Tag des Meeres

Vor wenigen Jahren war ich beruflich in Thessaloniki und verbrachte vorab schon ein paar Tage in der Stadt. Ursprünglich wollte ich die Gegend unsicher machen, aber die Ausflüge wurden abgesagt und die Stadt hat auch einiges zu bieten, so ist das nicht. Was mich jedoch fassungslos machte, war der Dreck am Ufer. Hier ein verhältnismäßig harmlos wirkendes Bild.

Tag des Meeres

Heute ist der Tag des Meeres. Beim Erdgipfel 1992 in Rio de Janeiro, wurde beschlossen von 2009 an am 8. Juni den Tag des Meeres zu begehen. Das Meer ist für das Leben und Überleben von uns wichtig. Ohne Meer keine Fische als ein banales Beispiel. 70 Prozent der Erdoberfläche sind vom Wasser bedeckt. Die Meere binden riesige Mengen Kohlendioxids, welches bei Freisetzung zur Erwärmung des Planeten beitragen würde. Doch die Meere werden immer mehr zur Müllkippe der Menschheit. Mehr als 6 Millionen Tonnen Müll landen jährlich auf den Böden der Ozeane. Etwa 80 Prozent davon entfallen auf Plastikmüll. Durch UV-Licht und Wellenbewegungen werden die Plastikteilchen teilweise zu feinsten Mikropartikeln zersetzt. Meerestiere verheddern sich nicht nur in den umher schwimmenden Plastikresten, sondern nehmen die Mikropartikel sowie größere Plastikteilchen vor allem über ihre Nahrung im Wasser auf. Mehrere Tierarten sind dadurch vom Plastikmüll beeinträchtigt. Der pazifische Müllstrudel ist größer als Belgien und Niederlande zusammen. Dabei ist noch nicht einmal von giftigem Müll die Rede, der natürlich auch ins Wasser gelangt. Egal ob unabsichtlich oder absichtlich. Fangflotten mit ihrem Beifang machen die Situation auch nicht besser.

Jeder kann einen Schritt machen und wenn man nur sich häufiger überlegt, ob man den Gegenstand wirklich kaufen muss. Jedoch bringt ein Verzicht auf Plastiktüten in Supermärkten wenig, wenn Lebensmittel noch immer doppelt und dreifach verpackt sind. Mein Negativbeispiel ist hier noch immer die Niederlande, wo ich beruflich in einer Kantine war. Das Essen fand ich an sich abwechslungsreich und gesund. Nur waren Käse- und Wurstscheiben einzeln in Plastik verpackt. Um davon wegzukommen, sollte aus meiner Sicht auch die Politik einen Schritt machen.

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