Ausprobiert: Hopfenspargel

Endlich kann ich euch wieder ein Gemüse in der Rubrik Ausprobiert vorstellen. Auf dieses war ich besonders gespannt, nachdem ich ein Bericht über Hopfenspargel gesehen habe.
Hopfenspargel? Ja, Hopfenspargel! Die Triebe werden auch Hopfensprossen genannt und sind die Wurzeltriebe der Hopfenpflanze. Mit anderen Worten: sie wachsen, genauso wie echter Spargel, unter der Erde. Im Frühjahr werden die überzähligen Triebe bei den Hopfenpflanzen entfernt, um bei den verbliebenen 3-6 (je nach Quelle) Hopfenreben ein gutes Wachstum zu erreichen.
Dies geschieht inzwischen häufig maschinell und die Triebe verrotten auf den Feldern. Wenn die Triebe noch von Hand entfernt werden, können sie später in der Küche eine neue Verwendung finden. Früher war das anscheinend typisches Arme-Leute-Essen, welches es Ende März bis Anfang April etwa gab. Inzwischen ist das „Abfallprodukt“ eine recht teure, eher seltene Delikatesse mit Kilopreisen zwischen 40 und über 100 Euro.
Heute, nach Sturm und Ostern, am letzten Urlaubstag machte ich mich auf die Suche nach Hopfenspargel und wurde an einem einzigen Stand am Viktualienmarkt fündig. Ein kleines Schälchen mit 135 g wurde mein Eigen.
Ausprobiert: Hopfenspargel
Wie schmeckt Hopfenspargel? Erdig-nussig, wie eine Kombination aus Sprossen und Nüssen. So jedenfalls mein Eindruck. Die ersten paar Sprossen wanderten, kurz angebraten, auf einen Bärlauch-Pfannkuchen. Kann man essen 😉 Auch in einer Gemüsepfanne macht sich der Hopfenspargel gut. Mal schaun, was mir für den Rest einfällt.
Habt ihr schon einmal Hopfenspargel probiert? Oder kennt ihr weitere, inzwischen kaum verwendete, Lebensmittel, die ich vorstellen sollte?

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