Schwefelporling – vegetarisches Schnitzel

Vor nicht allzu langer Zeit war ich mit Besuch in der alten Heimat. Eigentlich wollten wir nach einem ereignisreichen und interessanten Wochenende langsam wieder heimfahren, aber vorher sollten noch ein paar Fotos von der Donau gemacht werden. Bei dem Mini-Spaziergang entdeckten wir Schwefelporling und schon war die Abenteuerlust geweckt. Selber zubereitet hat es noch keiner von uns, aber der gelernte Koch traute sich ans Ausprobieren.

Junge und noch recht weiche Schwefelporlinge kann man Essen, allerdings sollte man sie vorher kochen. Sind sie noch jung, aber schon fester, kocht man sich gefühlt einen Wolf ab. Zubereitet sollen sie wie Hähnchen schmecken und haben daher im englischen Sprachraum auch den Spitznamen Chicken of the Woods. Genau dort wächst er: auf Bäumen und ist eigentlich ein Parasit. Er wächst genau ein Jahr lang und sollte wenn er noch jung ist, also im Frühjahr, geerntet werden. Man kann ihn recht einfach vom Baum abziehen.

Daheim wurde der Pilz ein wenig gesäubert, in brauchbare Stücke geschnitten und gekocht – roh ist er giftig.

Schwefelporling - vegetarisches Schnitzel

Herausgenommen, abgetropft und anschließend paniert kam er bei uns auf die Teller.

Schwefelporling - vegetarisches Schnitzel

So schaut er aufgeschnitten aus.

Schwefelporling - vegetarisches Schnitzel

Er schmeckt tatsächlich nach Hähnchen! Dazu noch einen Kartoffel-Gurken-Salat oder eine Joghurtsauce und schon hat man ein vegetarisches, ungewöhnliches, aber zugleich leckeres Essen, was eigentlich recht einfach geht.

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