebe ja Mangos. Ursprünglich kannte ich nur die Sorten, die es hierzulande gibt – bis ich in Indien, Malaysia und Singapur war. Da gab es dann wilde Sorten, grüne Mangos für Salat und vieles mehr. Seitdem liebe ich Mangos nur noch mehr. Als ich das Kochbuch Die jüdische Küche* ** durchlas, fiel mir die Ambasauce auf. „Diese Sauce ist eine Art flüssiges Mango-Chutney und wird in israelischen Imbissbuden zu Sandwiches wie Sabich oder zu Falafeln und Meorav Yerushalmi gereicht.“ Ok, Falafel oder Sandwiches sollte es nicht zu Weihnachten geben, aber es könnte doch zu Pferd passen, oder? So kam es dazu, dass die Mangosauce kurzerhand auf dem Tisch landete. Dem einen war sie zu scharf und übertünchte das Fleisch. Ich fand sie genial und aß die folgenden Tage zu Pitabrot zum Frühstück. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Sauce perfekt zu Schweinefleisch und allgemein zu Fondue passt. Drucken Ambasauce Flüssiges Mango-Chutney Gericht Sauce, Vegetarisch Länder & Regionen Israel Vorbereitungszeit 10 Minuten Zubereitungszeit 20 Minuten Arbeitszeit 30 Minuten Portionen 1 Glas Zutaten 1 Limette 1 Mango vollreif 2 TL Currypulver 1 Prise Chilipulver 1 Prise Salz Anleitungen Limette auspressen, Mango schälen, würfeln und glatt pürieren. Mangopüree mit den weiteren […]

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Ausprobiert: Longkong

Ausprobiert: Longkong

Aus Malaysia kenne ich Longkong (thailändisch), was dort Langsat genannt wird. Ich fand die Früchte damals gleich faszinierend: schaut fast aus wie Litschi, ist in Fächer geteilt und kann wie eine Orange gegessen werden. Der Geschmack erinnert entfernt an Litschi, aber mit einer Tendenz zu Grapefruit. Neben Karambole, Salak und Mangosteen habe ich dann auch Longkong bestellt (links oben) – und war begeistert. Der Lansibaum ist ein sehr beliebter Baum in Malaysia und Indonesien. In Indien, Sri Lanka und Thailand ist er ebenfalls bekannt und gehört eigentlich zu den Mahagonigewächsen. Die kleinen Blüten wachsen zu bis zu 30 cm lange Trauben, welche am Schluss herunterhängen. Daran hängen etwa 6 bis 30 Kapselfrüchte mit einem Durchmesser von 2,5 bis 3 cm und einem weißen durchsichtigen Samenmäntel. Angeblich schmecken Schale und Samen sauer; ich habe beides nicht probiert. Die Frucht selbst ist leicht säuerlich, aber auch zugleich süß. Longkong ist anscheinend die süße Variante, während Langsat säuerlicher ist. Sauer finde ich die Frucht trotzdem nicht. Duku ist eine weitere Sorte, die rundlicher ausschaut. Mich wundert nur, dass die Frucht hierzulande nicht bekannt ist.

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