Urlaub: Melbourne

Nach einer ziemlich unspektakulären Anreise (wenn man von dem filmreifen Gewitter bei Dehli absieht) und einem Zwischenstopp in Bangkok, wo ich mir die Beine vertrat und frisches Obst naschte, kamen wir in Abends in Melbourne an. Kauft möglichst bereits am Flughafen eine myki-Karte für die Öffentlichen. Die Busverbindung vom Flughafen in die Stadt ist gut und beim Busbahnhof kann man eine kostenlose Weiterfahrt zur Unterkunft organisieren.

Melbourne

Melbourne ist eine moderne Stadt mit entsprechender Architektur. Ihr findet dort alles mögliche. Zugleich ist man gleich in der Natur und kann seine Ruhe genießen.

Das Wetter war mit etwa 12 Grad eher frisch (Winter, ich sagte es euch beim letzten Beitrag bereits). Am nächsten Morgen wurde zunächst die SIM-Karte von telstra organisiert. 3 GB inklusive einer australischen Nummer exklusive Kosten war meine Wahl. Mein Produkt wurde von den Verkäufern nicht im System und daher gab’s Karte mit Guthaben für lau 🙂

Wir waren jedoch zum Sightseeing in Melbourne und genau das war als nächstes dran. Es gibt fast überall Rabattkarten. Passt auf und setzt diese auch ein, da ihr sonst den vollen Preis zahlt.

Sehenswürdigkeiten am ersten Tag

Erster Stopp war das Old Melbourne Gaol, das alte Gefängnis der Stadt. Es gab einige Infos und die Führung war authentisch gespielt inklusive Hände hoch, umdrehen und Mund öffnen. Dort hätte ich früher nicht sein wollen.

Der nächste Stopp war der Queen Victoria Market, ein ziemlich großer Markt, wo es Fleisch, Fisch, kleine Restaurants, Obst und auch sonst alles mögliche gibt. Natürlich wurde der Vorrat für die nächsten Tage aufgefüllt.

Der anschließende Spaziergang führte uns zu den Docklands, dem alten Schiff Polly Woodside und dem Eureka Skydeck, von dem man eine tolle Aussicht auf Melbourne und die Bucht davor hat.

Für das Immigration Museum waren wir leider zu spät dran, also hab es erst einmal eine kostenlose Fahrt mit der City Circle Tram, die so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten anfährt. Und nachdem die Tram historisch ist, war das ein doppeltes Vergnügen. Über die für ihre Graffiti bekannte Hosier Lane ging es zum Chinatown, wo wir uns mit Alkohol für die Abende eindeckten und eine leckere Hot and Sour Noodle Soup with Beef kosteten. Die Schüssel war groß genug, um leicht satt zu werden. Die Chinesin neben uns schwitze sicherlich anhand der Schärfe und bot uns Gemüse an, da sie zu viel bestellte.

 

Ein weiterer Tag in Melbourne

Cooks Hütte ist genauso interessant wie der botanische Garten, wo es uns am letzten Tag hinführte. Der botanische Garten ist in verschiedene Themenbereiche unterteilt, wobei es teils auch mehrere kleinere Abschnitte gibt, die zusammen gehören. Im botanischen Garten begeisterte mich vor allem die australische Pflanzenwelt. Im zugehörigen Laden kaufte ich mir ein Buch über die Flora von Regenwäldern, damit ich zumindest im Nachhinein abschätzen kann, was ich alles sah. Es gibt mehrere praktische Naturführer, u.a. ein gesammeltes Werk über die wichtigsten Tiere und Pflanzen in Australien. Empfehlung gilt hier für die Reihe von Cronin’s Key Guide. Wenn ihr einen Naturführer haben wollt, dann kauft am besten einen direkt vor Ort. In Australien ist die Auswahl deutlich besser.

In vielen Reiseführern wird St Kilda empfohlen, da es anscheinend einen mediterranen Anstrich hat und man etwas Zeit am Wasser verbringen kann. Gesagt, getan. Mit der Tram ging es nach St Kilda. Im Abby Road Cafe dachten wir uns bei den Getränken die Australier spinnen, bestellten beide Spider und probierten damit Cola mit Vanilleeis. Könnt ihr euch das vorstellen? Ich dachte mir das kann nur ekelhaft sein – und wurde eines besseren belehrt.  Über den Strand wanderten wir zum Pier, wo man in der Dämmerung Pinguine beobachten kann. Seid entweder früh genug oder spät genug dran; dann kann man auch mehrere Pinguine sehen. Tagsüber muss man Glück haben oder von jemanden angesprochen werden, der einen entdeckt hat. Ein Einheimischer, schätzungsweise mit Aboriginal-Herkunft, sprach mich an und zeigte mir einen Pinguin zwischen den Steinen versteckt. Ein zwei andere konnte man leider nur hören, aber hey ich habe einen Pingu beobachtet.

Bis wir den Koorie Heritage Trust fanden, dauerte es ein wenig, aber dann konnten wir uns lokale Aboriginal Kunst anschauen, uns über die hohen Preise wundern und anschließend schnell verschwinden. Die Kunst ist sehenswert, aber die Preise…

Letzte Station des Tages war Harbour Town, wo man Touri-Souvenirs kaufen kann. Ich fand das Eis interessanter – Dragonfruit und noch ein Beereneis. Die Pizzaria im Komplex ist gut, aber teuer. Gourmet Lamm Pizza und Seafood Calzone (mit Riesengarnelen, Tintenfisch, Jakobsmuscheln und Fisch) können hiermit empfohlen werden. Ab und zu wird ein Feuerwerk von Harbour Town aus gezündet, was man im Riesenrad beobachten kann. Passt aber auf und seid rechtzeitig da, da viele andere auch auf die Idee kommen. Wir sahen nix, aber das Riesenrad an sich bietet auch einen tollen Ausblick. Es gehört übrigens zu den vier Observation Wheels der Welt (Melbourne, London, Singapur und Las Vegas – fehlt mir nur noch letzteres).

Ausflüge

Es werden verschiedene Ausflüge von Melbourne aus durchgeführt und je nach Herkunftsland des Besuchers empfohlen. Mich hätte Wilsons Prom interessiert, jedoch erwischten wir genau die eine Woche im Jahr, wo der Park im Jahr geschlossen ist. Außerdem möglich: Mornington Peninsula, u.a. mit Besuch von heißen Quellen und Delfinschwimmen, der Klassiker Great Ocean Road, Weinberge sowie eine Goldgräberstadt, um ein paar Ziele zu nennen. Goldgräberstadt hätte mich auch interessiert, aber leider kam die Tour nicht zustande.

Great Ocean Road

Die Great Ocean Road wurde nach dem 1. Weltkrieg angelegt, um die Orte zu verbinden, Touris anzulocken und den Veteranen Arbeit zu gehen. Wir wählten die geführte Tour von Bunyip Tours.

Der erste längere Stopp war Kennett River, wo man Koalas und Papageien in freier Wildbahn erleben kann. Nachdem die Papageien angefüttert werden, sind sie sehr zutraulich und landen schon mal beim überraschten Touri auf dem Kopf. Wir sahen zudem noch 2 Koalas.

Weitere Stationen: Otway Nationalpark, Leuchtturm, Lord Ard Gorge und natürlich die 6 12 Apostel. Wenn ihr Bier mögt, probiert das Craft Bier von Otway! An dieser Stelle zeige ich euch lieber die Fotos als lang zu schreiben.

Mornington Peninsula

Beim Ausflug auf die Mornington Halbinsel muss man selbst wenig gehen, kann aber viel sehen und bekommt die Natur erklärt. Jetzt weiß ich auch, was Aboriginal Spinach ist, dass der Tea Tree heilende Wirkung hat und dass man aus den Samen des Kängurugrases Dumper backen kann.

Geschichtliches kommt bei der Quarantänestation auf, die langezeit die Anlaufstation für Neuankömmlinge war, bevor sie ins Land durften. Wer Glück hat, kann hier Delfine beobachten. Wer Pech hat, hat einen schönen Blick aufs Wasser.

 

Ich denke es wird einen speziellen Post über typisches Essen und australische Craft Bier geben. Irgendwann… Wenn ichs nicht vergesse… Der nächste Beitrag behandelt aber Cairns, die nächste Station auf der Reise.

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