Rezension: Bäume in Küche und Heilkunde

Als ich noch klein war, schaute ich faszinierend in Mums rotes Buch. Als gelernte Gärtnerin interessierte sie sich auch für Wald- und Wiesenkräuter sowie alles, was man im Wald und Wegrand findet. Wir unternahmen häufig Spaziergänge, um Sachen zu pflücken. Daheim guckte ich dann begeistert nach, was man alles noch ausprobieren könnte und was es an Pflanzen so gibt. Auch wenn mich einige Zeit lang das nicht mehr interessierte, kam ich im Studium wieder darauf zurück und machte zig Varianten von den Heidelbeeren ein und entwickelte einige Liköre. Ein paar Bücher über Wald- und Wiesenkräuter sowie was man im Wald findet, habe ich bereits, aber „Bäume – in Küche und Heilkunde„** hörte sich sehr interessant an. Daher war ich umso begeisterter als mir der AT Verlag ein Buch zur Verfügung stellte*. In der Beschreibung zum Buch steht folgendes:

Bäume begleiten den Menschen seit jeher. Sie dienen ihm nicht nur als Bau- und Brennmaterial, sondern auch als Nahrungslieferanten und Spender von hilfreicher Medizin. Früher war es selbstverständlich, sich von wilden Baumzutaten zu ernähren und sie für Heilmittel aller Art zu verwenden. Auch heute noch können sie auf vielfältige Art Gesundheit und Wohlbefinden spenden und die Küche bereichern.

Ich war gespannt, was ich noch dazulernen könnte. Die Erinnerungen an früher sind noch grob erhalten, außerdem war ich bei ein paar Exkursionen, aber das ist sicherlich noch nicht alles.

Rezension: Bäume in Küche und Heilkunde
Copyright AT Verlag

Steckbrief

Titel: Bäume – in Küche und Heilkunde**
Autor: Karin Greiner
Verlag: AT Verlag
Seiten: 264
Preis: 29,00 Euro

Inhalt

Insgesamt zeigt das Buch 80 Rezepturen und 180 Rezepte für verschiedene Pflanzen, die man im Wald findet, wie Schlehe, Apfel oder Buche. Das Buch ist unterteilt in die verschiedenen Pflanzen von A-Z

  • Ahorn, Apfelbaum,
  • Birke, Birnbaum, Buche,
  • Eberesche, Edelkastanie, Eiche, Erle, Esche,
  • Fichte

um die ersten zu nennen. Anschließend gibt es einige Grundrezepte, die man bei verschiedenen Pflanzen einsetzen kann:

  • Vorbereiten zum Genuss
  • Anzapfen und abzapfen: Baumwasser und Harz
  • Auspressen, entsaften, verflüssigen: Saft, Sirup, Sorbet
  • Alkoholisches: Wein, Bier, Likör und mehr
  • Einkochen und eindicken: Kompott, Fruchtmus, Marmelade und mehr
  • Konzentrieren: Pesto und Paste
  • Trocknen: Dörrobst, Blatt- und Fruchtmehl und Fruchtleder
  • Würziges und Würzendes: Salz, Zucker, Essig, Öl, Senf
  • Fermentieren, vergären und oxidieren
  • Tees: Heißaufguss, Abkochen, Kaltansatz
  • Tinkturen: Maximal extrahieren, optimal anwenden
  • Ölauszüge und weitere Präparate
  • Salben, Cremes, Einreiben
  • Bäder und Waschungen, Einreiben und Auflagen

Im Anhang befindet sich zudem u.a. eine Adressenliste.

Eindruck

Als das Buch bei mir ankam, hat es mich fast umgehaun. Zum einen werden die einzelnen Pflanzen sehr genau beschrieben und enthalten einige Rezepte, zum anderen ist es eine Vielzahl an Pflanzen. Insgesamt bietet das Buch deutlich mehr Inhalt als das alte rote bei meiner Mum. Mir fällt auf die Schnelle nicht viel ein, was man noch erwähnen könnte – und ja, es gibt auch neues für mich. Beispielsweise würde mich das Birkenrindenbier interessieren, während ich Kiefernzapfenlikör und geröstete Bucheckern zumindest vom Hörensagen bereits kenne.

Beim Versuch Rezepte nachzumachen, musste ich leider feststellen, dass nicht alles aktuell Saison hat, was mich interessieren würde. Zum anderen kommt man an paar Dinge als Stadtmensch nicht so leicht hin (zumindest dann nicht, wenn man so verplant ist wie ich 😀 ). Somit geschieht die Bewertung auf Basis von zwei Rezepten und ein paar für mich bekannten Sachen.

Nachgemacht:

  • Buchenlikör: habe ich in klein angesetzt und warte jetzt auf die Bucheckern.

Mal schauen, wie der angesetzte Buchenblätterlikör rauskommt #ausprobieren #likör #buchen #waldinderküche #selbstgemacht #foodlife

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  • Holunderblüten-Hollandaise (ohne Bild): nam! Nur leider ist der Geschmack von den Holunderblüten nur relativ schwach. Den Sekt mache ich auch noch nach.

Früher schon ausprobiert: Eichelkaffee. Einiges werde ich noch im Laufe des Jahres testen und ausprobieren. Der erste Eindruck gefällt mir zumindest.

Bewertung

Aufmachung: 5/5
Beschreibung: 5/5
Struktur: 5/5
Thema: 5/5

Insgesamt: 20/20

Was will ich groß sagen? Das Buch Bäume – in Küche und Heilkunde ist ein umfassendes Werk, mit dem man einige Rezepte und Rezepturen herstellen kann. Die Beschreibungen sind ausführlich und das Buch kommt garantiert ned weg. Wer mehr wissen möchte, kann einen Blick ins Buch werfen.

* Das Buch wurde mir vom AT Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür! Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

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2 Kommentare

  1. Wildkräuter finde ich auch total spannend. Mit Bäumen habe ich mich irgendwie noch nie beschäftigt. Vor einiger Zeit habe ich erfahren, dass man z.B. aus frischen Lindenblättern tolle Smoothies machen kann. Da ist viel mehr essbar als man denkt, und wahrscheinlich sehr gesund. Klingt jedenfalls sehr spannend!

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