Urlaub: Mich laust der Affe

Heute wollte ich unbedingt die Insel etwas erkunden. Die Entscheidung zwischen Nationalpark und die Gegend um Penang Hill fiel zu Gunsten des Letzteren. Also ab mit dem Bus 204 Richtung Penang Hill. Da die Haltestellen weder angeschrieben noch angesagt werden, war ich etwas skeptisch, aber der Busfahrt ließ zwei andere Deutsche und mich bei einem Wegweiser raus.
Zunächst ging es über eine enge Gasse umrahmt von Souvenir-Geschäften zum Kek Lok Si Tempel, dem größten buddhistischen Tempel Südostasiens. Dementsprechend beeindruckend war auch die Größe. Während man keinen Eintritt zahlen musste, wurde man auf dem Weg zur Pagode der zehntausend Buddhas ein paar Cent berappt.
Urlaub: Mich laust der Affe
Nun wollte ich auch zur 30,2 m hohen Bronzestatue Kuan Yin. Bahn für die paar Meter und Geld ausgeben? Nicht mit mir! Die Malayen hielten mich wohl alle für verrückt. Statt dem genannten 30 Minuten benötigte ich auch nur 10, also keine Ahnung mit welcher Schildkröte die Zeit gemessen wurde. Die Aussicht auf George Town war überragend.
Urlaub: Mich laust der Affe
Als nächstes stand Penang Hill (830m) an. Da es von dieser Seite leider keinen Gehweg gibt, machte ich mich auf den Weg zur Talstation der Bahn und wurde wieder einmal für verrückt gehalten. Bis auf einen Mönch, der herzlich lachte, geht dort wohl keiner zu Fuß. Die nächsten Blicke erntete ich, als ich nur ein Ticket für die Hochfahrt wollte. Die Fahrt selbst erinnerte mich an die Bahn in Salzburg auf die Burg, nur etwas länger.
Oben angekommen war die Luft gleich angenehmer. Jedoch war ich umrahmt von Touristen-Herden, so dass ich schnell nach dem Fußweg zum Botanischen Garten fragte, wodurch ich zum wiederholten Mal für verrückt erklärt wurde. Mit einer Wegbeschreibung und einem sichere Reise wurde ich entlassen.
Die Straße an sich war steil und leider geteert. Auf dem Weg unterhielt ich mich kurz mit freundlichen Bauarbeitern, die die Schäden der letzten Monate ausbesserten. Dabei sah ich die ersten Affen in sicherer Entfernung. Leider blieb es nicht dabei.
Am Straßenrand hocken weiter unten ein paar Affen. Somit schlich ich auf der anderen Seite entlang. Bis mich das Alpha-Männchen angriff. Ja, ihr habt richtig gehört. Ziemlich erschrocken stampfte ich auf und rief, was nur kurz Wirkung zeigte. Das Männchen ging mich erneut an. Angst vor Wunden, setzte ich zum Gegenangriff mit Geschrei, Gefauche und Gestampfe an – siehe da, es klappte. Ich konnte den Abschnitt der Straße unverletzt passieren – und legte mir sofort einen Stock zu.
Der botanische Garten bietet nichts besonderes, außer man will Affen fotografieren. Doch von diesen Geschöpfen hatte ich erst einmal genug. Nach einer kurzen Runde ging es für mich mit dem Bus 10 zurück nach George Town.
Mittlerweile habe ich auch mein Busticket nach Melaka für Morgen. Mal schauen, ob ich dort den Stadtbus bis Richtung Innenstadt nehme oder mir ein Taxi gönne. Tendiere aktuell zu letzterem.
Hungrig bin ich momentan – nach einigen einheimischen Kokoskeksen – überhaupt nicht. Eher etwas ko auf Grund der Hitze und des Ausfluges.

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