Rezension: Gin

Gin ist in aller Munde. Nach Craft-Bier und Whiskey scheint es das In-Getränk zu sein, was gerade überall gebrannt und getrunken wird. In den letzten Jahren haben sich viele neue Brenner etabliert und damit eine breite Auswahl ermöglicht. Die Geschichte, die Herstellung und eine Auswahl an Sorten und Marken beschreibt das Buch Gin** von Karl Rudolf, das mir der AT-Verlag* zur Verfügung gestellt hat.

Nachdem ich ab und zu Gin trinke, war ich auch gespannt, ob ich was Neues lernen und neue Gin-Marken entdecken würde, die ich unbedingt einmal probieren möchte.

Rezension: Gin
Copyright AT Verlag

Steckbrief

Titel: Gin**
Autor: Karl Rudolf
Verlag: AT Verlag
Seiten: 304 Seiten
Preis: 25 Euro

Inhalt

Gin, Gin und nochmals Gin. Zunächst wird die Geschichte von Gin erklärt, der von Genever aus Holland abstammt, und Wilhelm III von Oranien-Nassau nach England importiert wurde, als er den Thron bestieg. Neben der Gin-Krise wird auch der Gin-Act beschrieben und welche Gin-Sorten es heutzutage gibt.

Anschließend werden bekannte Vertreter des Gins ausgiebig vorgestellt, abschließend werden noch einzelne Rezepte für Gin-Cocktails und Longdrinks erklärt.

Eindruck

Zunächst fällt auf, dass das Gin-Buch ein Softcover hat, was weniger Eindruck schindet. Das Durchblättern erhält aber die Gemüter: viel Text, viele schöne Bilder und gutes Layout.

Die Beschreibung der Geschichte und der Sorten ist ausführlich, aber nicht langweilig. So erfährt man auch über die Unterschiede von London Dry und Old Tom sowie die verschiedenen Aromen und Gewürze, die in einem Gin zu finden sein können und das sind mit über 100 Stück eine Menge! Natürlich nicht in einem einzelnen Gin, sondern auf die Masse betrachtet.

Die Masse wird natürlich auch gut erklärt. So sind im Monkey 47** aus dem Schwarzwald 47 Zutaten enthalten. Einer der Klassiker, der Bombay Sapphire London Dry Gin** darf ebensowenig fehlen wie der Spanier Gin Mare** oder der Münchner The Duke Munich Dry Gin**, bei dem Bier eine Spur hinterlassen hat. Die Menge an Marken überrascht in dem Buch, dabei sind noch nicht mal alle genannt. So fehlen beispielsweise der Münchner feelGin, Hernö aus Schweden, Blackwoods** von den Shetlands oder der preisgekrönte City of London Gins. Nichtsdestoweniger enthält das Gin-Buch eine gute und reichhaltige Auswahl an bekannten und weniger bekannten Gin-Marken.

Zum Schluss kommen noch ein paar Cocktails und Longdrinks, wobei ich hier den größten Schwachpunkt des Buches sehe: kleine kursive Schrift, wenige Rezepte, dafür noch Beschreibung außenrum. Wenn die Beschreibung anfangs stehen würde, anschließend in vernünftiger Schrift vielleicht auch noch 1-2 Rezepte mehr, hätte es mir deutlich besser gefallen. Was Neues, zum Probieren, ist trotzdem für mich dabei.

Bewertung

Aufmachung: 4/5
Beschreibung: 5/5
Struktur: 4/5
Thema: 5/5

Insgesamt: 18/20

Das Gin-Buch beschreibt gut die Geschichte, die Herstellung sowie sehr ausgiebig bekannte Gins. Leider ist das Buch nur Softcover und auch die Rezepte am Ende fallen etwas gering aus. Daher gibt es von mir 2 Punkte Abzug. Nichtsdestotrotz ein schönes Buch für alle Gin-Liebhaber, die vielleicht was neues entdecken möchten.

Und zur oberen Frage: neues gelernt habe ich nicht wirklich, aber ich weiß, welche Gins ich noch probieren möchte.

* Das Buch wurde mir vom AT Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür! Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.
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