Barmbrack

Was macht Frau, wenn noch einige Backzutaten im Regal sich stapeln, aber ein Umzug ansteht? Genau, schauen, was man daraus leckeres backen kann. So stieß ich auf Saveur auf ein leicht amerikanisierte Variante von Barmbrack, welches ich so lange ich noch einen Backofen hatte, umsetzte.

Barmbrack

Barmbrack ist ein typisches Brot, was zu Samhain gebacken wird. Samhain (Sah-win ausgesprochen) ist ein gölisches Fest, welches das Ende der Erntesaison darstellt – praktisch ein Erntedankfest – und auch den Beginn des Winters markiert. Traditionell wird das Fest vom 31. Oktober zum 1. November gefeiert. Es ist eines der vier gälischen saisonalen Feste, mit Imbolc, Bealtaine und Lughnasadh. Durch die Christianisierung wurden daraus Allerheiligen und Allerseelen, und nun Halloween. Wobei die Konstümierung früher auch schon bei Samhain üblich war.

Früher gabs das Fest in ganz Irland, Schottland und der Isle of Man. Ähnliche Feste wurden auch in anderen keltischen Ländern gehalten, wie in Wales und Cornwall. Um Samhain wurde das Vieh wieder zurück gebracht auf die Winterweiden und manche Tiere wurden dann geschlachtet. Das Gras war weg und langsam folgte die kalte Jahreszeit, wo sich Fleisch gut hält. Samhain wurde als ein Fest angensehen, wo die Grenzen zwischen dieser Welt und der Unterwelt leicht überquert werden können. Die Aos Sí konnten daher leicht in diese Welt kommen, die dann schauen, dass Leute und Vieh den Winter überstehen. Damit sie den Schutz bewirkten, wurden Essen und Getränke für sie geopfert bzw. für sie bereitgestellt.

Daneben sollen auch die Geister der Toten ihre Heime wieder besucht haben. Feste wurden abgehalten, an denen für die Toten auch ein Platz an der Tavel gelassen wurde. Äpfel und Haselnuss waren häufig Teil von Ritualien oder Spielen. Äpfel sind in der keltischen Mythologie stark mit der Anderswelt assoziiert, während Haselnuss für Weisheit steht. In Barmbrack, einem Früchtebrot, wurden häufig Kleinigkeiten versteckt, die die Zukunft voraussagen sollten. Ein Ring stand für Hochzeit, eine Münze für Reichtum. Inzwischen wird Barmbrack häufig mit Butter und einem Tee am Nachmittag serviert. Der Teig ist süßer als Sandwichbrot, aber nicht so reichhaltig wie Kuchen. Sultaninen, Rosinen und andere Zutaten machen das Brot fruchtig. Daher stammt auch der Name báirín breac heißt auch speckled bread. Genau das habe ich für das Blogevent zum Reformationsjahr – Religionen der Welt kulinarisch – von Aus meinem Kochtopf für euch gebacken.

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Barmbrack
2 cups black tea, cooled 3⁄4 cup raisins 1⁄2 cup dried currants, cranberries, or cherries 2 tbsp. each candied lemon and orange peel, minced 2 cups flour, plus more 1⁄4 cup light brown sugar 2 tsp. baking soda 1 tsp. ground cinnamon 1⁄4 tsp. freshly grated nutmeg 1⁄4 tsp. ground cloves 6 tbsp. unsalted butter, preferably European-style like Kerrygold or Plugrá, melted, plus more 1⁄4 cup whole milk 1 egg, beaten Assorted charms, wrapped individually in parchment paper 1⁄3 cup honey, warmed
Barmbrack
Menüart Brot
Küchenstil Britisch
Portionen
Zutaten
Menüart Brot
Küchenstil Britisch
Portionen
Zutaten
Barmbrack
Anleitungen
  1. Tee, Rosinen, getrocknete Früchte, Orangeat und Zitronat in eine Schüssel geben und für etwa 2 Stunden ziehen lassen. Anschließend abgießen und auf die Seite stellen.
  2. Backofen auf etwa 180°C aufheizen. Mehl, Zucker, Soda, Zimt, Muskatnuss und Nelken in eine Schüssel geben. Mit den Früchten, der Butter, Milch und dem Ei mischen und zu einem guten Teig verarbeiten.
  3. Den Teig in eine Kuchenform pressen und anschließend für 35 bis 40 Minuten backen.
  4. Den Kuchen mit Honig bestreichen, für 2 Minuten weiter backen und anschließend abkühlen lassen.

Barmbrack

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