Rezension: Quinto Quarto

Anfang letzten Jahres habe ich beschlossen endlich mehr Gerichte mit Innereien auszuprobieren. From Nose to Tail Eating rückt stärker in den Vordergrund, auch wenn ich es unabhängig davon probeiren wollte. Ich finde es dem Tier angemessen, wenn es möglichst komplett verspeist wird (und auch artgerecht gehalten wird, aber das ist ein anderes Thema).

Daher gefiel es mir, dass mir der AT Verlag* das Kochbuch Quinto Quarto** als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Bei Quinto Quarto geht es in die römische Küche, bei der zumindest traditionell viele Innereien auf den Tisch kommen.

Rezension: Quinto Quarto
Copyright AT Verlag

Steckbrief

Titel: Quinto Quarto**
Autor: Cornelia Schinharl, Beat Koelliker
Verlag: AT Verlag
Seiten: 224
Preis: 26,95 Euro

Inhalt

Das Kochbuch behandelt Quinto Quarto, also das fünfte Viertel, von Tieren. Aufgeteilt ist das Kochbuch in die Kategorien:

  • Antipasti
  • Primi
  • Secondi
  • Verdure

Zudem gibt es neben Warenkunde auch noch ein paar Geschichten und Hintergrundinformationen:

  • Anna – macellaia, contadina, cuoca
  • Campo de‘ Fiori
  • Annibale, der Gentiluomo mit der Metzgerschürze
  • Die jüdische Küche Roms

um ein paar Beispiele zu nennen.

Eindruck

Das Kochbuch macht auf dem ersten Blick einen guten Eindruck. Schöner Umschlag, gute Papierqualität und authentische Fotos. Hier freut es mich besonders, dass diese nicht zu sehr auf Hochglanz poliert sind.
Die Geschichten zwischendrunter lockern das ganze Buch auf und zeigen einen Blick hinter die Kulissen Roms. Eine Stadt, in die ich im nächsten Monat wieder fliegen darf.

Rezension: Quinto Quarto

Die allermeisten der etwa 80 Rezepte sind bebildert und allesamt gut verständlich beschrieben. Aufgeteilt in die Gänge werden sie dem Leser präsentiert.

Rezension: Quinto Quarto

Die Bilder sind eher einfach gehalten und konzentrieren sich auf das Wesentliche, ohne dabei schlecht auszuschauen. Mir gefällt diese Schlichtheit.

Rezension: Quinto Quarto

Durch das Buch hindurch werden immer wieder Innereien und andere Teile der Tiere, die dem fünften Viertel zugeordnet sind, ausführlich beschrieben. Meist folgen darauf auch passende Rezepte.

Rezension: Quinto Quarto

Durch das ganze Buch führt übrigens Anna, die resolut und kernig erscheint, und mit Fachwissen glänzt.

Rezension: Quinto Quarto

Wie immer habe ich auch hier ein paar Rezepte ausprobiert, wobei ich mich teils schwer fand an Innereien zu gelangen. Daher gab es auch zwei Mal Rezepte mit Leber, was ich eigentlich schade finde.

  • Coda in Brodo – Ochsenschwanzsuppe: lecker! Die Brühe fand ich besonders genial und wird sicherlich wieder gekocht. Aber auch bei der Zutat Ochsenschwanz wunderte es mich, dass ich ihn nie zuvor zubereitet hatte.
  • Leber mit Rosinen und Honig: auf dieses Rezept war ich besonders gespannt, da ich mir eine süße Leber nicht wirklich vorstellen konnte, aber einfach zu neugierig war. Feststellung: Honig und Leber passt gut zusammen. Das Rezept wird es sicherlich ebenfalls häufiger geben.
  • Bandnudeln mit Hühnerklein: ohne Foto und nachdem ich sonst keine Innereien bekam als Ersatz kam dieses Gericht auf den Tisch. Mir gefiel hier die Idee statt üblichem Hackfleisch Innereien für die Sauce zu verwenden, die mir übrigens sehr gut schmeckte.

Bewertung

Aufmachung: 5/5
Beschreibung: 5/5
Struktur: 4/5
Thema: 5/5

Insgesamt: 19/20

Wer ein Kochbuch für Innereien haben möchte, ist bei diesem Buch goldrichtig. Neben der Warenkunde gibt es viele verschiedene Rezepte, die gut beschrieben und einfach nachzukochen sind. Die Geschichten im Buch gefielen mir ebenfalls gut, auch wenn es noch mehr hätte geben können. Einzig mit der Struktur war ich nicht ganz zufrieden. Zwar ist die Unterteilung in die verschiedene Gänge hilfreich und gut durchgezogen, aber innerhalb der Gänge hätten die Rezepte anders sortiert werden können. Ich hätte es praktischer gefunden, wenn beispielsweise in Vorspeisen die Rezepte nach Zutaten sortiert gewesen wären und nicht vorne Backenspeck, dazwischen etwas anderes, Leber, und danach wieder Backenspeck und Leber.

* Das Buch wurde mir vom AT Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür! Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

** Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links. Nähere Hinweise dazu finden sich im Impressum.

Du magst vielleicht auch

3 Kommentare

  1. Tsts, dann wirds langsam Zeit. Ich habe aber auch eine Zeit gebraucht, bis ich anfing daraus zu kochen.
    Ich bin leider beruflich in Rom, allerdings hoffe ich noch, dass ich wenigstens ein wenig Freizeit haben werde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.