Kochbuchpatenschaft

Jan hat diesmal eine besondere Blogparade in seinem Küchen Atlas Blog gestartet. Es geht um eine Kochbuchpatenschaft für die Restaurierung eines Kochbuchs aus dem Jahr 1578 in der bayerischen Staatsbibliothek. Die Restaurierungskosten liegen bei 660 Euro, wovon für jeden Beitrag für diese Blogparade 10 Euro gespendet werden.
Deshalb soll die inhaltliche Auseinandersetzung auch mit alten Schätzen erfolgen. Als Anregung wurden folgende Fragen aufgelistet:
Kochbuchpatenschaft– Vorstellungen von (sehr) alten Kochbüchern

– Rezepte von früher, beispielsweise in altertümlicher Formulierung oder zeitgenössischen Zutaten, die heute selten geworden sind
– Rezepte oder Zubereitungstechniken die ihr von euren Großeltern erhalten habt
– Alte Küchenausstattung, beispielsweise Erbstücke oder Sammlerstücke
– Rezepte mit alten Zubereitungsarten, im Römertopf, über offenem Feuer, im Steinbackofen usw.

Tja, wenn das so einfach wäre… Alte Kochbücher besitze ich nicht, Rezepte von früher auch kaum. Rezepte oder Zubereitungstechniken von den Großeltern? Fehlanzeige. Alte Küchenausstattung? Ähm ja, eine kleine gusseiserne Pfanne, die ich von meiner Oma bekam:
Kochbuchpatenschaft
Zusätzlich habe ich mir von einem Auktionsportal eine weitere, große gusseiserne Pfanne gekauft. Meist verwende ich die kleine, weil sie für den Herd geeigneter ist anhand der Größe. Ich liebe Fleisch, dass ich in der gusseisernen Pfanne gebraten habe. Zuerst klebt es an der Pfanne, aber wenn es soweit ist, löst sich das Fleisch und man kann es problemlos umdrehen oder servieren.
Nächster Punkt: Rezepte mit alter Zubereitungsart. Tja, einen Römertopf besitze ich, allerdings verwende ich ihn eher selten, weil ich erst einmal zig andere Dinge aus dem Einbauschrank rausräumen muss, um ihn raus zu bugsieren. Sollte ich vielleicht ändern. Sonst vorhanden: Spätzle-Brett, wobei ich lieber ein normales Schneidebrett und ein Messer verwende, sowie eine Flotte Lotte, die ich eigentlich nur für Powidl hernehme.
Gibt es sonst nix altes? Nach langem Überlegen viel mir noch das Einmachen und Liköre ansetzen ein. Liköre werden in der Familie schon länger angesetzt, wobei früher reiner Alkohol verwendet wurde. Diesen nehme ich nur für meinen Bierlikör her.
Ansonsten weiche ich auf Korn oder Wodka aus. Alte Rezepte kann ich trotzdem nicht wirklich vorweisen. Das, was ich kann, bekam ich durch Ausprobieren heraus.
Gibts sonst alte Einmachrezepte? Kaum, aber halt… Selbst „herausgefunden“ habe ich kaltgepresste Säfte, z.B.

Kaltgepresster Heidelbeersaft

2,5 kg Heidelbeeren
1,5 l Wasser
2,5 kg Zucker
50 g Zitronensäure
1 Pck Einmachhilfe
Alle Zutaten bis auf Einmachhilfe in ein großes Gefäß umrühren, 24 h stehen lassen. Umrühren, 24 h stehen lassen. Am 3. Tag Flüssigkeit abseihen, Heidelbeeren nicht ausdrücken. Flüssigkeit erwärmen, Einsiedehilfe dazu, abfüllen, kühl und dunkel lagern. Mindestens 18 Monate haltbar – wenn sauber gearbeitet wurde.
Das kann man natürlich auch mit anderen Beeren machen, wobei der Anteil an Zitronensäure variiert. Beispielsweise benötigen Johannisbeeren etwas weniger. Bei Erdbeeren werden auf 3 kg Erdbeeren etwa 25 g Zitronensäure und 2 kg Zucker hinzugegeben.
Was ich sonst noch kenne, ist kaltgerührte Erdbeermarmelade:

Kaltgerührte Erdbeermarmelade

500 g Erdbeeren
500 g Zucker
Erdbeeren pürieren, Zucker zugeben, rühren.
Bleibt die Feststellung, dass es sicherlich andere Blogger gibt, die mehr zu erzählen haben.

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