Ausprobiert: Schwarzwurzel

Ich liebe Schwarzwurzeln, wenn nur putzen und schälen nicht so aufwändig wäre. Bisher habe ich meist versucht mich davor zu drücken. Doch gestern entschied ich mich doch welchen auf dem Markt zu kaufen. Wars den Aufwand wert? Eindeutig!
Schwarzwurzel wird erst seit dem 17. Jahrhundert als Gemüse genutzt und trägt den Beinamen Winter-Spargel. Die Wurzeln sind bis zu 4 cm dick und 50 cm lang. Sie sind sehr nährreich.

Ausprobiert: Schwarzwurzel

Schwarzwurzel gibt es ab etwa Oktober bis Februar im Handel. Die Stangen sollen laut Küchengötter möglichst gerade, dick und nicht holzig sein. Auf das erste Attribut habe ich nicht geachtet, besser gesagt genau das Gegenteil gemacht. Beim Schälen war dies hinderlich, jedoch habe ich diesen Umstand dazu genutzt drei Variationen von der Schwarzwurzel zu machen: überbacken, mit Bärlauch und mit Speck.

Drei Variationen von der Schwarzwurzel

Ausprobiert: Schwarzwurzel
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Drei Variationen von der Schwarzwurzel
Ausprobiert: Schwarzwurzel
Küchenstil Regional
Portionen
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Zutaten
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Ausprobiert: Schwarzwurzel
Anleitungen
  1. Die Schwarzwurzeln ordentlich abschrubben, bevor sie geschält werden. Die geschälten Wurzeln in einer Schüssel mit Wasser-Essig-Gemisch lagern, damit sie sich nicht verfärben.
  2. Wasser in einem Topf erhitzen. Die Schwarzwurzeln mit einem Schuss Essig und einer Prise Salz etwa 15 Minuten garen.
  3. In der Zwischenzeit den Ofen auf etwa 180°C vorheizen und eine Auflaufform einfetten. Bärlauchpaste mit Öl und Honig vermischen.
  4. Kleine Bruchstücke der Schwarzwurzel können schön mit Käse überbacken werden.
  5. Die dickeren Schwarzwurzeln mit Speck umwickeln und mit der Nahtseite nach unten in die Auflaufform legen.
  6. Die dünnen Stangen mit dem Bärlauchgemisch bestreichen. Je nach Belieben auch die freien Schwarzwurzelstellen der zweiten Variation mit dem Gemisch beträufeln.
  7. Die Auflaufform für etwa 15 bis 20 Minuten in den Ofen schieben. Wenn die Schwarzwurzeln weich, der Speck kross und der Käse zerlaufen ist, können die drei Variationen serviert werden.
Ausprobiert: Schwarzwurzel
Ausprobiert: Schwarzwurzel
Ausprobiert: Schwarzwurzel
Ausprobiert: SchwarzwurzelWas hat das mit der Blogparade Food-Trends 2015 zu tun?
Zum einen glaube ich, dass die südamerikanische, insbesondere die peruanische, Küche an Aufwind erfährt. Ceviche sind bereits jetzt schon beliebter, Chakalls Küche wird gerade durch die Beef Buddies bekannter.
Zum anderen werden meiner Meinung nach regionale Produkte stärker in den Fokus treten, wie beispielsweise Wildkräuter, seltene Gemüsesorten und Nutztiere. Dies ist durch Urban Gardening, aber auch durch die Sehnsucht nach dem Ursprünglichen angetrieben. Zu diesem Trend passen die drei Variationen von der Schwarzwurzel. Schwarzwurzel als eher altes, nicht so beliebtes Wintergemüse, zusammen mit Bärlauch und regionalem Stadthonig.
Craft Bier wird weiterhin beliebt sein. Neue, kleine Brauereien werden beliebter, zudem auch Biere aus anderen, eher exotischen Ländern.
Matcha hat vermutlich seinen Zenit erreicht, dafür erscheinen weitere Superfoods neben Chia Samen. Insekten sind bereits in Asien häufig auf dem Teller und werden auch hierzulande gepusht. Um bereits bekannte Lebensmittel neu zu gestalten, wird Food-Pairing ausgeweitet.
Der Trend der Foodtrucks wird weiter aus den USA über den Teich schwappen. Zugleich wird selbst gemachtes, gesünderes Fast Food beliebter.
Nichtsdestotrotz wird es auch weiterhin um möglichst billige Lebensmittel gehen, siehe Discounter. Also Qualität oder Quantität, ohne gutes Mittelmaß für die Masse.

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