Überbackener Blumenkohl

Wenn ich in den Supermarkt gehe, amüsieren mich ab und zu manche Produkte. Man bekommt fertig geschälte Kürbisse, Grünkohl mit Pinkel für die Mikrowelle und noch viel mehr. Gut, ich muss zugeben, dass ich Mikrowellengerichte während der ersten Zeit in der neuen Wohnung äußerst praktisch fand, nachdem die Küche fehlte, aber ansonsten sehe ich es nicht ein, solche Sachen zu kaufen. Wieso? Selbst kochen ist meist kein Aufwand, man weiß was man ist und kann die Speisen individuell würzen.

Passend dazu gehts in dieser Rettungsrunde von #wirrettenwaszurettenist, organisiert durch Sina und Susi, um Kohl. Auch wenn Grünkohl nahe lag, habe ich mich für einen einfachen überbackenen Blumenkohl ohne Fixprodukte entschieden. – Es gibt tatsächlich Fix-Produkte für Blumenkohl-Makkaroni-Auflauf, Blumenkohl-Kartoffel-Gratin und Brokkoli-Gratin. – Geht schnell, schmeckt lecker und kostet zudem wenig Geld (falls das noch jemand als Argument für Fertiggerichte aufführen möchte). Blumenkohl in einem Topf mit Wasser halbwegs weich kochen, dann in eine eingefettete Auflaufform geben. Ein wenig Speck dazu, Schuss Milch, Salz, Pfeffer und Muskatnuss als Gewürze, Käse drüber und ab gehts in den Ofen. Herauskommt was Schmackhaftes, was ich fast vergessen hätte zu fotografieren. Wer will, kann noch gare Kartoffeln oder Nudeln mithineingeben.

Überbackener Blumenkohl

Überbackener Blumenkohl

Gericht Auflauf, Gemüse
Länder & Regionen Regional
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Arbeitszeit 20 Minuten
Portionen 2 Portionen

Zutaten

  • 1/2 Blumenkohl
  • 1 Schuss Sahne
  • 1 Handvoll Speck Würfel oder Streifen, Schinken passt auch
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 Prise Muskat
  • 1 Handvoll Käse gerieben

Anleitungen

  1. Die Röschen vom Blumenkohl abbrechen und in Salzwasser knapp gar kochen. Der Blumenkohl darf ruhig noch etwas knackig sein. In der Zwischenzeit den Backofen auf etwa 180°C vorheizen und eine Form einfetten.

  2. Das Kochwasser abgießen und den Blumenkohl in die Form geben. Speck und Sahne hinzugeben. Das Essen mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Gut mit Käse bedeckt in den Backofen geben.

  3. Bei mir war der Auflauf etwa 5-10 Minuten drin. Der Käse sollte schön zerlaufen sein. Ich mag ihn am liebsten, wenn er knapp vor leicht braun werden ist. Den Blumenkohl auf die Teller verteilen und servieren.

Natürlich rette ich nicht alleine, sondern mit einer großen Runde. Schaut doch auch bei den anderen Rettern nach!

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37 Kommentare

  1. Es ist schon unglaublich, für was für Gerichte es Tütchen gibt! Zumal ja überbackener Blumenkohl noch nicht mal große Ansprüche ans Würzen stellt, weil das ja Käse und ggf. Speck oder Schinken im Großen und Ganzen übernehmen … Da hat die Lebensmittelindustrie echt ganze Arbeit geleistet, die Leute glauben zu machen, man könne ohne ihre Produkte nicht kochen. Umso toller, dass Du zeigst, wie einfach es wirklich ist! Überbackener Blumenkohl ist für mich eine echte Kindheitserinnerung. Muss ich eigentlich mal wieder machen. 🙂

    1. Ich verstehe es auch nicht, wo man dafür Tütchen braucht. Aber die Leute kaufen sie.
      Ursprünglich wollte ich den Blumenkohl orientalisch mit Tahini und Granatapfel machen, aber 1) ich hatte Hunger und 2) überbackenen Blumenkohl kann man immer essen. Tja, so wurde es die Kindheitserinnerung (bei mir häufig Mittagessen nach der Schule).

  2. Diese Tütchen finde ich auch fesselnd. Das ist doch wirklich Veräppelung! Deinen Blumenkohl nehme ich sofort.
    Fesselnd finde ich ja auch, dass es gar nicht so einfach ist, frischen Grünkohl aufzutreiben. Aber diese Schalen für die Mikrowelle, die gibt es immer.

    1. Ich finde es schlimm, dass die Tütchen auch noch gekauft werden! Eine der besten Kommentare, die ich bei einer Reise (ok, mit Studentinnen) zur Idee Kartoffelgratin ohne Tütchen zu machen, bekommen habe, war ich glaube nicht, dass das gesund sein kann!

  3. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich zuletzt Blumenkohl auf diese Art gegessen habe und dabei liebte ich ihn genauso als Kind. Ich plädiere ebenso, eine Tüte kommt nicht in die Tüte – dafür sind Saucen viel zu schnell selbstgemacht.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  4. Wenn man umzieht und keine Küche hat, sind so Fix-Gerichte schon mal praktisch, aber im normalen Leben geht’s wirklich ohne. Dein Blumenkohl ist das beste Beispiel dafür, einfach, unkompliziert, und super lecker!

  5. An Blumenkohl taste ich mich erst langsam heran. Meist habe ich ihn in indischen Curries versteckt. Aber mit Käse überbacken schmeckt ja alles nochmal so gut. Vielleicht probiere ich das mal aus! 1:0 für den Blumenkohl!

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