Ausprobiert: Leinsamen

Mal ist dieses, mal jenes Superfood in. Früher wars Matcha, dann stürzten sich alle auf Gojibeeren und andere Früchte. Chiasamen wurden natürlich auch nicht ausgelassen, dabei gibt es hier auch leckeres und gesundes. Genau das wollen Sina von Giftige Blonde und Christina, die Apricot Lady zeigen mit ihrem Blogevent Heimisches Superfood, bei dem ich mich natürlich gerne beteilige.

Eine finnische Freundin brachte mich vor wenigen Jahren auf Leinsamen. Ihre Frauenärztin hat ihr empfohlen mehr Leinsamen zu essen, wodurch es häufiger ins Frühstück wanderte. Als ich mit dem Brotbacken anfing, kaufte ich mir irgendwann auch Leinsamen. Es passt einfach in Brot und schmeckt auch in Müsli.

Lein ist eine einjährige, bis zu 1 Meter hohe Pflanze mit aufrechten Stängeln. Die Blätter sind schmal-nadelförmig und unbehaart. Die hellblauen Blütenkronen öffnen sich nur bei Sonnenschein. Das Gewächs, Flachs genannt, gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Lein wurde bereits um 5000 v. Chr. angebaut, um u.a. Stoffe herzustellen. Leinen galt bis in s18. Jahrhundert als wichtigster Textilrohstoff, bis er durch Baumwolle und synthetische Fasern abgelöst wurde.

Die Früchte bestehen aus hellbraunen Kapseln, in welchen sich mehrere rotbraune Samen befinden. Es gibt Sorten, die nur zur Flachsfasergewinnung oder ausschließlich zur Gewinnung von Leinsamen genutzt werden. Leinsamen und Leinöl dienten im antiken Griechenland als Heilmittel. Die wirksamen Inhaltstoffe befinden sich vor allem in der Samenschale. Die Samen sind etwta 4 bis 6 mm lang. Legt man sie in Wasser, so bildet sich eine dicke Schleimhülle. Daneben stecken in den Samen Ballaststoffe, Eiweiß und fettes Öl – natürlich Omega-3-Fettsäuren. Leinsamen wirkt erst nach 2-3 Tagen, außerdem muss man genügend trinken, da sonst die Schleimstoffe im Darminneren kleben und im schlimmsten Fall einen Darmverschluss verursachen. Die Samen schmecken leicht ölig und nussig.

Leinsamen wird hauptsächlich in Backwaren und Müsli verwendet, daneben werden große Mengen zu Leinöl gepresst, wie beispielsweise im Spreewald. Leinkuchen kennt man außerdem für Nutztiere oder Düngemittel.

Bei mir wanderte Leinsamen ins Müsli. Dafür einfach eine Müslimischung der Wahl nehmen, etwas Leinsamen untermischen und noch ein wenig Apfel dazu schneiden. Fertig ist das gesunde, leckere Frühstück.

Ausprobiert: Leinsamen

Vielen Dank, Sina und Christina für das Blogevent!

Ausprobiert: Leinsamen

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7 Kommentare

    1. Danke fürs Organisieren! Ich muss mir noch unbedingt die anderen Beiträge anschauen! Ich überlege nächstes Jahr wieder meine interne Challenge anzufangen und mich pro Monat um ein Thema verstärkt zu kümmern und lokales Superfood wäre eigentlich eine Idee wert.
      LG, Dani

  1. Leinsamen werden bei mir in der Flockenquetsche verwarbeitet, damit sie besser verdaut werden. Backen tue ich sie prinzipiell nicht mehr, seit dem ich weiß, dass die Omega-3 Fettsäuren durch Erhitzen nicht nur unbrauchbar, sondern auch giftig werden…

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