Märkte

MärkteDie 22. Blogparade von Küchen Atlas Blog hat kein spezielles Thema („Urlaub von dem thematischen Zwang in der Blogparade“), so dass jeder Blogger über eine beliebige Thematik schreiben kann.

Ich liebe über Märkte zu schlendern.
Wochenmärkte sind eine wöchentliche Marktveranstaltung, bei der vor allem frische Erzeugnisse zum Verkauf angeboten werden. Früher, als es noch nicht moderne Kommunikationswege gab, waren diese Veranstaltungen ein beliebter Treffpunkt. Häufig sieht man regionale Waren, die teils vom Erzeuger verkauft werden. Andere stammen vom Großmarkt. Auf Bauernmärkten sind Bauern aus der Umgebung vertreten.

Jeder Markt ist anders; unterschiedliche Produkte, die Preise sind verschieden, auf manchen sind relativ viele Bio-Stände zu sehen. Spätestens, wenn man häufiger einkauft, kommt man mit den einzelnen Verkäufern ins Gespräch und erfährt teils auch einiges über die Ernte. Einmal unterhielt ich mich mit einem anderen Kunden über die Zubereitungsarten von Koriander. Dann erfuhr ich, dass eine bestimmte Kirschsorte in Hamburg und Umgebung Knubberkirschen heißen. Die einheimischen Produkte kann man entsprechend der Saison kaufen.

Auch im Urlaub bummel ich gerne über Wochenmärkt. In Peschiera am Gardasee gab es beispielsweise leckeren Fisch und viel Gebäck, in Venedig fruchtige Orangen zu vernünftigen Preisen (im Gegensatz zum Supermarkt am Campingplatz) und einen Fischmarkt. Am meisten entsetzt war ich auf Märkten in China, wo u.a. zig Vögel in kleinen Käfigen zusammen gepfercht waren. Von Tierschutz waren jene Märkte weit entfernt.
In Ljubljana, Slowenien, fand ich diesen Automaten am Marktplatz interessant. Daneben stand noch einer, welcher mit Milch gefüllt war. Von Käse, über Joghurt bis hin zu Säften konnte man alles 24/7 kaufen.
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Auf dem Markt selbst wurden viele Apfelsorten, die mir teils nicht bekannt waren, Kartoffeln und Zwiebeln angeboten. Auch Gemüse und Honig gab es – und ich Idiot nahm keinen mit. Daneben wurden Klamotten feil geboten.
Unvergessen ist auch der intensive Duft von Flammlachs, der über den Marktplatz von Tampere, Finnland, wehte. Durch Zufall waren wir an dem Tag in Tampere, wo traditionell vor Weihnachten Flammlachs auf dem Markt verkauft wurde. Es reihten sich Stand an Stand, an mindestens zwei Reihen, und bei den allermeisten konnte man Lachs kaufen. Flammlachs (Liekki lohi) wird nach dem Salzen auf dem Nagelbrett, welches neben dem Feuer steht, gespannt und durch die Hitze gegart. Dabei bekommt der Lachs einen leckeren Grillgeschmack, der teils durch zusätzliche Holzstücke im Feuer, z.B. von der Erle, intensiviert wird. Nicht umsonst war ich häufiger Gast im Finnischen Weihnachtsdorf in Stuttgart, wo ich mich an den Flammlachsgrill stellte und nach einer Zeit mit den Angestellten ins Gespräch kam.

Apropos Stuttgart, mein Lieblings-Wochenmarkt in Stuttgart befindet sich am Ostendplatz. Viel Gemüse aus der Region, günstige Kräuter, einiges an Obst, beispielsweise rote Weintrauben vom Cannstatter Zuckerle, sowie leckeren Suser und Kirschblütenhonig für eine kurze Zeit des Jahres.
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Sindelfingen gefiel mir aufgrund der großen Obstauswahl, dem Fischstand und den Bio-Produkten. Ich konnte nicht anders und kam jedes Mal mit mindestens einer Tüte voll Obst zurück. Weniger begeistert war ich teils von den Preisen.
In Deggendorf und Plattling finden sich gute Fleisch- und Käsewagen, während Gemüse größtenteils überteuert ist. Der Metzger auf dem Stand unten schlachtet noch selbst und weiß, woher die Tiere stammen. Die Qualität ist dementsprechend hochwertig.
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Besonders gut gefallen mir die Obst- und Apfelmärkte in Hunding und Lalling (beide Orte befinden sich im Landkreis Deggendorf). Die Gegend ist für ihren Obstanbau bekannt. Neben den üblichen Sorten werden vermehrt auch alte, regionale Sorten angebaut, die aus dem Einerlei der Supermärkte mit ihrer Geschmacksvielfalt hervorragen. Ferner bieten einzelne Stände aus dem Ausland ihre kulinarischen Köstlichkeiten an, beispielsweise Käse aus Österreich und der Schweiz.

Auf dem Wochenmarkt in Überlingen am Bodensee stach die nette Präsentation der Waren heraus. Überrascht haben mich zwei Stände: eine Destillerie und ein Nudelstand mit selbst gemachten Ravioli und anderen Leckereien.
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Meist kaufe ich auf den Märkten das, was mich anspricht und überlege dann erst, was ich kochen will. Seltener schaue ich mit einem festen Einkaufszettel zuden Ständen. Eins ist zumindest sicher: die nächsten Tage gibt es mehr als genug zu Essen.

Hier in München kam ich leider noch nicht dazu, die nächst gelegenen Wochen- und Bauernmärkte mir näher anzuschauen. Ich bin bereits gespannt auf die Auswahl. Vielleicht schaffe ich es dann auch, Rezepte von der Zeit-Reihe namens Wochenmarkt, die saisonale Rezepte wiedergibt, nach zu kochen.

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