Rehschlegel mit Spargel und Kartoffeln

Einen Sonntagsbraten gibts bei mir (inzwischen) äußerst selten. Früher, als Kind, mochte ich meist weder Braten noch Salat.
Das hat sich zumindest geändert und während meiner Zeit in Stuttgart (und auch Sindelfingen) gabs am Wochenende immer was Besonderes, wobei Braten trotzdem eine Besonderheit war.
Mittlerweile stehen mir manchmal meine Reisen und die Tatsache, dass ich alleine wohne, im Weg. Frau hat nicht immer einen Gast, der mit ißt und wenn ich erst von einer Reise gekommen bin oder bald aufbreche, herrscht im Kühlschrank gähnende Leere.
Also alles keine wirklich guten Voraussetzungen für einen Sonntagsbraten. Selbst Fleisch oder Fisch ist da eher eine Seltenheit.

Um ehrlich zu sein habe ich, bis auf Grillen, erst wieder im Winter mit selbst zubereitetem Fleisch gerechnet. Eigentlich…
Dazu sollte ich sagen, dass ich gerne bei Regional Markt einkaufe. Dorothée von bushcook, Prostmahlzeit und andere Foodblogger haben bereits über den Online-Biomarkt geschrieben. Anfangs kaufte ich meine Lebensmittel online, wenn ich krank war oder nach den Reisen etwas brauchte – schwups, vor der Reise bestellt, nach der Reise die Lieferung erhalten (wenns klappt am selben Abend, mit Pech 3 Tage später) und dann wundern, was Frau alles bestellt hat. Gut finde ich, dass lediglich regionale Produkte, die lecker schmecken, und zumeist Bio-Qualität haben, verkauft werden. Einen Erzeuger, die Kunstmühle, habe ich bereits besucht.
Natürlich bummel ich auch weiterhin gerne über den Wochenmarkt und entscheide kurz entschlossen, was es zu essen gibt, nur leider komme ich nicht immer dazu. Daher ist dies ein guter Kompromiss, um trotzdem regionale Lebensmittel in guter Qualität zu erhalten.
Inzwischen gibt es viele Ökokisten. Die für meinen Wohnort zuständige (Ökokiste Kirchdorf) habe ich auch einmal getestet. Bioobst und -gemüse in toller Qualität, aber leider für mich zu inflexibel. Ähnliches gilt für das Münchner Kartoffelkombinat, auch wenn ich die Produzenten verstehe. Regelmäßige Abnahme lässt besser planen und dadurch gehen weniger Lebensmittel kaputt.

Das letzte Mal hatte ich nicht vor Fleisch zu bestellen. Eigentlich… Doch dann entdeckte ich Rehfleisch. Nachdem ich noch nie Reh gemacht hatte und der Schlegel (Keule) mit einem groben Gewicht von 450 g verkauft wurde, entschied ich mich dann doch um. Die Portion ist zumindest auch alleine zu schaffen. Zusätzlich wanderte u.a. Spargel in den virtuellen Warenkorb. Wenn sich daraus nicht etwas basteln lässt.
Ich entschied mich für Rehbraten in Weinsauce mit Hasselback Kartoffeln und gebratenem Spargel. Zugegeben die Sauce wurde etwas weihnachtlich, aber nachdem es bei mir leicht regnete, störte mich das wenig. Das Rezept für den Spargel habe ich aus Schuhbecks Meine Festtagsküche entnommen. Das Essen ist für etwa 2-3 Portionen konzipiert.

Rehschlegel mit Spargel und Kartoffeln
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Rehschlegel
Menüart Frühling, Wild
Portionen
Personen
Zutaten
Menüart Frühling, Wild
Portionen
Personen
Zutaten
Anleitungen
  1. Den Backofen auf 180°C vorheizen.
  2. Die Rehkeule abtupfen und Sehnen sowie überflüssiges Fett entfernen.
  3. Etwas Butter in einem Bräter erhitzen. Die Rehkeule von allen Seiten darin anbraten. Mit einem guten Schuss Rotwein löschen und langsam die geteilte Knoblauchzehe sowie die halbierten Zwiebeln hinzufügen.
  4. Die Gewürze sowie die Brühe hinzufügen und den Bräter für eine knappe Stunde in den Ofen schieben.
Rehschlegel mit Spargel und Kartoffeln
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Hasselback-Kartoffeln
Menüart Beilage
Küchenstil Schwedisch
Portionen
Portionen
Menüart Beilage
Küchenstil Schwedisch
Portionen
Portionen
Anleitungen
  1. Kartoffeln waschen, schälen und fächerförmig einschneiden. Die Kartoffeln in eine kleine Auflaufform geben (die möglichst neben den Bräter passt).
  2. Die Butter in einem Topf schmelzen und die Kartoffeln leicht damit bestreichen. Die Kartoffeln leicht salzen und für etwa 30 Minuten in den Backofen schieben.
  3. Nach 30 Minuten die Kartoffeln mit Paniermehl bestreuen und mit der restlichen Butter beträufeln. Nach weitern 10 Minuten den Parmesan auf die Kartoffeln reiben und für 5 Minuten in den Ofen schieben.
  4. Insgesamt kommen die Kartoffeln auf eine Backzeit von 45 Minuten.
Rehschlegel mit Spargel und Kartoffeln
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Zitronen-Spargel
Portionen
Portionen
Zutaten
Portionen
Portionen
Zutaten
Anleitungen
  1. Den Spargel waschen und schälen. Den Spargel schräg in etwa 1/2 cm dicke Scheiben schneiden.
  2. Den Puderzucker in einer Pfanne stäuben und bei mittlerer Hitze hell karamellisieren. Den Spargel darin kurz andünsten, die Brühe angießen und die Zitronenschale hinzugeben.
  3. Laut Originalrezept soll die Pfanne nun mit einem Backpapier abgedeckt werden. Die Idee gefällt mir, aber nachdem ich nebenbei noch den Zwetschgendatschi zubereitete, ließ ich diese Feinheit sein.
  4. Den Spargel bei milder Hitze 6-8 Minuten bissfest garen. Danach die Zitronenschale wieder entfernen.
  5. Die Butter unterrühren und zerlassen. Die Petersilie unter den Spargel mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Rehschlegel mit Spargel und Kartoffeln
Für die Sauce verwendete ich den Bratensaft, den ich kurz reduzierte.
Alles zusammen anrichten und servieren.
Den Spargel fand ich genial mit der leichten Zitronennote. Zwar schmeckte das Reh etwas winterlich, war aber trotzdem fein und passend zum Wetter (was sich nach dem Essen auch besserte). Die Kombi ist vielleicht etwas ungewöhnlich, nichtsdestotrotz schmeckte sie mir. Bei den Grundprodukten kein Wunder.
Als Resteverwertung wanderte das übrige Rehfleisch zusammen mit etwas Salat und Käse kurz in den Backofen, bis der Käse geschmolzen war. *namnamnam*

Dies ist übrigens, nachdem ich darauf angesprochen wurde, kein Kooperationsbeitrag. Ich verdiene kein Geld damit!!!! Der Gutschein ist mein privater!
Wer einen Gutschein (meinen privaten) über 20% Rabatt auf seine erste Bestellung bei Regional Markt will, soll bis Ende der Woche (24.05.2015 Mitternacht) einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen oder mir eine E-Mail schreiben. Achtung, das Liefergebiet ist nur München!

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Rettet den Sonntagsbraten - denn weniger ist besser!

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