Reise: Vancouver

Vor kurzem war ich wieder beruflich unterwegs und das auch noch lang genug, um hier ein paar Highlights herauszugreifen, falls ihr mal in die Verlegenheit kommt, nach Vancouver zu reisen. Vancouver hat mir sehr gut gefallen: Meer und Berge direkt nebenan, dazu leckeres Bier, gute Burger und Poutine. Granville hat mir sehr gut gefallen, genauso die vielen Robben, die man beobachten kann. Den Financial District und Gastown fand ich dafür weniger ansprechend. Irgendwo muss ja auch ein Gleichgewicht herrschen. Es war fast schon schade, dass ich beruflich drüben war, denn ich wäre am liebsten weiter gereist in die Rockys und hätte mir gerne mehr angeschaut und auch probiert.

Sehenswürdigkeiten in Vancouver

Eigentlich wollte ich mir noch mehr in Vancouver anschauen, aber nach dem beruflichen Teil hatte ich wenig Lust auf Museen, wodurch u.a. das Museum of Anthropology at UBC wegfiel. Nachdem ich nochmals nach Vancouver (und ab da weiterreisen) möchte, empfand ich es als kein Beinbruch.
Der Ursprung von Vancouver, benannt durch Gassy Jack, der hier 1867 das erste Lokal eröffnete und dem eine Statue gewittmet ist. Berühmt in Gastown ist außerdem die Dampfuhr, in dessen Nähe ein Starbucks liegt – wie könnte es anders sein. Abends sind die Lokale meist brechend voll und man bekommt nur schwer einen Platz.

Am Canada Place legen die Kreuzfahrtschiffe an auf dem Weg Richtung Alaska, beginnen viele Touren und man kann nebenan den Wasserflugzeugen zuschauen. Auch hier gibt es einige Lokale, die Abends eher voll sind. Mit Glück kann man Otter und Robben beobachten.
Vom Vancouver Harbour Lookout hat man einen guten Überblick über die Stadt und die Umgebung. Mit FlyOver Canada bekommt man auf einer Art leichte Achterbahn einen Überblick über Kanada aus der Vogel/Flugzeug-Perspektive. Online-Tickets sind in beiden Fällen günstiger als vor Ort gekaufte Tickets.

Von der Waterfront führt ein Weg direkt am Wasser zum Stanley Park. Stanley Park ist einer der größten urbanen Parks Nordamerikas, befindet sich auf einer Halbinsel an der Spitze von Downtown Vancouver und ist auf den ersten Blick mehr überrannt als sehenswert. Während in der Mitte neben einer großen Straße vor allem Wald gedeiht, führt der geteerte Seawall rund um die Halbinsel. Die Totempfähle sind touristisch, auch wenn ein wenig was dazu erklärt wird, die Strände sind auch eher voll und sonst ist vor allem die Umgebung sehenswert. Abends, wenn es ruhiger ist, kann man Robben beim Spielen beobachten. Auch macht dann der Park mehr Spaß.

Was ich empfehlen kann, sind Rundflüge mit Harbour Air. Es gibt mehrere Touren, wobei ich den 20-Minuten-Rundflug für umgerechnet 80 Euro am interessantesten fand. Man sieht nicht nur Vancouver von oben, sondern bekommt auch was von den Bergen und Creeks mit, zahlt aber noch kein Vermögen.

Ausflüge

Ich habe mir ewig Gedanken um die Ausflüge gemacht, um am Ende nur Victoria und die Suspension Bridge mir anzuschauen. Leider habe ich Sea to Sky viel zu spät entdeckt, sonst wäre ich dorthin. Insgesamt lädt die Gegend ein mehr zu erkunden und weiter zu ziehen.

Victoria ist die Hauptstadt von British Columbia und befindet sich südwestlich von Vancouver auf der Insel Vancouver Island. Man kommt am einfachsten entweder mit dem Schiff oder einem Wasserflugzeug hin. Ich entschied mich für eine geführte Tour. Mit der Fähre fuhren wir durch die Inseln in die Nähe von Victoria. Während der Fahrt hatte ich das Glück einen Wal in der Entfernung zu sehen. Auch sonst ist die Überfahrt durch die kleineren Inseln interessant. Wieder im Bus ging es zu Butchard Garden, dem berühmten Garten, in dem wir gefühlt zu viel Zeit verbrachten, der aber trotzdem schön ist. In Victoria hatten wir etwas Zeit zum uns umschauen, jedoch nicht genug für ein Museum. Der Rasen vor dem Parlament lädt zum Verweilen ein. Am Hafen gabs einen Markt und gleich daneben konnte man den Wasserflugzeugen beim Starten und Landen zuschauen. In der Einkaufsstraße befinden sich viele übliche Touriläden, ein paar nette Kleidungsläden und einen Buchladen, in dem ich glatt ein Buch über wilde Cocktails fand. Zurück gings für mich wieder mit dem Bus und der Fähre.

Um Vancouver gibt es mehrere Hängebrücken. Zum Lynn Canyon gelangt man mit den Öffentlichen, zum Sea to Sky fährt einmal täglich ein Bus, die anderen erreicht man glaube ich am besten mit dem Auto und die Capilano Suspension Bridge ist die bekannteste Hängebrücke, zu der alle halbe Stunde etwa ein Bus fährt. Genau die Hängebrücke wählte ich und war zum Glück mit einem der ersten Bussen vor Ort, denn kurz später kamen die Massen. Abends soll es auch wieder ruhiger zugehen. Die Hängebrücke ist faszinierend, zumal von dort einen guten Blick hat. Um die Hängebrücke rum gibt es einen First Nation Ausstellungsbereich, ein paar Wege am Boden und in den Bäumen. Der Eintrittspreis hat es dafür in sich. Insgesamt hat mir die Hängebrücke und das drum herum gut gefallen, aber man muss wirklich früh oder spät dran sein, da es sonst keinen Spaß macht. Wer Glück hat, kann übrigens Douglas Squirrels beobachten.

Essen

  • Poutine!
  • Burger!
  • Fisch!
  • Lobster!

Ok, Vancouver hat noch mehr zu bieten, wie beispielsweise Japadogs, die japanisierte Variante des Hotdogs, dem angeblich weltbesten Eis und dem Lokal Bannock & Salmon, was ich leider nicht mehr schaffte, aber Poutine solltet ihr genauso probieren wie frischen Fisch. Eis ist allgemein teuer, aber man bekommt eine riesige Kugel. Ich habe an einem der Strände der Stadt z.B. Maple Walnut Eis gekauft für 6 Dollar, aber die Portion war so groß, dass sie ein Mittagessen ersetzte.

Nachdem Vancouver viele Brauereien hat, gibts auch eine entsprechende Anzahl an Gaststätten dabei. Ich gehe allgemein gerne in Brauereigaststätten, da neben Bier auch meist das Essen passt.
Im Steamworks hatte ich Poutine mit Pulled Pork. Im Gegensatz zu Toronto habe ich in Vancouver viele verschiedene Varianten von Poutine (Pommes mit Bratensauce und frischem Käse) gesehen, z.B. mit Speck und Frühlingszwiebeln, wobei Pulled Pork am häufigsten vertreten war. Die Portion war reichlich, preislich in Ordnung und dazu noch Steamworks Bier. Yaletown Brewery hat auch ein Restaurant, das wir zweimal aufsuchten. Ich probierte zum einen die Meeresfrüchtepizza, die wirklich vorzüglich schmeckte, und die Pulled Pork Pizza (klingt verrückt, schmeckt auch so).

In Vancouver gibt es mehrere Restaurantketten, die man an fast jedem Eck sieht. Cactus Bar sieht man überall in Vancouver. In der Nähe unseres Hotels befand sich auch eine, wodurch sie natürlich ausprobiert wurde. Der Burger war riesig und schmeckte, die Pommes waren dazu gut gewürzt und ebenfalls lecker. Preise etwas teurer, aber noch im Rahmen. In einer Burgerkette gabs zum Abschluss nochmals Poutine, als Beilage zu einem Burger. Der hat reingehaun! Und zum endgültigen Abschluss noch CornDogs bei Tap & Barrel am Hafen.

Mehr zu Bier und dem Granville Market erzähle ich euch in einem anderen Beitrag

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