Urlaub: Toronto

Wie ihr mitbekommen habt, war ich letzte Woche in Cleveland. Um wenigstens etwas zu sehen, wollte ich einen Ausflug zu den Niagarafällen machen. Dabei stellte ich fest, dass von Cleveland aus ein Auto am praktischsten ist. Zufälligerweise waren zu dem Zeitpunkt Flüge über Toronto die günstigsten. Und von dort aus kann man neben mit eigenen Auto auch Touren buchen oder mit Öffentlichen zu den Niagarafällen fahren. Perfekt! Somit hängte ich 3 Tage in Toronto an meine Reise nach Cleveland an. Die Frau Leberkassemmel will ja dann auch die Stadt sehen.

Urlaub: Toronto

Wer noch nicht in Toronto war, wird sich vielleicht über die hohen Übernachtungskosten wundern. Mich zog es daher in ein Einzelzimmer im HI Toronto. Das Wasser war leider kalt, aber ansonsten ziemlich passabel mit einem leckeren Frühstück.
Ich zeige euch erst mal ein paar Fotos und erzähle über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, bevor ich vom Ausflug zu den Niagarafällen schreibe. Natürlich habe ich auch wieder ein paar Mitbringsel eingekauft, die ich abschließend beschreiben werde.

Toronto selbst – 1. Tag

Seht ihr den Fernsehturm auf dem oberen Foto? Das ist der CN Tower, der 553 Meter hoch ist. Der Turm hat drei Aussichtsplattformen. Die oberste kann man nur mit einem teureren Ticket betreten. Die Aussicht von der obersten Plattform ist schon noch mal ein Ticken besser, wobei man die besten Fotos von der mittleren Plattform schießen kann. Hier seht ihr die vor Toronto gelagerten Inseln und den lokalen, kleineren Flughafen:

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Zu den Inseln gelangt man mit kleinen Fähren. Zudem gibt es Hafenrundfahrten für Touris, die paar schöne Blicke auf die Skyline erlauben. Toronto hat vor allem im Stadtzentrum viele Hochhäuser, während die Häuser außerhalb eher klein sind. Die Mietpreise sind anscheinend auch gesalzen.

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Die begehbaren Glasplatten haben mich ebenso fasziniert:

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Tipp: schaut morgens zum CN Tower (so zwischen 9 und 10 Uhr). Da ist noch relativ wenig los.
Unterhalb des CN Towers befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten: Roger Stadium, Railway Museum (unten zu sehen), Steam Whistle Brewing und, mit etwas Fußweg, die Harbour Front.

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Die Harbour Front lädt zum Spazierengehen ein. Zudem gibt es dort ein gutes Restaurant mit Craft Bier, welches ich euch später vorstellen werde.

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Die Führung durch die Brauerei Steam Whistle Brewing gibt es täglich, alle halbe Stunde und kostet normalerweise um die 10 Euro. Ich hatte ziemliches Glück und bekam eine gratis Führung. Das Bier der Brauerei wird häufig in Toronto ausgeschänkt: Pils.

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In der Brauerei kann man auch einfach trinken und etwas essen.

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Die Führung dauert etwa eine halbe Stunde und bietet, im Vergleich zu Brauereiführungen in Deutschland (z.B. Moos, Dampfbier Zwiesel, Andechs, Weltenburg, Maxlrain und Richelbräu – jupp, schon bisserl was gesehen) nichts neues. Gegen das Gratis-Bier hatte ich natürlich nichts einzuwenden.

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So viel Brauerei und Bier macht hungrig. Ich hatte auch in dieser Beziehung Glück, dass zufällig die Blue Jays, die Baseball-Mannschaft von Toronto, spielten. Heißt es gab außerhalb des Stadions Foodtrucks, die alles mögliche verkauften. Ich entschied mich für den von Localista, die u.a. diesen lustigen (auch leckeren) Sicilian Spicy Meatball verkauften.

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Mein ursprünglicher Plan war es in Chinatown oder beim Kensigton Market etwas Essbares zu kaufen. Nachdem ich nach den großen Fleischbällchen schon satt war, bummelte ich nur herum. Die Obstauswahl hat mich überwältigt. Durian, Jackfruit, Rambutan, Mangosteen und viele mehr!

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Im Chinatown befindet sich auch der Kensington Market, der alles mögliche bietet. Neben asiatischen Speisen gibt es Käse, Bäckereien, Künstler und weitere kleine Läden.

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Ein weiteres Paradies für Foodies, allerdings im historischen Stadtteil von Toronto, ist der St Lawrence Market, der auch eine gute Gelegenheit bietet Mitbringsel einzukaufen.

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Die Fleischauslagen haben mich fasziniert, insbesondere in der näheren Betrachtung.

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Und die Fische erst! Viel Lachs, aber auch Muscheln zu vernünftigen Preisen.

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Hummer und ähnliches ist auch zu akzeptablen Preisen zu haben. Teils in Form von Lobster Rolls, die ich jedoch nicht bekam.

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Nette Restaurants und Bars gibt es auch im Old Distillery District.

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Toronto selbst – 3. Tag

Für Regentage oder mit Kindern bietet sich das Aquarium von Toronto an. Ich, als großes Kind, genoss den Aufenthalt ebenso – man kann u.a. kleine Stachelrochen streicheln. Der Eintritt ist nicht wirklich günstig, aber ich wollte am letzten Tag mit Rückflug am Abend in kein Museum mehr.

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Ach ja, im Aquarium probierte ich eine Besonderheit in Kanada: Poutine. Pommes mit Bratensauce (klingt fast nach Schwaben) mit frischem Quietschekäse. Für mich hätte es etwas mehr Käse sein können, aber keine so schlechte Kombi.

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Nun zum Restauranttipp am Hafen: Amsterdam Brewhouse. Die Mikrobrauerei bietet übrigens selten auch kostenlose Führungen an.

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Was mir gleich zu Beginn gut gefiel ist die Möglichkeit dein Essen mit dem Getränk abzustimmen. Hierfür sind die Biere in Crisp, Malty und Hops eingeteilt. Bei den Speisen stehen die Empfehlungen der Biersorte.
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Als erstes Getränk entschied ich mich für ein Weizen mit Himbeer-Geschmack, welches überraschend angenehm schmeckte. Leicht fruchtig, aber nicht zu stark aromatisiert. Perfekt für ein Mittagessen in der Sonne.
RASPBERRY WHEAT • 4.5% ABV, 14 IBUs

Wheat beer brewed with toasted wheat malts & Nugget hops finished with Raspberry flavour. Crisp with a unique raspberry aroma & a satisfying wheat finish.

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Das zweite Bier wurde ein fruchtiges Pale Ale namens Cruiser All Day Pale Ale:
CRUISER ALL DAY PALE ALE • 4.9% ABV, 39 IBUs

A Golden Pale Ale brewed with Citra and Sorachi Ace hops giving the beer a crisp, refreshing taste with a big citrus punch.

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Irgendwie hatte ich nach den Poutine am Vormittag (ja, ich weiß) nicht so viel Hunger, daher entschied ich mich für einen Salat (mein erster Salat als Hauptspeise in einem Restaurant!!!) mit Birne und Ziegenkäse. Der Salat war gigantisch, insbesondere der karamellisierte Käse gefällte mir. Die Mandeln sowie die Vinaigrette harmonierten perfekt zum Rest.
POACHED PEAR AND BRULEED CHEESE

Baby spinach & heirloom greens, sliced poached pear, poppyseed-pear vinaigrette, toasted almond & poppyseed vinaigrette

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Ausflug zu den Niagarafällen – 2. Tag

Zu den Niagarafällen kommt man auf verschiedenen Wegen: mit dem eigenen Auto, mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Zug, Bus) oder mit einer geführten Tour. Nach einigem hin und her entschied ich mich für letzteres. Zunächst ging es jedoch zu einem Weingut auf der Niagarahalbinsel. Danach machten wir einen Stopp im Ort Niagara on the Lakes, bevor es zu den Niagarafällen ging.

Der Bus fuhr das Weingut von Pillitteri an, wo wir eine kleine Weinprobe hatten.

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Zunächst gab es einen Weißwein.

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Dann einen Rotwein.

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Die Weingüter auf der Niagarahalbinsel stellen im Verhältnis sehr viel roten Eiswein her. Diesen und den weißen Eiswein konnten wir gegen Geld (2 Dollar für Weiß und 4 Dollar für Rot) probieren. Dabei hat mir der Rote besser geschmeckt, auch wenn der Weiße nicht schlecht war.

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Okay, die Probe hätte etwas länger dauern können, aber ok. Nächster Stopp: Niagara on the Lake. Eigentlich als ein hübsches Städtchen betitelt.

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Ich persönlich fand den Ort nicht so besonders, aber die Lebensmittelläden zogen mich magisch an. Als erstes stolperte ich in den Fudge-Laden, der neben normalen Fudge auch Pumpkin-Fudge, Marple-Bacon-Fudge und vieles mehr bietet. Ein paar Bäckereien waren ebenso interessant. Als letztes kam ich in einen Schokoladen-Laden, in dem es verschiedenste Pralinen und Schokoladentafeln gab. Die Kostprobe war zu köstlich, um nicht ein paar wenige Tafeln mitzunehmen.

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Endlich ging es zu den Niagarafällen. Mit roten Ponchos marschierten wir auf die Hornblower Boote, die möglichst nahe an die Wasserfälle hinfahren. Macht Spaß und es ist beeindruckend die Niagarafälle so nahe zu sehen.

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Aber auch ein Spaziergang oben rum ist schön – und kostenlos. Die weiteren, kostenpflichtigen Attraktionen umfassen u.a. einen Aussichtsturm, einen Gang hinter den Wasserfall, Kasinos, Schmetterlingsfarm, viele Geschäfte und ein Riesenrad. Mir persönlich war das zu kommerziell.

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Die Brücke führt übrigens von Kanada in die USA.

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Dazu gönnte ich mir Pulled Pork und ein dunkles, lokales Bier (Maple Leaf?). Einfach, aber überraschend gut. Insbesondere der Krautsalat hat mich umgehaun.

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Meine Mitbringsel von dem Tagesausflug: 3 Tafeln Schoki und Marple Fudge

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Mitbringsel

Neben Fudge und den Tafeln Schoki wanderte etwas mehr in den Koffer:

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  • Kochbuch und Kochzeitschriften
  • die eben genannten Tafeln Schoki und der Fudge
  • Ahornsirup-Kekse
  • Ahornsirup selbst
  • Gefüllte Schoki mit Ahornsirup- und Eiswein-Creme
  • Ahornbutter
  • Halloween-Süßigkeiten
  • Honig aus Heidelbeerblüten
  • Whisky
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Modern Native Feast ist eine Mischung aus moderner Küche und Küche der Ureinwohner. Ich denke daraus werde ich ein paar Dinge kochen. Das nachfolgende Heft Ricardo hat insbesondere Rezepte zu Halloween, wovon ich 1-2 demnächst ebenfalls ausprobieren möchte. Etwas später dran sind Kekse aus Holiday Bakery. Ich hätte deutlich mehr Kochbücher und -zeitschriften mitnehmen können, aber irgendwann ist auch Schluss. Frau sollte ja auch was daraus kochen 😀

Die drei Tage in Toronto mit dem Ausflug zu den Niagarafällen haben mir sehr gut gefallen. In Toronto kann man leicht 2-3 Tage verbringen und dabei viel sehen und ausprobieren. Allerdings reichen 3 Tage auch vollkommen aus. Am liebsten wäre ich weiter durch Kanada gereist. Vielleicht ein anderes Mal.

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