Urlaub: Sydney und Tagesausflug nach Canberra

Sydney hat mit ziemlich gut gefallen. Neben Oper und der Harbour Bridge sahen wir das Rocks Discovery Museum, Hyde Park Barracks Museum, BEAMS Art Festival (ich sage nur Cachang Ice), Bondi Beach inklusive Küstenweg nach Coggee Beach und Deep fried Mars Bar, Manly mit Nationalpark und den Fischmarkt in einer Führung. Ach ja, eine Ausstellung über die botanische Seite der Schoki war auch nicht schlecht. Außerdem ging es in eine ziemlich coole Bar. Ok die Preise für die Cocktails waren hoch, aber so coole Cocktails hatte ich noch nie und die Show dazu… Aber jetzt der Reihe nach.

Sydney

In Sydney kamen wir nachdem wir unser Mietauto abgegeben hatten, gegen Mittag an. Nachdem wir unsere Sachen abgelegt und kurz geratscht hatten (Vorteil, wenn man vor Ort jemanden kennt), gings schon los die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Durch den Royal Botanic Garden mit Mrs Macquarie’s Chair ging es zum berühmten Opernhaus. Vom botanischen Garten hat man bereits einen tollen Ausblick auf Opernhaus und Harbour Bridge im Hintergrund. Natürlich wurde das Opernhaus genauer angeschaut. Schade, dass wir nicht hinein gingen. Hier lohnt es sich wohl ein Ticket für eine Veranstaltung zu kaufen, aber zu dem Zeitpunkt lief nichts vernünftiges. Der Spaziergang über die Harbour Bridge war obligatorisch.

Zu den Rocks wollte ich auf jeden Fall und es lag ja auf dem Weg. Hier kann ich das Rocks Discovery Museum empfehlen, was kostenlos ist und einen Einblick in die Geschichte des Viertels ermöglicht. In dem Viertel ist allgemein viel geboten und wir hatten das Glück zu einem Food Market zu gelangen, wo wir erst einmal uns durchprobierten. Wer fancy Läden sucht, ist hier auch richtig.

Weitere Ziele auf dem Weg: Chinese Garden of Friendship, Darling Harbour, Chinatown – Freitag Abend gibts einen Foodmarket, wo man viele Snacks und auch Zuckerrohrsaft kaufen kann, Hyde Park und Anzac Memorial.

Sydney hat immer wieder interessante Ausstellungen. Mein Ziel war eine Ausstellung zum Thema Schoki im botanischen Garten, die definitiv ihr Geld wert war.

Am zweiten (?) Abend gings auch noch zum BEAMS Art Festival, wo mehrere Künstler auftraten, es viele Lichtshows und Ausstellungen gab sowie viele Imbisse. Einzig die Schlangen waren nervig, aber die Auswahl war einfach gigantisch. Neben einem asiatischen Gericht gabs Ice Cachang. Habt ihr schon einmal davon gehört? Ich hatte es in Malaysia und konnte dem Angebot nicht widerstehen. Es ist Crushed Ice mit Sirup, Früchten, eingelegten Sachen, Bohnen und keine Ahnung was sonst alles. Bei heißen Temperaturen ist es perfekt dazu abzukühlen und zu erfrischen.

Neben Festivals und Events hat Sydney auch gute Restaurants und Bars zu bieten, die leider nicht ganz günstig sind. Wer verrückte Cocktails schlürfen mag, ist im Eau de Vie richtig. Sowas hätt ich gern in München.

Am einzigen regnerischen Tag in Sydney wurde das Hyde Park Barracks Museum als Ziel ausgelobt. Hyde Park Barracks zählt zusammen mit anderen Gebäuden zu den Australian Convict Sites, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. In dem Gebäude wurden früher männliche Sträflinge untergebracht. Das Museum erklärt die Zünfte der Sträflinge genauso wie die Lebensumstände. Ich fand es erschreckend für welche Vergehen manche in der Verbannung landeten. Auch war das Leben nicht wirklich leicht im damaligen Australien. Leider hat die Zeit nicht mehr zum Australian Museum gereicht, aber das ist sicherlich auch interessant.

Vor dem Rückflug ging es wieder kulinarisch zu. Beim Sydney Fish Market, dem drittgrößten Fischmarkt der Welt und dem größten auf der südlichen Hemisphäre, kann man eine Behind the Scene Tour buchen. 50-55 Tonnen Fisch werden hier pro Tag umgeschlagen. Die Tour dauerte etwa 2 Stunden und man erfährt einiges über Fischarten, Austern und dem Auktionssystem, welches verwendet wird. Der Fischmarkt bietet auch Kochkurse an. Im Anschluss lohnt es sich hier zu essen; in unserem Fall Hummer.

Bondi Beach

Ein Muss in Syndey ist Bondi Beach. Es ist der berühmteste Strand Australiens und ein beliebter Surfspot. Man gelangt am einfachsten mit einem Bus nach Bondi Beach. Dort gings erst einmal über den Strand, wobei ich die Surfer beobachtete. Im nächsten Urlaub dann…

65 ha von Bondi Beach mit Strand, Promenade, Klippen und Wasser wurden übrigens zum nationalen Denkmal erklärt. Anfang des 19. Jahrhunderts war Baden umstritten. Sträflingen war es verboten und auch am Bondi Beach war Baden zwischen 9 und 20 Uhr verboten. Anscheinend hat es die Australier nicht wirklich abgehalten.

Am Bondi Beach besorgten wir uns bei einem Fischladen ein Deep fried Mars Bar. „Although shops on the central coast and in Victoria have copied the idea, he said his Bondi Surf Seafoods was the only outlet approved by Mars. Mars has given us full support, he said. They did laboratory tests for bacteria levels, then gave us the go-ahead.“ Was kann schief gehen, wenn Mars in Kokosbackteig gewendet, kurz gebraten und dann frittiert wird, wo sonst Fisch frittiert wird? Eben, nichts, aber mehr als ein halben Mars hätte ich nicht herunter bekommen.

Wer, wie wir, noch Lust auf Spaziergang hat, kann von Bondi nach Coogee Beach spazieren und von dort mit dem Bus zurück nach Sydney fahren. Der 6 km lange Coastal Walk führt durch verschiedene Abschnitte, an denen man Surfer und Strände beobachten kann. Durch eine Baustelle ging der Weg letztes Jahr auch durch einen Friedhof.

Manly

Manly ist ein Stadtteil von Sydney, zu dem man am einfachsten über eine Fähre gelangt. Neben einzelnen Attraktionen, wie Manly Sea Life Sanctuary, gibt es hier vor allem ruhige Strände und viel Natur. „Seven Miles from Sydney, but a Thousand Miles from Care“ merkt man heutzutage noch immer etwas, was den Vorteil hat, dass deutlich weniger Touris da sind.

Zu Fuß ging es über einen etwas länglichen Spaziergang zur Quarantine Station North Head und dem dazugehörigen Friedhof. Von dort aus führte uns der Spaziergang über den Memorial Walk weiter zu den verschiedenen Outlooks, von denen man eine tolle Aussicht auf Sydney hat. Auf dem ganzen Weg kann man eine faszinierende Pflanzenwelt betrachten. Mit viel Glück kann man auch die Zwergpinguine sehen, die hier hausen.

Canberra

Canberra ist die achtgrößte Stadt und zugleich die Hauptstadt von Australien. Ein geführter Tagesausflug von Sydney aus führte uns hierher. Canberra hat als Hauptstadt einige Museen, ist als Gartenstadt angelegt, hat aber ansonsten wenig zu bieten. Um Zeit zu sparen, wählten wir eine geführte Tour. Man zahlt zwar mehr Geld, hat aber nicht den Stress des Fahrens. Ohne Auto ist man in der Stadt übrigens aufgeschmissen.

Von Capital Hill aus sieht man den Aufbau der Stadt. Das Australian War Memorial mit dem dazugehörigen Museum fand ich am interessantesten. Im Museum könnte ich vermutlich auch einen ganzen Tag verbringen. Hier werden alle Kriege, an denen Australien beteiligt war, erklärt und zwar in einer ausführlichen Variante mit vielen Ausstellungsstücken und nachgestellten Szenen. Die Säulengänge im War Memorial mit all den Nelken haben mich ebenso beeindruckt. Eine Führung durch die National Gallery of Australia und das Parliament House schlossen sich dem an. Die Aboriginal-Kunst fand ich hier besonders interessant.

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